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Wertvoller Blick in Betriebspraxis und Ingenieur-Studiengänge bei Gluth Systemtechnik

Rotary-Club Präsident Dr. Martin Huber freute sich über den hohen Praxisbezug der Veranstaltung. Bereits zum siebten Mal fand heuer bei Gluth Systemtechnik (Straubing) eine Informationsveranstaltung für  künftige Schulabsolventen/innen statt, die sich für ein technisches Studium der Fachrichtungen Elektrotechnik oder Maschinenbau interessieren. Initiiert wurde die Veranstaltung von der Fa. Gluth mit dem Rotary Club und der Hochschule Landshut.

Insgesamt 33 Schüler/innen der Straubinger Gymnasien, des Veit-Höser-Gymnasiums in Bogen und der Fachoberschule Straubing und 5 Lehrkräfte waren der Einladung gefolgt. Senirochef Dieter Gluth betonte anfangs den zunehmenden Bedarf an Ingenieuren. Die Veranstaltung biete interessierten Schulabsolventen/innen Einblick in die Praxis, zeige Perspektiven sowie  Chancen auf und fördere hoffentlich die Motivation für das Ergreifen eines technischen Studiums.

Die allgemeine wirtschaftliche Lage sei noch schlechter als allgemein angenommen, die Auswirkungen werden noch über einen längeren Zeitraum andauern, wie Gluth betonte. Die einzige Chance für ein Exportland wie Deutschland sei der technologische Vorsprung und somit sei nach wie vor der Ingenieursberuf von größter Bedeutung. Gerade die Krise zeige die Wichtigkeit eines gut funktionierenden Mittelstandes.  Rotary Präsident Dr. Martin Huber lobte die Veranstaltung und stellte die Bedeutung des Praxisbezugs heraus. In seinem Medizinstudium habe er zum ersten Mal im 5. Semester mit „lebenden“ Patienten zu tun gehabt!

Stefan Schnurrenberger – Geschäftsführer und Gesellschafter bei Gluth - und Thomas Hohenwarter zuständig bei Gluth für die Projektierung, erläuterten die typischen Aufgaben eines Sondermaschinenbauers und wie man am Beispiel der 100 Mann starken Firma Gluth nach dem Motto „Alles aus einer Hand“ kundengerechte Montage- und Prüfanlagen anbieten und anfertigen kann. Die Ausrichtung des Betriebes liege besonders im High-Tech-Bereich mit Schwerpunkt in der PKW-Einspritztechnik. Dementsprechend verfügt die Firma über modernste Firmenausstattung mit Computer gestützte Arbeitsplätze und ist in den Bereichen Qualität, Datensicherheit und Umwelt zertifiziert. 

Anhand von Fotos und Filmen wurden die vielseitigen Aufgaben bei Gluth demonstriert und Trends in der Automatisierungstechnik erläutert. Gluth forciere Projekte die für  Neuentwicklungen wichtig sind, wie die zunehmende Fahrzeugelektrifizierung und die benötigten Technologien Hybrid, Batterietechnik, Brennstoffzelle und Photovoltaik, sowie Projekte für weiterentwickelte Einspritzsystemen für Benzin, Diesel und Gas zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung. Dabei sei jeder 3. Mitarbeiter bei Gluth in der Konstruktion, Entwicklung und Projektierung tätig, mit weiter steigender Tendenz. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage plane man Mitte des Jahres zu expandieren mit erweiterten Bürokapazitäten für Hardware- und Softwareentwicklung.

Prof. Dr. Erwin Blum, Präsident der Hochschule Landshut erläuterte anschließend die Möglichkeiten des Studiums und erklärte, dass die Umstellung von Diplom zu Bachelor, Master und Ph.D. Abschluss, sprich der Umstellung des 2-stufigen Bildungssystems auf ein 3-stufiges, wie im angelsächsischen Raum üblich, in Landshut mittlerweile abgeschlossen sei. Universitäten und Fachhochschulen würden zunehmend gleichgestellt und ein flexibler Wechsel zwischen beiden Ausbildungswegen werde ermöglicht. Ebenso nannte er die Chancen in den technischen Berufen sehr gut und stellte heraus, dass in seiner Hochschule der Wunsch zu Praxisbezug und enger Zusammenarbeit mit der Industrie bestens realisiert sei.

Die Hochschule Landshut habe Landshut eine hervorragende  Infrastruktur, die Laboreinrichtungen seinen bestens bestückt, die Bibliothek sei 24 Stunden geöffnet und der immer internationaleren Ausrichtung werde durch ein eigenes Ausbildungszentrum für Sprachen Rechnung getragen. Der zunehmenden Internationalisierung trage Landshut mit  Partner-Hochschulen rund um den Globus Rechnung, die ein Teilstudium im Ausland ermöglichen würden. Ebenso wichtig seien kleine Ausbildungseinheiten, die eine optimale Betreuung der Studenten ermöglichten. Einziger Wermutstropfen sei, dass in den technischen Berufen eine abnehmende Neugierde festzustellen sei. In Kurzreferaten durch 3 Studentenvertreter wurden die sehr guten Studienbedingungen, insbesondere die Aktualität der Lerninhalte und der Praxisbezug, bestätigt. 

Beim anschließenden Firmenrundgang konnten die Schüler eine 3D-Konstruktionsdemonstration, einen Versuchsaufbau „Brennstoffzelle“, ein System zur präzisen 3D Vermessung von Schweißwerkzeugen, ein Prüfanlage für Benzinpumpen und ein fahrerloses Transportsystem besichtigen. Beim gemeinsamen Imbiss nutzten die Schüler/innen die Gelegenheit, weitere Fragen stellen zu können. Aufgrund der erneut äußerst positiven Resonanz der Schüler/innen ist die Veranstaltung ist für das kommende Jahr wieder geplant.  

Updated: 23.11.2009
 
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