FH Landshut: Qualität der Lehre durch Gütesiegel bestätigt
Mit dem Gütesiegel der Akkreditierungsagentur ASIIN können sich
jetzt fünf Studiengänge der Fachhochschule schmücken. Nach
Vor-Ort-Begehungen in Landshut bestätigten die auf technische
Studiengängen spezialisierten Gutachter die Qualität und die hohe
Praxisorientierung der Landshuter Angebote.
Im Rahmen des Bologna-Prozesses wird auch in Bayern vom Diplom- auf das zweistufige Bachelor- und Masterstudium umgestellt. Dabei prüfen und überwachen vom Bayerischen Wissenschaftsministerium anerkannte Akkreditierungsagenturen die Qualität dieser neuen Studiengänge. Die Fachhochschule Landshut erhielt jetzt die Akkreditierung für insgesamt fünf Studiengänge der technischen Fakultäten Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau. Für FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum „bildet die Qualität der Lehre ein zentrales Prinzip der Fachhochschule Landshut. Durch die Zertifizierung dieser Studiengänge wurde das noch einmal deutlich unter Beweis gestellt.
Durch das zusätzliche Angebot von konsekutiven Masterstudiengängen sollen die Studierenden die Möglichkeit erhalten, die im Rahmen des ersten berufsbefähigenden Studiums erworbenen Kompetenzen zu vertiefen. So vermittelt der Bachelorstudiengang Elektrotechnik an der Fachhochschule Landshut breit angelegte Grundlagenkenntnisse und Kompetenzen im Bereich der Elektrotechnik und bietet den Studierenden die Möglichkeiten zur fachlichen Vertiefung in den Studienrichtungen Automatisierungstechnik und Kommunikationstechnik.
Aufbauend auf ein Diplom- oder Bachelorstudium bietet der konsekutive Masterstudiengang Elektronische Systeme den Studierenden eine Spezialisierung in Richtung Automatisierungstechnik, insbesondere Regelungstechnik und Robotik. Darüber hinaus beherrschen die Absolventen Methoden des unternehmerischen Handelns und des strategischen Projektmanagements, um Problemlösungsstrategien formulieren und durchführen zu können. Das übergreifende Ausbildungsziel für die Studiengänge der Elektrotechnik lautet, durch praxisorientierte Lehre, eine auf wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden basierende Ausbildung zu gewährleisten, die zu eigenverantwortlicher Berufstätigkeit als Elektroingenieur befähigt. Dies wurde durch die Akkreditierung der beiden Studienangebote bestätigt.
Den beiden mit dem Gütesiegel versehenen Studiengänge der Fakultät Informatik wurde ebenfalls eine hohe Praxisorientierung bescheinigt, positiv hervorgehoben wurde auch die Konzeption und Schwerpunktbildung der Angebote. Der Bachelorstudiengang Informatik soll rechnerorientierte Arbeits- und Verfahrensweisen vermitteln, deren Kernpunkt die Softwareentwicklung darstellt. Vermittelt werden breit angelegte Grundlagenkenntnisse und Kompetenzen im Bereich der Informatik, es besteht die Möglichkeit zur fachlichen Vertiefung bestimmter Aspekte. Zusätzlich sollen Projekte in Teamarbeit durchgeführt und innerhalb und außerhalb des Teams effizient kommuniziert werden können.
Der aufbauende Masterstudiengang Informatik befähigt die Absolventen, komplexe Probleme und Aufgabenstellungen im weiteren Umfeld der Informatik zu erkennen, gründlich zu analysieren und erfolgreich zu bearbeiten. In den vier Schwerpunkten „Systems Engineering“, „Software Engineering“, „Mensch und System“ „Softwaresysteme“ können sich die Studierenden vertiefendes Wissen aneignen. In beiden Studiengänge wurde eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten an der FH Landshut angestrebt, einzelne Module werden von Dozenten anderer Fakultäten gehalten. Ergänzend zu den Vorlesungen sind Übungsaufgaben, Fallbeispiele, Laborübungen und Projekte aus der Praxis vorgesehen. Zudem besteht für die Studierenden im Masterstudiengang die Möglichkeit, vergleichbare Module an den Fachhochschulen Deggendorf, Regensburg oder andern bayerischen FHs zu belegen.
Mit dem Gütesiegel des Akkreditierungsagentur wurde auch ein sog.
Weiterbildungsmaster der Fakultät Maschinenbau ausgezeichnet, der ein
Studium parallel zum Beruf ermöglicht. Dem Master of Engineering in
Applied Computational Mechanics, eine Kooperation der Fachhochschulen
Ingolstadt und Landshut, attestieren die Gutachter ein
ausgewogenes und sehr anwendungsbezogenes Studienprogramm, das seinen
Absolventen hervorragende Zukunftsperspektiven gibt. Im Mittelpunkt
steht die computergestützte Simulation. Es wird das nötige Wissen
vermittelt, um innovative Produkte und Technologien mit modernen
Methoden und Instrumenten schneller und kostengünstiger entwickeln zu
können. Dieses Konzept findet nicht nur bei deutschen Unternehmen und
Mitarbeitern Anklang, der Studiengang ist international besetzt, die
Nachfrage steigt zunehmend. Realisiert in einer
Public-Private-Partnership mit der CADFEM GmbH, profitiere das
Studienangebot zudem von ausgezeichneten Wirtschaftskontakten und einem
ausgeprägten Praxisbezug. Im Gegensatz zu den anderen ausgezeichneten
Studienangeboten, ist die Unterrichtssprache in diesem Studiengang
Englisch.
