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Praxiseinblick in Finanzmetropole Frankfurt  

Die Landshuter Studenten/innen in Frankfurt mit Prof. Dr. Erwin Blum und Prof. Kammer (links) und den Organisatoren.Eine Studentengruppe der Hochschule Landshut verschaffte sich in Frankfurt Einblicke in die Finanzwelt. Zur Vertiefung ihres Studiums hatte der Kreisverband der Volks-und Raiffeisenbanken eine Studentengruppe der Hochschule Landshut- mit Schwerpunkt Bank-,Finanz-und Investitionswirtschaft und aus dem Bereich Marketing, zu einer zweitätigen Studienreise nach Frankfurt und Wiesbaden eingeladen.

Mit Hilfe von Vorlesungen und externen Seminaren managen die Studenten/innen  seit Oktober vergangenen Jahres ein Wertpapierdepot mit fiktivem Kapital von 250 000 Euro. Die Studienfahrt bot eine gute Gelegenheit, das erworbene Wissen über die Kapitalmärkte weiter zu vertiefen und aktuelle Informationen aus der Praxis zu erhalten. 

Mit ihrem Dozenten und Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Erwin Blum, Marketing-Dozent Prof. Joachim Kammer, Direktor Richard Erhardsberger als Vorsitzenden des Kreisverbandes und Finanzbetreuer Helmut Radlmeier, hatten die Kommilitonen/innen Experten dabei, die ihnen mit fachlicher Betreuung zur Seite standen. 

Einen Zinsausblick mit dem Thema "Ende der Krise- oder Krise ohne Ende? "  erhielt die Studentengruppe vom Leiter Research Dr. Jan Holthusen. Von der Boomphase mit massivem Einsatz von Krediten über die Korrekturphase mit einer Verteuerung/Verknappung von Liquidität  bis zur Übertreibung mit einer massiven Unterbewertung von Vermögenswerten erläuterte der Finanzspezialist ausführlich ein typisches Muster der aktuellen Finanz-und Wirtschaftskrise.  

Neben der Ölpreisentwicklung in den letzten fünf Rezessionen wurden Charts mit Ursachen  der tiefsten Rezession seit der Nachkriegszeit erläutert und kontrovers diskutiert. Als wichtige Aussage stellte der Analyst heraus, dass 2010 eine Stabilisierung am Rentenmarkt , aber kein Aufschwung zu erwarten sei. "In den USA werden die Zinsen niedrig bleiben und in der EWU möglicherweise noch weiter gesenkt", so Dr. Holthusen. Auf lange Sicht sei eine deutlich restriktivere Fiskal-Politik erforderlich. Auch die  inflatorischen, politischen und konjunkturellen Einflüsse auf die Weltwirtschaft wurden anschaulich in verschiedenen Szenarien verdeutlicht.

Aktienanalyst Falko Block skizzierte die aktuelle Lage der Finanzmarktkrise mit einem weiterhin schwierigem US-Immobilienmarkt. Positiv stellte er heraus, dass die massive Liquiditätszufuhr der Zentralbanken Wirkung zeige und sich die Stabilität des Bankensystems im Vergleich zum Herbst erhöht habe.  Für Aktienanleger sehe er die Bodenbildung zwar erreicht, von Euphohrie könne man aber trotz der letzten Kurssteigerungen nicht reden.

Am zweiten Tag der Fachexkursion wurde die R+V-Versicherungsgruppe als Verbundpartner der Genossenschaftsbanken in der Zentrale in Wiesbaden besucht. Den Teilnehmern wurde neben  einem Gesamtüberblick der Versicherungs-Angebote, der Bereich  Logistik im Hause  nähergebracht. Insbesondere über  die Marketingstrategien für den Vertrieb und die Zusammenarbeit mit den Primärbanken wurde diskutiert.     

Prof .Dr. Erwin Blum dankte bei einem gemeinsamen Abendessen in "Sachsenhausen" den Verantwortlichen für die Organisation des "externen Hochschulunterrichts" , mit seinen "hoch informativen praxisbezogenen Vorträgen". Neben der fachlichen Seite zeigte sich die Landshuter Besuchergruppe vom grandiosen Ausblick aus 208 Metern Höhe aus dem Verwaltungshochhaus der Deutschen Zentralbank beeindruckt.

Updated: 23.11.2009
 
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