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Erweiterter Landshuter Familienwegweiser der Öffentlichkeit übergeben

Bei der Übergabe des Familienwegweisers (v.l.n.r): Prof. Dr. Clemens Dannenbeck, Birgit Flory, MdL Dr. Andreas Fischer, MdL Erwin Huber, Prof. Dr. Mechthild Wolff, MdL Gertraud Goderbauer, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Landshuts OB Hans Rampf, Petra Strohmaier, Leiterin Pestalozzi-Schule. Der 2007 erstmals in Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadt Landshut aufgelegte Familienwegweiser wurde überarbeitet und um das Thema Barrierefreiheit erweitert. Im Rahmen der Niederbayernschau stellte Projektleiterin Prof. Dr. Mechthild Wolff (Dekanin der Fakultät Sozialen Arbeit) den „Landshuter Wegweiser - familienfreundlich und barrierefrei durch die Stadt“ mit Landshuts OB Hans Rampf der Öffentlichkeit vor. Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner lobte das bundesweit wohl einmalige Projekt ebenso wie OB Rampf als hervorragende Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadt. Der Wegweiser biete Familien und auch von Mobilitätseinschränkungen Betroffenen eine wertvolle Hilfestellung. Mit von der Partie waren bei der Präsentation auch die Landtagsabgeordneten Erwin Huber (zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule), Gertraud Goderbauer und Dr. Andreas Fischer.

Aus zwei studentischen Projekten entstanden

Die Recherchen und Ideen von zwei studentischen Projekten an der Hochschule Landshut bilden den Hintergrund für den neuen Wegweiser: Einerseits wurden Informationen zur Familien- und Kinderfreundlichkeit aufgenommen, die 2007 erstmals von einer studentischen Gruppe recherchiert wurden. Andererseits entwickelte im selben Jahr eine andere Projektgruppe einen Kriterienkatalog zur Beschaffenheit von Räumlichkeiten und zu möglichen Barrieren für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Beide Informationsbereiche wurden nunmehr im Wegweiser zusammengeführt. Ein studentisches Team der Fakultät Soziale Arbeit hat den Wegweiser unter der Leitung von Prof. Dr. Mechthild Wolff und Prof. Dr. Clemens Dannenbeck jetzt grundlegend überarbeitet. Er enthält Informationen zu den Bereichen Ämter, Bauen und Wohnen, Beratung, Unterstützung und Hilfe, Bildung und Erziehung, Einkaufen, Freizeit und Kultur, Gesundheit, Mobilität und Verkehr sowie Religion. Im Wegweiser wurde auch das Leitbild „Familienfreundliche/kinderfreundliche Stadt“ der Stadt Landshut sowie des lokalen Bündnisses für Familie von Stadt und Landkreis Landshut aufgenommen.

Informierten sich eingehend bei den Projektverantwortlichen über das Projekt Familenwegweiser: Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, MdL Erwin Huber und OB Hans Rampf.Das mehr als 250-seitige Buch, für das Mitarbeiterin Birgit Flory weitere Nachrecherchen erstellt hat, konnte Dank der finanziellen Unterstützung der Stadt Landshut und der Hochschule Landshut gedruckt werden. Gestaltet wurde der Wegweiser mit Bildern von Schülern/innen der Pestalozzischule. Der Wegweiser ist kostenfrei und die Neuauflage wird bei der Niederbayernschau am Stand der Hochschule Landshut an Interessierte abgegeben. Nach der Niederbayernschau können weitere Exemplare an der Fakultät Soziale Arbeit (Tel. 0871-506-441) abgeholt werden. Neu ist auch, dass der Wegweiser zukünftig von allen Interessierten, die im Wegweiser aufgenommen werden wollen, selbst im Internet erstellt werden kann.

Daten können von Einrichtungen, Geschäften usw. selbst aktualisiert werden

Thomas Rogler, Projektbeteiligter der Stadt Landshut, hat die Grundidee des Kriterienkatalogs zur Familien- und Kinderfreundlichkeit sowie zur Barrierefreiheit aufgenommen und in das Konzept des neuen Stadtinformationssystems (http://stadtplan.landshut.de) (ext.) integriert. Ab sofort ist es möglich, dass sich Einrichtungen, Dienste, Gewerbetreibende und alle Dienstleister selbst im Internet mit ihren Detaildaten zur Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit eintragen können. Das Prädikat „Familien- oder Kinderfreundlichkeit“ und „Barrierefreiheit“ wird aber nicht mehr an bestimmte Kriterien gebunden, sondern jede Bürgerin und jeder Bürger kann aufgrund der eingetragenen Informationen im Stadtinformationssystem selbst darüber entscheiden, ob es sich um ein familienfreundliches und barrierefreies Angebot handelt. Mit anderen Worten: Erst die Sichtung der Detailinformationen wird Aufschluss darüber geben, welche Vor- und Nachteile das Angebot für die jeweilige Person – je nach individueller Bedürfnislage – aufweist.

Mit diesem gemeinsamen Projekt gehen Stadt und Hochschule Landshut bundesweit neue Wege. Derzeit gibt es keine andere Stadt, die ein solches Konzept verfolgt oder die auf einer zentralen Internet-Seite eine derartig gestaltete und umfangreiche interaktive Eingabemöglichkeit für ihre Dienstleister eröffnet. Damit das Gesamtkonzept aufgeht, müssen sich diese aktiv beteiligen und ihre Daten im Stadtinformationssystem der Stadt Landshut eintragen. Die Projektidee ist im Interesse von Familien mit kleinen Kindern, aber auch von Menschen mit besonderen Mobilitätsbedürfnissen. Sollte das Konzept aufgehen, können BürgerInnen nun selbstbestimmt Informationen einstellen, sich aber auch gleichzeitig breit informieren. Vor diesem Hintergrund verstehen sich der Wegweiser und die Struktur des Stadtinformationssystems der Stadt Landshut als grundlegende Beiträge zur Entwicklung eines familienfreundlichen und barrierefreien öffentlichen Gemeinwesens. 

 


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Updated: 23.11.2009
 
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