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In Praxisprojekt Prozesskette bei Kühne & Nagel optimiert

Präsentation vor dem Lenkunsteam des Projektes.Dass das Studium an der Fachhochschule Landshut keineswegs nur aus Theorie besteht, zeigt ein Seminar im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. In Zusammenarbeit mit Kühne & Nagel erarbeiteten die Studenten Konzepte zur Verbesserung der Prozesskette im Bereich der Vorverpackung und der Arbeitsplätze nach dem japanischen Kaizen-Modell.

Im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Projektarbeit in der Praxis“ hatten Prof. Dr. Markus Schmitt und Prof. Dr. Fritz Pörnbacher (beide Fakultät Elektrotechnik/Wirtschaftsingenieurwesen) zusammen mit Heiko Zimmermann, Prokurist beim Logistikdienstleister Kühne & Nagel und Lehrbeauftragter der FH, initiiert.

„Mit der Doppelfunktion als hochrangigem Manager und Dozenten ist Zimmermann der ideale Betreuer für ´Projektarbeit in der Praxis` erklärt Prof. Dr. Pörnbacher: „Die Theorie kann hier eins zu eins in die Praxis umgesetzt werden, eine klare Win-Win-Situation, sowohl für die Hochschule als auch für das Unternehmen, das von der externen Sichtweise der Studierenden profitieren kann.

Im Dynamikzentrum der BMW AG in Dingolfing wurden die Studenten mit der nicht einfachen Aufgabenstellung vertraut gemacht, die viel Eigeninitiative und Engagement erforderte und erbracht wurde. Die Aufgabe gliederte sich in die Optimierung der Prozesskette im Bereich der Vorverpackung und die daraus resultierende Verbesserung der einzelnen Arbeitsplätze nach dem japanischen Kaizen-Modell, das auf eine kontinuierliche Perfektionierung/Optimierung abzielt.

Für die erfolgreiche Bewältigung war eine enge Abstimmung mit den Mitarbeitern vor Ort Voraussetzung: „Nur mit regelmäßigen Besuchen bei Kühne & Nagel konnte ein Projekterfolg ermöglicht werden, da nur so von den Mitarbeitern direkt die nötige Information erfragt werden konnte. Es ging schließlich um sie und eine tatsächliche Verbesserung ihres täglichen Arbeitsumfelds“, berichtet Studentin Margot Höhne, die als Projektkoordinatorin fungierte. Für die Arbeitsplatzneugestaltung zum Beispiel befragten die Studenten die Mitarbeiter mit einem zielgerichtet formulierten Fragebogen, um diese aktiv in den Verbesserungsprozess einzubeziehen. Die Mitarbeiter waren sowohl bei der Beantwortung der Fragen wie auch bei der Gestaltung diverser Checklisten äußerst hilfsbereit.

Ein Lenkungsausschuss, der sich aus Prof. Dr. Schmitt, Prof. Dr. Pörnbacher, Heiko Zimmermann, Roland Winklhofer (Projektmanager bei Kühne & Nagel) und Bernd Strohmeier (Diplomand bei Kühne & Nagel) zusammensetzte, wurde für den Kick-Off, einen Zwischenstatus und die Abschlusspräsentation konsultiert. Die Ausarbeitung, Organisation und Planung der Projektarbeit lag in der Verantwortung der Studenten selbst.

Die abschließende Präsentation der Ergebnisse überzeugte auch die Unternehmensseite. „Die Studenten haben bei uns einen tollen Eindruck hinterlassen!“ kommentierte Zimmermann die Arbeit. „Sie haben bewiesen, dass ein so praxisbezogenes Lehrangebot gerade an einer Fachhochschule geschätzt und positiv wahrgenommen wird und das spricht für sich.“ Er will daher auch in Zukunft im Rahmen der Lehrveranstaltung „Projektarbeit in der Praxis“ aktiv mit der Fachhochschule Landshut zusammenarbeiten, „weil hier allen Beteiligten maximaler Lernerfolg gewährleistet wird.“

Auch Prof. Dr. Schmitt freut sich über das rundherum positive Ergebnis. Er sieht  bestätigt, „dass die vorherige Vorlesung Projektmanagement genau die Inhalte vermittelt, die in der Praxis dann relevant sind! Dieses Praxisprojekt ist für mich ein Gradmesser, der zeigt, dass die Studieninhalte praxisnahes Wissen vermitteln.“

Updated: 31.10.2007
 
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