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Erfolgreiche Zusammenarbeit dreier bayerischer Netzwerke beim Forum Multi Material Design für Leichtbauanwendungen

Prof. Dr. Otto Huber vom Leichtbau Cluster mit Mihail Calomfirescu (Siemens AG), der über Hybridbauweise in der Bahntechnik referierte.In der Zusammenarbeit zwischen Netzwerken liegt das Potenzial für den branchenübergreifenden Dialog zu komplexen Themenstellungen. Dieses zeigte sich in besonderer Weise beim Forum „Multi Material Design für Leichbauanwendungen“, das am 24. April 2009 an der Hochschule Landshut stattfand.

Bayerns starke Netzwerke rund um das Thema Leichtbau,  Carbon Composites e.V., der Leichtbau-Cluster und der Cluster Neue Werkstoffe mit Ihren jeweiligen regionalen und thematischen Stärken, setzten mit der Veranstaltung neue Impulse: Die bereits in der Vergangenheit enge Zusammenarbeit wurde mit dem Forum erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und darauf aufbauend sollen weitere Aktivitäten folgen.

Gemeinsam hatten sie die Veranstaltung konzipierten und organisiert, zu der Stefan Kiermaier, Kanzler der Hochschule Landshut rund 70 Teilnehmer begrüßen konnte. Im Zentrum des Forums standen Konzepte und Anforderungen für moderne Materialkombinationen in Bahntechnik, Luftfahrt und Automobil.

Die werkstoffbezogenen Prozessketten für Leichtbauanwendungen zeichnen sich durch ihre Komplexität und eine weitreichende Hebelwirkung in Bezug aufinnovative Produkte aus. Branchen übergreifend müssen Werkstofflösungen eine zunehmende Vielfalt an Anforderungen erfüllen, die neben der Leichtbaufunktion auch ökologischen und ökonomischen Belangen Rechnung tragen müssen. In Bezug auf das „Zukunftsfeld Werkstofftechnologien“, dem die Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft eine aktuelle Studie widmet, nehmen die Multi-Material-Systeme und Mischbauweisen eine bedeutende Rolle ein.

Dies unterstrich Dr. Ursula Eul, Geschäftsführerin des Fraunhofer-Verbundes Werkstoffe, Bauteile in ihrem Einführungsvortrag, der die Bedeutung der Werkstoffforschung in der Hightech-Strategie der Bundesregierung erläuterte und auf die Studie Bezug nahm. Dass den werkstoffgetriebenen Innovationen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine bedeutende Rolle zukommt, wurde auch von den nachfolgenden Referenten bestätigt.

Die erste Kooperationsveranstaltung der drei Netzwerke zog rund 70 Fachleute aus dem Leichtbausektor an.Gerade im Bereich der Mobilität erfüllt ein Werkstoff alleine oder eine einzelne Verarbeitungstechnologie meist nicht mehr alle Bedürfnisse. Vielmehr gilt es zukünftig über innovative Multi-Material-Systeme und Hybridbauweisen Technologieplattformen bereit zu stellen. Beispiele hierfr präsentierten Audi, Eurocopter und Siemens, wobei die Bandbreite der Werkstoffe von Faserverbundmaterialien, bis hin zu Leichtmetallen und hochfesten Stählen reichte.

Speziell im Beitrag von Frank Venier von Leichtbauzentrum der Audi AG wurde dabei deutlich, dass Multi Material Design nicht nur die Werkstoffarten betrifft, sondern ebenso eine Mischbauweise aus unterschiedlichen Halbzeugen oder Materialgüten zu einem optimalen Ergebnis führen kann. In der Luftfahrt findet Multi Material Design im Bereich der Sandwichbauweisen bereits vielfältigen Einsatz. Rainer Kehrle vom Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart zeigte das Potential der Sandwichstrukturen auf, wies aber zugleich darauf hin, dass aus Gründen der Schadenstoleranz, das Leichbaupotential oft nicht voll ausgeschöpft werden kann. Für die Anwendung von Sandwich-und Faserverbundbauweisen, spielt das Schadensmonitoring demnach auch eine bedeutende Rolle. Die Möglichkeiten für ein kontinuierliches Structural Health Monitoring, vorgestellt von Dr. Andreas Büter vom Fraunhofer LBF, rundeten die Veranstaltung ab.

Im branchen- und netzwerkübergreifenden Dialog ergaben sich bei diesem Forum die besten Voraussetzungen, um Fragen der wirtschaftlichen Herstellung, des Einsatzverhaltens oder der Lebensdauer von Multimaterialsystemen zu erörtern und gemeinsame Lösungen finden.

 

Updated: 23.11.2009
 
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