CSU-Abgeordnete: an der Hochschule Landshut vorbildliche Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
Geballte CSU-Kompetenz an der Hochschule Landshut: Fünf niederbayerische CSU-Landtagsabgeordnete besuchten die Hochschule, um sich - falls noch nicht geschehen - einen persönlichen Eindruck zu verschaffen, und sich über hochschulpolitische Themen auszutauschen. Initiiert hatte das Treffen MdL Bernd Sibler (Deggendorf), der auch Vorsitzender des Landtags-Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur ist; er wurde begleitet von den MdLs Erwin Huber (Dingolfing-Landau, der auch Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule Landshut ist), Gertraud Goderbauer (Landshut), Reserl Sem (Rottal-Inn) und Josef Zellmeier (Staubing-Bogen).
Hervorragende Zusammenarbeit Hochschule - Wirtschaft
Wie Siebler betonte, stehe man mit der Hochschule Landshut im regen Kontakt, der Besuch habe aber die Gelegenheit geboten, sich einen zusätzlichen intensiven Eindruck zu verschaffen und sich auszutauschen. Für ihn ist besonders bei Hochschulen für angewandte Wissenschaften der Kontakt zu Unternehmen von größter Bedeutung. Bei dem Besuch habe sich der Eindruck noch verstärkt, dass diese Zusammenarbeit in Landshut hervorragend funktioniere. Auch Erwin Huber betonte, dass im Bereich des Wissens- und Technologietransfer gerade in Landshut, u.a. mit den beiden Clustern Leichtbau und Mikrosystemtechnik, angewandte Forschung vorbildlich in die Praxis übergeführt werde und damit gerade die klein- und mittelständischen Unternehmen gestärkt würden.
Bei einem Rundgang durch die Hochschule zeigten sich die Abgeordneten beeindruckt von dem hohen Anwendungsbezug der Lehre und den vielfältigen Kooperationen mit der Wirtschaft. Prof. Dr. Gudrun Schiedermeier (Fakultät Informatik) erläuterte im Robotik-Labor die von Studierenden durchgeführten Programmierarbeiten und führte einen Roboter vor, der sich selbständig seinen Weg an den Grenzen eines Raumes sucht. Im Hybrid-Labor führte Hans Gillhuber Produkte vor, die hier im Auftrag der Wirtschaft entwickelt wurden. Prof. Dr. Otto Huber gab einen Einblick in die Leichtbau-Technologien, zeigte innovative Materialien und führte einen kleinen Exkurs in die Schwingungslehre durch. Im Labor für Fahrzeugtechnik nutzte Bernd Sibler das Angebot von Prof. Jürgen Zimmer, selbst auf dem Allrad-Prüfstand Gas zu geben.
Qualität des Studiums muss erhalten bleiben
Im anschließenden Gespräch mit der erweiterten Hochschulleitung (mit den Dekanen der Fakultäten), wurden schließlich hochschulpolitische Themen diskutiert. Ein Hauptthema bildete dabei die sog. "leistungsorientierte Durchlässigkeit", die es ab diesem Wintersemester auch Gesellen mit Berufserfahrung ermöglicht, an Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu studieren. Dabei waren sich beide Seiten einig, dass diese weitere Öffnung und die damit verbundene Stärkung der Berufsbildung begrüßenswert sei. Dabei müsse aber "das Studium auf dem jetzigen hohen Niveau bleiben," wie Gertraud Goderbauer ausführte. Um Gesellen ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen, seien deshalb vorbereitende Bildungsangebote wichtig. "Auch wir Hochschulen müssen im Bereich Pre-Studium aktiv werden, um die Studierfähigkeit dieser neuen Zielgruppe zu erhöhen," erklärte Hochschulpräsident Prof. Dr. Erwin Blum.
Die Einführung von berufsbegleitenden Bachelor-Studiengängen sei ebenfalls ein wichtiges Thema, um Menschen, die im Beruf stehen, die Möglichkeit zum akademischen Abschluss zu eröffnen. Dies sei gerade in technischen Berufen wichtig, in denen trotz der aktuellen Wirtschaftskrise immer noch ein großer Mangel an Absolventen herrsche, sind die Gäste überzeugt.
Auch das Thema Hochschulausbau wurde aufgegriffen. Für Erwin Huber stellt das ehrgeizige Ziel der Hochschule Landshut, 975 zusätzliche Studienplätze bis 2011 aufbauen zu wollen, eine klare Stärkung der Hochschule und der Region dar. Denn der Ausbau sei auch mit zusätzlichen Personalstellen verbunden. Gertraud Goderbauer betonte, dass die Entscheidung, die bestehende Hochschule auszubauen und nicht auf andere Angebote zu setzen, der richtige Weg gewesen sei, um die Region zu stärken. Dies umso mehr,als die Hochschule den Anspruch "regional verwurzelt - international orientiert" nicht nur erhebe sondern auch tatsächlich lebe, wie Erwin Huber bemerkte.
