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Wertvolles Praxiswissen bei Workshop mit Texas Instruments

Prof. Dr. Schröter, Initiator des Workshops mit den Referenten Lotzenburger und Oed.Während die meisten Studierenden sich nach den Klausuren in die wohlverdienten Semesterferien begeben, ging es für 16 Studierende der Elektrotechnik nochmals heiß her: Ein dreitägiger Workshop zum Thema „Digitale Signalprozessoren“ (DSP) mit Texas Instruments bot den Teilnehmern Praxiswissen pur auf dem neusten Stand der Technik.
„Die Anwendungsbereiche von integrierten DSPs nehmen ständig zu, das Thema ist damit für unsere Studierenden von großer Relevanz“ erklärt Prof. Dr. Jürgen Schröter, der die Veranstaltung organisiert hatte. Da er sich, ebenso wie die Fachhochschule Landshut insgesamt, dem hohen Anwendungsbezug der Lehre verpflichtet fühlt, bot er zusammen mit den beiden Diplomingenieuren (FH) Richard Oed und Lars Lotzenburger (beide Texas Instruments) diese praxisorientierte Schulung an.

„In der digitalen Signalverarbeitung haben DSPs zu einer Vielzahl von hochkomplexen und innovativen Anwendungen geführt und versprechen auch in Zukunft ein enormes Wachstumspotential,“ führt Prof. Dr. Schröter weiter aus. In vielen Fällen würden kostengünstige Single-Chip-Lösungen für die Echtzeitverarbeitung angestrebt, die mit normalen Mikroprozessoren nicht möglich seien. Die Haupteinsatzgebiete lägen z. B. in der Telekommunikation, derzeit bei der Sprachsignalcodierung im Mobilfunk (GSM, UMTS) und bei der schnellen Datenübertragung über Telefonleitungen (ADSL, VDSL). Auch beim Telefonieren mit dem Handy werden DSPs verwendet: Nach der Umwandlung von akustischer Sprache in digitale Signale werden diese vom DSP weiterverarbeitet, bevor sie an den Gesprächspartner übertragen werden können. Aber auch für die Signalverarbeitung bei den immer schneller werdenden Festplatten werden leistungsfähige DSPs benötigt und im Bereich der Multimediaanwendungen werden DSP-Applikationen z. B. bei Modems oder MP3-Encodern/Decodern für Audioformate verwendet.

Im 3-Tage-Workshop wurden die Studierenden zunächst mit der Architektur, der Wirkungsweise und dem Einsatz des Signalprozessors TMS320C6000 von Texas Instruments vertraut gemacht. Dieser Prozessor gehört zu den modernsten und leistungsfähigsten DSPs, die zur Zeit verfügbar sind. Anschließend wurde der Umgang mit der integrierten Entwicklungsumgebung einstudiert, die Studierenden schrieben ihre ersten kleinen DSP-Programme. Sie entwickelten einen digitalen Filter, der im Audiobereich unerwünschte Nebengeräusche des Signals herausfiltert.

Bei jedem Schulungsabschnitt wurden den Studierenden zunächst die theoretischen Grundlagen vermittelt, die sie dann in praxisrelevanten Übungen am PC umsetzten. Nach dem Entwurf von Filtern unter Verwendung von DSP-Werkzeugen erläuterten die Referenten weitere ausgewählte DSP-Anwendungen. Dabei legten sie einen besonderen Augenmerk auf die bei komplexen Systemen mit DSPs unerlässliche Einbindung von externen Bauelementen.

Für den TI-Mitarbeiter und Referenten Richard Oed, selbst Absolvent der FH Landshut, liegt der Wert der Veranstaltung im hohen Praxisbezug: „Wir zeigen den Studenten, wie Schulungen in der Industrie aussehen und geben ihnen die Gelegenheit, Programme auf eine bestimmte Problemstellung hin zu entwickeln. Dazu gehört auch die Überprüfung auf eventuell auftauchende Fehler und die weitere Optimierung der Programme.“ Der Workshop verschaffe den Studenten die Möglichkeit, sich Kompetenzen anzueignen, die für ihr späteres Berufsleben wichtig seien. „Und diese Fähigkeiten setzten viele Absolventen der Fachhochschule Landshut ja nach Ende des Studiums als Mitarbeiter des nahe gelegenen Unternehmens Texas Instruments gewinnbringend ein,“ erklärt er einen weiteren Zweck der Veranstaltung.

Updated: 31.10.2007
 
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