Eggenfeldener Schülerinnen gestalten neuartiges Leichtbau-Skateboard
Normalerweise bestehen Skateboards aus Holz, was jeder Skater
spätestens dann schmerzlich bemerkt, wenn das Brett entzwei geht. Ein
Projekt an der Hochschule Landshut zusammen mit der
Karl-von-Closen-Gymnasium in Eggenfelden will jetzt neue Wege gehen: In
der Fakultät Maschinenbau der Hochschule wird ein Board aus
Leichtbau-Materialien entwickelt, die äußere Gestaltung wird nach den
Entwürfen von Schülerinnen des Eggenfeldener Gymnasiums erfolgen.
Die Schülerinnen von zwei 10. Klassen hatten betreut durch Kunstlehrerin Brunhilde Huber die Möglichkeit, Entwürfe abzugeben; die drei besten Skateboards wurden kürzlich an der Hochschule prämiert, Der erste Preis ging an Nathalie Waßmuth, Elisabeth Schiefer und Claudia Golginger belegten die Plätze zwei und drei. Für ihre hervorragenden Entwürfe konnten die drei Schülerinnen nicht nur die Glückwünsche von Projektleiter Prof. Dr. Otto Huber, sondern auch Preisgelder in Höhe von 100, 75 und 50 Euro entgegen nehmen.
An der Hochschule beschäftigten sich Studenten innerhalb des
Projektes Leichtbau mit der Bauweise und der Konstruktion eines
neuartigen Skateboards, das höher Belastungen aushalten soll. Dabei
wurde auf die ursprüngliche Holzbauweise verzichtet und stattdessen
neuartige Leichtbaumaterialien eingesetzt. In einem ersten Schritt
wurden die üblichen Holz-Skateboards im Labor für
Leichtbau-Konstruktion auf ihr Steifigkeits- und Festigkeitsverhalten
untersucht.
Dann gingen die Studenten daran, ein neues Board in „Sandwichbauweise“ zu entwickeln. Es sollte mindestens die gleichen mechanischen Eigenschaften wie die Holzbauweise haben, dies bei einer deutlich längeren Lebensdauer. Die Maschinenbau-Studenten konstruierten ein Board, bei dem die innere Schicht aus Glasschaumgranulat besteht, das aus Altglas gewonnen wird, und mit einer transparenten Kunststoffmatrix infiltriert wird. Verstärkt wird das ganze „Brett“ mit einer Glasfaserschicht, den nötigen Grip wird an der Oberseite ein transparentes Quarzgut geben, das gleichzeitig als Verschleißschutz dient.
Nach der Konstruktionsarbeit und nach den grafischen Entwürfen der Schülerinnen soll in diesem Semester der Fertigungsprozess entwickelt werden und ein Prototyp entstehen. Dieser wird dann im Labor aber auch bei realen Fahrversuchen getestet werden und diese Belastungen hoffentlich möglichst unbeschadet überstehen.
