Beste südostbayerische Gründungskonzepte prämiert:
Zwei Teams der Hochschule beim ideenReich BPW erfolgreich
Achtundzwanzig Gründerteams hatten sich zum Businessplan-Wettbewerb ideenReich Südostbayern angemeldet. In vier Monaten hatten die Gründungsinteressierten in Workshops und Seminaren das nötige Wissen und unterstützende Coaches zur Seite gestellt bekommen, um ein erfolgreiches Geschäftskonzept entwickeln zu können. In Landshut wurden jetzt die drei besten Teams aus den Regionen Altötting, Mühldorf, Rottal-Inn und Landshut prämiert. Das erworbene Know-how, zahrleiche Kontakte und natürlich die wertvollen Preise werden die Teams ein Stück näher an die Gründung ihres Unternehmens bringen.
Regierungsbezirk übergreifender Wettbewerb erfolgreich gestartet
Eine Besonderheit des Wettbewerbs ist die Landkreis- und Regierungsbezirks-übergreifende Kooperation. Bei der Prämierung der Preisträger im Landshuter Salzstadel betonte Gastgeber OB Hans Rampf die Bedeutung des Themas Existenzgründung für alle beteiligten Regionen. Hierbei stelle der Businessplan-Wettbewerb ideenReich eine wertvolle Unterstützung dar. Ziel jedes Gründers sei, mit seiner Geschäftsidee wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Für Existenzgründer gäbe es neben den Prämien viele weitere Gründe, an dem Wettbewerb teilzunehmen: “Nicht nur dass man lernen könne, wie man einen Businessplan erstellt, wichtig seien die Wissensvermittlung zu Themen der Unternehmensführung, die Beratung von Coaches und besonders die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. OB Rampf dankte allen, die bei der schnellen Umsetzung des Wettbewerbs mitgeholfen haben, von der ersten Planung bis zur Prämierungsfeier sind nur neun Monate vergangen.
Die drei Landkreise Altötting, Mühldorf, Rottal am Inn, Kreis und Stadt Landshut hatten den überregionalen Wettbewerb zusammen mit den Kammern in Ober- und Niederbayern gegründet, um die Existenzgründerkultur in der Region langfristig zu stärken, unterstützt durch das bayerische Wirtschaftsministerium. Dabei wurde auf die Erfahrungen des Münchner Businessplan-Wettbewerbs (MBPW) aufgebaut, einer der weltweit erfolgreichsten Gründerwettbewerbe. Auch zeigte sich beeindruckt, „von der Schnelligkeit und dem Erfolg der Umsetzungen des neuen regionalen Ablegers, der den Erfolg des Konzeptes noch mal zeige“. Er bot den ideenReich-Teilnehmern an, auch weiterhin das Netzwerk und Know-how des Münchner Wettbwerbes zu nutzen, der mittlerweile rund 500 Unternehmen bei der Gründung unterstützt hat und über ein hervorragendes Netzwerk verfüge.
Die Bilanz von ideenReich lässt sich sehen: Insgesamt konnten bei neun kostenlosten Abendseminaren 120 Teilnehmer, Gründer und Jungunternehmer, mobilisiert und mit Themen rund um Unternehmensgründung und -führung, unterstützt werden. Für Projektleiter Harald Wagner von der Hochschule Landshut besonders erfreulich, dass das Landkreisübergreifende Konzept dabei aufgegangen ist, die Teilnehmer kamen aus allen beteiligten Kreisen. Es registrierten sich 28 Teams mit Ihrer Geschäftsidee, pünktlich zur Abgabefrist wurden 20 Geschäftskonzepte eingereicht.
Knappe Entscheidung bei den drei Top-Teams
Eine Jury aus erfahrenen Unternehmern und Investmentmanagern hatte die schwierige Aufgabe, die Geschäftskonzepte zu bewerten. Pro Geschäftsidee gab es drei schriftliche Bewertungen woraus die nominierten Finalisten hervorgingen. Am Nachmittag vor der Prämierung mussten sie die elfköpfige Jury bei einer Kurzpräsentation noch einmal von ihrem Produkt und zusätzlich von ihrem Verkaufstalent überzeugen und sich kritischen Fragen stellen. Und diese Runde gab schließlich den endgültigen Ausschlag.
„Bei der Bewertung der Businesspläne hatten sich drei Spitzenteams herauskristalisiert, die Entscheidung für die ersten Plätze war hauchdünn“, betonte Juror Sascha Schnürer, Geschäftsführer der topline GmbH. Harald Wagner bedankte sich bei allen Juroren, Coaches für ihr ehrenamtliches Engagement, und den Sponsoren für ihre Unterstützung. Sie alle hätten den Wettbewerb erst möglich gemacht.
Den Sieg erlangte schlussendlich das an der Hochschule Landshut beheimatete Gründungsteam der ASTASO GbR. Matthias Frick nahm stellvertretend für sein Team, das durch einen Messeaufenthalt verhindert war, den Preis entgegen. Eine Prämie in Höhe von 2.500 Euro und Sachpreise, welche eine wertvolle Unterstützung bei der Realisierung der Ideen geben. Von Beratungsleistungen bis zur mietfreien Unterbringung in regionalen Gründerzentren.
Zwei Teams der Hochschule hatten die Nase vorne
Das Landshuter Gründerteam mit Jan Veit, Michael Haltmaier und Matthias Frick hat es sich zum Ziel gesetzt, eine innovative Software für die statistische Prozesskontrolle zu entwickeln. Dabei werden rein statistische Verfahren durch physikalisch basierte Verfahren erweitert, welche eine genauere und effektivere Fehlererkennung ermöglicht. Beste Chancen für ASTASO sieht Frick, weil „der bis dato starre Ansatz eines verborgenen Quellcodes durch die Quelloffenheit des neuen Produktes aufgebrochen wird. Zukünftige Kunden profitieren durch die leichtere Einbindung in bestehende Produktionsprozesse, sowie durch eine erhebliche Aufwands-und Kostenminimierung. Musste bisher entweder auf ein kommerzielles Produkt oder eine eigene Inhouse-Entwicklung gesetzt werden, versteht sich das ASTASO Produkt als Entwicklungsumgebung, welches den Kunden die Möglichkeit bietet, eine schnelle Modulentwicklung zu betreiben.
Der zweite Platz ging an das Team Nobis - Communication Services, ebenfalls von der Hochschule Landshut. Die Landshuter Gründer Oskar Hallensleben, Richard Kulzer, Andreas Westermaier haben sich zum Ziel gesetzt, mit Ihrer Geschäftsidee die Telekommunikation einfacher zu machen. Eine Verbundlösung für Telefonie & Internet, die die eigenen Geräte, Kontakte und Inhalte clever vereint.
