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Förderprogramme: Nutzen für KMUs in Kooperation mit Hochschulen

Dr. Ralf Hartmann (AIF) stellt die Fördermöglichkeiten im Rahmen von ZIM vorGerade für kleine und mittelständische Unternehmen bieten Fördergelder des Staates eine wertvolle Hilfe, um neue Ideen zur Marktreife zu bringen. Gerade die Zusammenarbeit mit Hochschulen bietet hier vielfältige Möglichkeiten. Die Infoveranstaltung „Förderung von Innovations- und Entwicklungsprojekten für kleine und mittelständische Unternehmen“, in Kooperation zwischen IHK, Landkreis Landshut und Hochschule Landshut, gab Einblicke in verschiedene Förderprogramme und speziell in das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ des Bundes.

Zusätzlich nutzten die rund 100 Unternehmensvertreter die Gelegenheit sich über die Kooperationsmöglichkeiten mit der Hochschule Landshut zu informieren; dies bei einem Rundgang durch die Labore und bei einer Präsentation von Vizepräsident Prof. Dr. Helmuth Gesch, der die vielfältigen Kompetenzfelder und Kooperationsmöglichkeiten speziell im Bereichen Technik sowie in den beiden Clustern Leichtbau und Mikrosystemtechnik vorstellte. Und gerade die Zusammenarbeit mit Hochschulen bringt Unternehmen Vorteile: KMUs können im Bereich der Forschung und Entwicklung auf das Know-How und die modernen Ausstattung der Hochschulen zurückgreifen, zusätzlich können finanzielle Mittel und auch personelle Unterstützung über Förderprogramme beantragt werden.

Rund 100 Vertreter/innen von Unternehmen nutzten die Gelegenheit sich über Fördermöglichkeiten zu informieren.Einen zusammenfassenden Einblick über mögliche Förderprogramme und speziell über er regionale Fördermöglichkeiten gab Wolfgang Maier, Leiter der Wirtschaftsförderung bei der Regierung von Niederbayern. Über die Regionalförderung sei z.B. die Unterstützung von Unternehmen bis 250 Mitarbeiter grundsätzlich in ganz Niederbayern möglich. Außerdem gäbe es über den Rettungsschirm Bayern gerade bei Liquiditätsproblemen von KMUs die Möglichkeit, ein Mittelstandskreditprogramm in Anspruch zu nehmen oder Investitions- und Betriebsmittelbürgschaften zu nutzen. Dabei gab er den Tipp, immer als ersten Schritt eine Förderung zu beantragen, dies solle unbedingt erfolgen, bevor andere Vereinbarungen geschlossen würden.

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) stellte Referent Dr. Ralf Hartmann vom Förderträger des Programms, dem AiF in Berlin, vor. Ziele von ZIM seien, Forschung und Entwicklung zu ermöglichen und letztlich die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördere damit Kooperations- und Netzwerkprojekte zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie z.B. der Hochschule Landshut. Er zeigte auf, wie Unternehmen an diese Fördermittel gelangen und erläuterte Anforderungen, die erfüllt werden müssen.

Vizepräsident Prof. Dr. Helmuth Gesch informierte über Kooperationsmöglichkeiten mit der Hochschule Landshut. So sei eine Voraussetzung, dass das zu entwickelnde Produkt oder Verfahren Marktchancen eröffnen würden, einen technologischen Fortschritt darstelle und ganz konkret die Schaffung neuer Arbeitsplätze mit sich bringe. Das Programm richte sich grundsätzlich an Klein- und Mittelständler, über den Konjunkturpakt II sei aber eine Förderung auch von Unternehmen bis 1000 Mitarbeitern möglich. Im Schnelldurchgang führte Dr. Hartmann durch die rund 20 Seiten des Antragsformulars. Harte Zahlen über die Unternehmensentwicklung werden hier ebenso abgefragt, wie eine detaillierte Planung des Forschungsprojekts oder Angaben zum Personalaufwand.

Den Eindruck eines zu großen bürokratischen Aufwands entkräftete Gerrit Blümelhuber, der als Ingenieur und Leiter der Forschung und Entwicklung der Doemens Academy GmbH, einem ZIM-gefördertes Projekt zusammen mit der Hiller GmbH aus Vilsbiburg Zentrifugentechnik für Brauereien entwickelt. „Stellen Sie einen Antrag“ ermuntert er die Teilnehmer. Das Ausfüllen habe ihn rund eineinhalb Stunden Zeit gekostet, sein Kollege aus der Buchhaltung sei mit 20 Minuten schneller gewesen. Denn habe man ein Forschungsprojekt sauber geplant und durchkalkuliert, so lägen die benötigten Angaben bereits vor.

Weitere Informationen zu Technologieförderung und ZIM bietet die IHK-Innovationsberatungsstelle (Tel. 0851 507-348) oder das Kompetenzzentrum der Hochschule Landshut,  per , Tel. 0871-506-132, das auch Ansprechpartner für Kooperationsprojekte ist. 

Updated: 23.11.2009
 
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