Beste südostbayerische Gründungskonzepte prämiert –
Landshuter Team „ringbach“ belegt Platz drei
Nicht nur eine innovative Idee, sondern auch ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell waren gefragt, beim ideenReich Businessplan-Wettbewerb. Das Landshuter Team „ringbach“ belegte bei der Prämierung in Burgkirchen mit seiner Idee der Umsetzung von individuellen Automatisierungslösungen und dem Vertrieb der damit gefertigten Waren, den hervorragenden dritten Platz.
Benedikt Häring und Niki Haybach, die derzeit an der Hochschule Landshut ihr Geschäftsmodell entwickeln, sehen in ideenReich eine hilfreiche und wichtige Einrichtung: „Den Geschäftsplan einer Unternehmensgründung durch kompetente Juroren validieren zu lassen ist eine sehr gute Vorbereitung für die zukünftige Investorensuche. Ideenreich ermöglicht dies und bietet darüber hinaus eine Möglichkeit, regional den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern."
Mit ideenReich Existenzgründerkultur langfristig stärken
Der Businessplan-Wettbewerb ideenReich bietet allen, die den Sprung in die Selbständigkeit planen, wertvolle Hilfestellungen. Die drei Landkreise Altötting, Mühldorf, Rottal am Inn, Kreis und Stadt Landshut hatten den überregionalen Wettbewerb zusammen mit den Kammern in Ober- und Niederbayern gegründet, um die Existenzgründerkultur in der Region langfristig zu stärken. Dabei wurde auf die Erfahrungen des Münchner Business Plan Wettbewerbs (MBPW) unter der Projektleitung der Hochschule Landshut gemeinsam aufgebaut.
Landrat Erwin Schneider, der für Altötting als gastgebenden Landkreis der Prämierungsfeier die Begrüßung vornahm, betonte, wie wichtig ein Businessplan sei, in dem von der Idee bis zum marktfähigen Produkt und dem richtigen Unternehmenskonzept die Grundlage für eine erfolgreiche Gründung gelegt werde. ideenReich biete hier wertvolle Hilfen, allerdings seien auch nach der Gründungsphase Ideen nötig, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Zusätzlich hätten alle Teilnehmer am Wettbewerb etwas Wichtiges gelernt: „Alleine als Einzelkämpfer kommt man schwierig ans Ziel“, schon während des Wettbewerbes hätten die Teilnehmer Ratschläge von Fachleuten angenommen „bewahren Sie sich das“ rief er die Teilnehmer auf.
In seinem Grußwort freute sich Dr. Lothar Semper, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer für München und Oberbayern über den Erfolg von ideenReich. Denn „in Zeiten wie heute sind Mutmacher gefragt, die Ideen haben und mit diesen auf den Markt gehen.“ Er erläuterte, dass zusätzlich all jene, die einen Betrieb übernehmen wollen und somit wichtig für die Erneuerung der Wirtschaft seien, hier eine wertvolle Hilfestellung erhalten würden.
Viele innovative Konzepte in allen beteiligten Regionen
Mit der Resonanz der zweiten ideenReich-Saison ist Harald Wagner, Projektleiter von der Hochschule Landshut, hoch zufrieden „Rund 150 Teilnehmer/innen haben an den neun begleitenden Veranstaltungen teilgenommen, 33 Gründerteams mit innovativen Ideen aus allen beteiligten Regionen haben sich für die Teilnahme am Wettbewerb registriert.“ Ausgestattet mit dem nötigen Wissen und betreut durch erfahrene Coaches wurden letztendlich 17 Gründungsideen fristgerecht eingereicht.
Eine Jury aus erfahrenen Unternehmern und Investmentmanagern hatte die schwierige Aufgabe, die Geschäftskonzepte zu bewerten. Pro Geschäftsidee gab es drei schriftliche Bewertungen woraus schließlich neun nominierte Finalisten hervorgingen. Die Entscheidung fiel bei einer Kurzpräsentation bei der die Aspiranten die zehn Juroren noch einmal von ihrem Produkt sowie von ihrem Verkaufstalent überzeugen und sich kritische Fragen gefallen lassen mussten.
Bereits patentierte Produkte auf den ersten Plätzen
Den Sieg in der zweiten ideenReich-Saison erlangte schlussendlich das Gründungsteam der Pasquart GmbH mit Sitz in Altötting. Dies mit einem Konzept von Monika Köhler und Dr. Jürgen Schübel, einer biologisch einsetzbaren und patentrechtlich geschützten Substanz, die bei der Begrünung und Bodenfestigung sowie als Flockungshilfsmittel in Kläranlagen eingesetzt wird.
Die Teilnahme am Wettbewerb hat sich auch für Andreas Aicher aus Mettenheim mehr als gelohnt. Mit seiner Geschäftsidee "Nokil", einem patentierten vollbiologischen Schädlingsabwehrsystem für zivile Einrichtungen, in erster Linie Hotels, vor Kakerlaken und Ratten, belegte er den zweiten Platz. Die Prämierten erhielten zusammen Sach- und Geldprämien
im Gesamtwert von über 20.000 Euro.
Abschließend betonte Projektleiter Wagner den hohen Innovationsgehalt der vielen guten Ideen, auch jener, die es nicht ins Finale geschafft hätten. Er bedankte sich bei allen Juroren und Coaches für ihr ehrenamtliches Engagement sowie bei den Sponsoren für ihre Unterstützung: „Sie alle haben den Wettbewerb erst möglich gemacht.“
Hier finden Sie mehr Informationen zum ideenReich BPW und zu ringbach.
