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FH Landshut: beste Kontakte zum aufstrebenden Indien

Prof. Dr. Erwin Blum bei der Entrepreneurship-Tagung am EDIAuch Hochschulen müssen auf die zunehmende Globalisierung reagieren und ihre Absolventen auf die neuen Herausforderungen vorbereiten. Kontakte in den aufstrebenden Subkontinent Indien vertiefte die Fachochschule Landshut: Ihr Präsident, Prof. Dr. Erwin Blum, plant nach einem Aufenthalt in Ahmedabad und Neu-Delhi eine ausgebaute Zusammenarbeit.

Lag das Augenmerk von Politik und Wirtschaft in den vergangenen Jahren auf dem Zukunftsmarkt China, rückt seit einiger Zeit immer mehr auch Indien in den Mittelpunkt des Interesses. Dieser Subkontinent mit seinen rd. 1,1 Mrd. Menschen bietet ebenfalls ungeahnte Wachstumsmöglichkeiten. Außerdem sind die kulturellen Unterschiede bei Weitem nicht so groß wie im Falle China und in der ehemaligen englischen Kolonie ist die englische Sprache weit verbreitet; die Sprachbarriere ist damit wesentlich geringer. Eine äußerst lernwillige, insbesondere akademische Jugend hat die IT-Industrie weltweit mit beeinflusst.

„Die Fachhochschule Landshut hat das aufstrebende Land bereits seit einigen Jahren in ihrer strategischen Internationalisierungs-Ausrichtung im Fokus“, erklärt Blum, der eben von einem Besuch in Ahmedabad, einer der indischen Boom-Regionen zurückkehrte. Über bestehende Kontakte zur weltberühmten Harvard University hatte Präsident Blum Verbindungen zum renommierten „Indian Institute of Management (IIM)“ in Ahmedabad hergestellt. „An dieser indischen Kaderschmiede studieren die indischen Top-Manager von morgen, 200 000 Bewerber gehen in das harte Auswahlverfahren für die etwa 1000 Studienplätze“ erzählt Blum beeindruckt.

Zu einigen Professoren dieser Universität hatten sich in den letzten Jahren besondere fachliche und persönliche Kontakte ergeben. So waren indische Kollegen zu Gastaufenthalten an der FH Landshut. Gefördert von der Humboldt Stiftung ging es dabei u.a. um die Frage der Übertragbarkeit des Modells der Fachhochschulen auf Bereiche des indischen Hochschulsystems. Gerade die Praxisorientierung des andwendungsorientierten Hochschultyps 'University of Applied Sciences' wird in Indien zunehmend geschätzt. Ein besonders enger Kontakt entstand zum Beispiel zu Sasi B. Misra, Professor für "Organisational Behaviour" am IIM, der zwischenzeitlich im Rahmen eines Forschungsprojektes noch einmal an der FH Landshut seine vergleichenden Studien fortsetze.

Bei einem ersten Gegenbesuch vor drei Jahren hatte Prof. Blum die Gelegenheit, am „Entrepreneuership Development Institute of India (EDI)“ Vorlesungen zu halten. Schon damals war er „beeindruckt vom Lerneifer der indischen Studierenden, die großes Interesse am Unternehmertum haben“, wie Prof. Blum berichtet. Aufbauend auf dieser nunmehr langjährigen bayerisch-indischen akademischen Verbindung, nahm Prof. Blum jüngst die Einladung zu einem erneuten Besuch an, bei dem er u.a. an der „7th Biennial Conference on the New Frontiers of Entrepreneurship“ am EDI teilnahm. Dabei wurde ihm, als „distinguished guest“ die Ehre zu Teil, auch als chairspeaker zu fungieren. Zur hochrangig besetzten Veranstaltung, Ehrengast war u.a. ein ökonomischer Berater des indischen Ministerpräsidenten, waren Praktiker und Wissenschaftler aus vielen Ländern eingeladen.

Elefanten genießen größte Wertschätzung...Die Konferenz beschäftigte sich mit den vielfältigen Aspekten der weltweit relevanten Thematik „Unternehmertum und Existenzgründung“. Die Themenbandbreite reichte von International & Corporate Entrepreneurship über Micro-Enterprises, Micro-Finance and Sustainable Entrepreneurship, über Unternehmertum im Öffentlichen Dienst, im Privaten Sektor, in Sozialen Organisationen und in bestimmten Innovationsfeldern bis hin zu Führungskompetenzen und der Rolle von Frauen in der Unternehmensführung.

„Die Konferenz zeigte eine unglaubliche Dynamik nicht nur in der indischen Ökonomie, sondern in vielen Bereichen der Gesellschaft“ zeigt sich Blum, selbst Professor in der Fakultät Betriebwirtschaft, beeindruckt. Auch wenn sich die Dynamik und die Gesellschaftsstruktur in Indien mit den deutschen Verhältnissen kaum vergleichen lasse, „ist gerade der Themenbereich Entrepreneurship für unsere Hochschule und für alle Fakultäten aus den Bereichen Technik, Wirtschaft und Soziale Arbeit ebenfalls von großer Bedeutung. Und dies nicht nur vor unserer Haustür, sondern im globalen Kontext“ erklärt Blum.

In Neu-Delhi fanden darüber hinaus mit der Hanns-Seidel-Stiftung wegen möglicher Kooperationsprojekte vor Ort weitere Gespräche statt. Den Kontakt zu den indischen Renommier-Instituten IIM und IDE, weitere Aktivitäten sind geplant, sowie zur Hanns-Seidel-Stiftung vor Ort, sieht Blum gerade vor dem Hintergrund des wichtigen Ziels der Internationalisierung der Hochschule als Bestätigung der Strategie der FH Landshut, die großen Wert auf internationale Kontakte rund um den Globus legt. „Wir gehen dabei den Weg, möglichst früh Trends zu erkennen und darauf aufbauend möglichst früh Kontakte zu herausragenden Partnern und Institutionen in der ganzen Welt herzustellen“ erklärt Blum die Strategie der Fachhochschule Landshut. Diese guten internationalen Beziehungen sollen letztlich wiederum den Studierenden der FH Landshut zugute kommen, um sie auf ihr zukünftiges Berufsleben in einer globalen Welt optimal vorzubereiten.

Updated: 31.10.2007
 
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