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Wissen aus erster Hand in der Finanzmetropole Frankfurt

Bei der Exkursion nach Frankfurt:; Prof. Dr. Erwin Blum (links) mit der Reisegruppe.Einblicke und Informationen aus erster Hand erhielten 18 Betriebswirtschafts-Studenten des Schwerpunkts Bank-, Finanz- und Investitionswirtschaft der Hochschule Landshut bei einer Exkursion in die Finanzmetropole Frankfurt. Eingeladen durch den Landshuter Kreisverband der Genossenschaftsbanken standen Besuche bei der DZ-Bank und der Fondsgesellschaft Union Investment und Vorträge zu Themen von der US-Immobilienkrise bis zur Abgeltungssteuer auf dem Programm.

Die Exkursion nach Frankfurt hat bereits Tradition, seit über 25-Jahren bietet der Kreisverband den Studenten die Möglichkeit bei einer Exkursion nach Frankfurt, ins Zentrum der deutschen Finanzmärkte, Theorie und Praxis zu verbinden, Eindrücke vor Ort und Informationen von Spezialisten zu bekommen.

Organisiert von Anlagebetreuer Helmut Radlmeier und begleitet von Richard Erhardsberger, (beide Kreisverband der Volks- und Raiffeisenbanken Landshut) sowie Hochschulpräsident Prof. Dr. Erwin Blum und Prof. Joachim Kammer, ging es erst zur DZ-Bank, der Zentrale der deutschen Genossenschaftsbanken. In Vorträgen über die geschäftlichen Aktivitäten der DZ-Bank sowie zu den Themen Finanzinnovationen, der von den USA ausgehenden Subprime-Krise sowie Zins- und Konjunkturpolitik gab es viele Informationen.

So wurde dargestellt, wie Privatanleger anhand von Bonuszertifikaten mit weniger Risiko an der Aktienentwicklung partizipieren kann. Des Weiteren wurde auf die Entstehung der globalen Finanzkrise und deren Auswirkungen eingegangen, die der Bankenwelt immer noch schwer zu schaffen macht, sowie ein Ausblick auf die Zins- und Konjunkturentwicklung gegeben. Passend zum aktuellen Geschehen an den Märkten wurden auch die Punkte Dollarkurs, Rohölpreis und Inflation aufgegriffen und mit den Studenten diskutiert. Die Prognose der DZ Bank zum Thema Dollarkurs lässt auf ein Comeback der Währung schließen.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Abgeltungssteuer. Die Gruppe hörte einen Vortrag zu diesem Thema bei der Fondsgesellschaft Union Investment, einem der größten europäischen Anbieter von Aktien-, Renten- und Geldmarktfonds. Die Änderung der Abgeltungssteuer zum 01.01.2009 bringt grundlegende Änderungen mit sich: Zwar entfallen ab dem 01.01.2009 die einjährige Spekulationsfrist sowie das Halbeinkünfteverfahren, doch werden zukünftig sämtliche Kapitalerträge pauschal mit 25 Prozent (zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) besteuert.

Wie bei jeder Gesetzesänderung der Regierung zur Versteuerung der Kapitalerträge wird mit besonderem Interesse zu verfolgen sein, wie sich der Markt verhält. Die Union Investment rechnet mit sehr lebhaften Märkten zum Jahresende. Denn ein Anleger, der noch in diesem Jahr 100.000 Euro in einen Aktienfonds anlegt und damit jährlich eine Rendite von acht Prozent erwirtschaftet, bekäme nach dreißig Jahren über eine Million Euro ausbezahlt; die selbe Investition nach dem 1.1.2009 würde ihm wegen der Abgeltungssteuer nur rund 840.000 Euro einbringen.

Da bisher nur rund ein Drittel der Bevölkerung über die Gesetzesänderung informiert sei, setze die Bankenbranche momentan den Fokus auf die Information ihrer Kunden. Mit viel neuem Wissen und voller Eindrücke, wie z.B. dem beeindruckenden Rundblick über Frankfurt aus dem 50. Stock des DZ-Bankgebäudes, trat die Landshuter Gruppe die Heimreise an.

Updated: 12.01.2009
 
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