Das Ausbildungsziel des Bachelor-Studiengangs ist die Vermittlung
fundierter Kenntnisse von IT-Systemen hinsichtlich ihres logischen
Aufbaus und ihrer Funktionen. Der Informatiker soll außerdem mit den
wichtigsten Techniken der SW-Erstellung auf den verschiedenen Ebenen
(von der benutzernahen, problemorientierten Ebene bis zur
maschinennahen, geräteorientierten Ebene) vertraut sein, mit ihrem
Einsatz in System- und Anwendungsentwicklung sowie mit der
DV-Organisation. Während des gesamten Studiums nimmt das selbständige
Arbeiten an verschiedenartigen Rechnern breiten Raum ein.
Zur Lösung von Problemen mit Hilfe der EDV sind darüber hinaus in aller Regel tiefere Kenntnisse aus anderen Disziplinen (Mathematik, Statistik, numerische Methoden, Physik, Betriebswirtschaft) erforderlich.
Der Studiengang führt zum akademischen Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.).
Studienaufbau
Das Studium umfasst insgesamt 7 Semester und gliedert sich in 2 Abschnitte; den 1. und 2. Studienabschnitt. Neben der Behandlung des theoretischen Lehrstoffs im seminaristischen Unterricht wird von Anfang an das selbständige Arbeiten am Computer und die eigenständige Behandlung komplexer Problemstellungen im Rahmen der Praktika gefördert. Übungen und Seminare vertiefen und festigen den Lehrstoff und verknüpfen ihn mit praktischen Anwendungen in der Industrie.
Erster Studienabschnitt: 1. und 2. Semester
Hier werden die Grundlagen der Informatik und der Programmierung sowie
mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen vermittelt. Es handelt
sich u. a. um die Fächer Grundlagen der Informatik,
Digitaltechnik, Programmieren, Mathematik, Software Engineering,
Physik und Englisch.
Der erste Studienabschnitt endet mit der Grundlagen- und Orientierungsprüfung. Diese besteht aus den Prüfungen zu den Modulen Grundlagen der Informatik und Mathematik I. Sie muss spätestens bis zum Ende des 2. Fachsemesters angetreten werden.
Zweiter Studienabschnitt: 3. bis 7. Semester
Das 3. und 4. Semester baut auf den ersten Stuidenabschnitt auf und
beinhalten die Kernfächer der Informatik und anwendungsbezogene
Fachgebiete. Die Vorlesungen und Praktika umfassen u. a. folgende
Lehrgebiete:
Software Engineering, Programmieren, Datenbanken, Algorithmen und
Datenstrukturen, Betriebssysteme, Datenkommunikation, Systemnahe
Programmierung und Statistik.
Um den Zusammenhang zwischen diesen Fächern für die Studierenden erkennbar zu machen und um die Praxisorientierung noch zu verstärken, wird im 3. Semester ein Studienprojekt in Teams durchgeführt.
Das 5. Semester ist ein praktisches Studiensemester. Der Studierende hat Gelegenheit, an einem größeren DV-Projekt mitzuarbeiten und sich so mit realen Anwendungen von Informationssystemen beschäftigen zu können. Das Praxisseminar bietet die Gelegenheit, die eigenen Projekte vorzustellen und mit den Kommilitonen zu diskutieren.
Das 6. Semester hat zum Ziel, dem Studierenden auf einigen Kerngebieten der Informatik vertiefte Kenntnisse zu vermitteln (Mathematik-Anwendungen in der Informatik, Compiler, Rechnertechnik, Verteilte Systeme, Internettechnologie).
Im letzten Semester können persönliche Interessen durch Auswahl von entsprechenden Wahlpflichtfächern befriedigt werden. Die Bachelor-Arbeit bietet wiederum die Möglichkeit, innerhalb oder außerhalb der Hochschule ein eigenes DV-Projekt zu realisieren und bildet den Abschluss des Studiums.
Der akademische Grad „Bachelor of Science“ genießt wachsende
Industrieakzeptanz. Für überdurchschnittliche Absolventen bietet sich
darüber hinaus die Möglichkeit, im Rahmen eines dreisemestrigen
Master-Aufbaustudiums die berufliche Qualifikation weiter zu erhöhen.
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