Landshuter WI-Studenten im Bundesfinale des EXIST-priME-Cup auf dem Siegertreppchen
Neun Wirtschaftsingenieur-Studenten/innen der Fachhochschule Landshut bewiesen exzellente unternehmerische Fähigkeiten: Im ersten Bundesfinale des Unternehmensplanspielwettbewerbs EXIST-priME-Cup in Berlin belegten sie die Plätze drei und fünf. Als Sieger gingen die Studenten der Uni Trier hervor, Platz zwei belegte das Team der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.
„Doppelt hält besser“ – dieser Spruch hat sich auch im erstmals ausgetragenen bundesweiten Finale des EXIST-priME-Cup in Berlin im Plenarsaal der Konrad-Adenauer-Akademie bewahrheitet. Mit Bayernfähnchen bewaffnet stellte die Fachhochschule Landshut nach dem hervorragenden Abschneiden in der Landesausscheidung beide bayerischen Vertreter. Mit Platz 3 und 5 zeigten die beiden Teams auch in Berlin ihr Können.
FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum, der ebenso wie der priME-Cup erfahrene Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, extra aus Landshut angereist war, zeigte sich mit der Leistung hoch zufrieden: Er gratulierte den Teams zu ihrer Leistung und ihren Platzierungen, sie hätten wieder einmal gezeigt, dass die Landshuter Studierenden auch im Bundesvergleich Spitzenniveau bieten.
Mit dem Schlachtruf „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ hatten sich die Studenten/innen in die Vorbereitungen gestürzt: Hotel suchen, Flüge und Züge buchen – angereist kamen sie aus den verschiedensten Ecken, da sich alle gerade im Praxissemester befinden . Von Stuttgart, Aschaffenburg, ja sogar aus Portland, USA, wurde ein Teilnehmer - mit Unterstützung der FH - eingeflogen.
Die Konrad-Adenauer-Akademie bot den stilvollen Rahmen für das Bundesfinale mit insgesamt zwölf Teams: Begrüßung, Einführung in das neue Spiel, Ergebnisverkündung der einzelnen Spielperioden, eine Podiumsdiskussion mit Dr. Walther Otremba, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologien, und natürlich die Preisverleihung fanden hier statt.
Im Finale des Planspiels, das vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützt wird, ging es darum, ein Konzept zur Gründung, Führung und Nachfolge des fiktiven Solarenergie-Unternehmens „Solarprime AG“ zu entwickeln. „Ich bin beeindruckt, wie professionell die Studierenden die Rolle als Unternehmer ausgefüllt haben. Dies ist der Unternehmergeist, den alle Hochschulen ihren Studierenden mitgeben sollten“, betonte Dr. Walther Otremba, bei der Preisverleihung in Berlin.
Prof. Dr. Josef Duttle (Fachhochschule Regensburg) fungierte als Gesamtspielleiter und teilte die Gruppen in drei Märkte mit je vier Teams auf. Vor allem Landshut 1, bestehend aus Matthias Schustereder, Devendra Varma, Nadir Khan und Christian Müller, lieferte einen fulminanten Spielverlauf: von Anfang an hielten sie in ihrem Markt Platz 1 und waren auch in der Gesamtwertung mit ihrem Aktienkurs den Teams der anderen Märkte weit voraus.
„Eine besondere Herausforderung ist natürlich der Zeitdruck, unter dem man seine Entscheidungen fällen muss“ berichtet Stefan Seifert von der Atmosphäre während des Spielverlaufs. „Man hat zwar eine gewisse Strategie, jedoch lässt sich das Verhalten der Konkurrenz im Spiel nicht vorhersagen und letztendlich trifft man jede Entscheidung aus der Situation heraus, was natürlich Diskussionszeit und ein gutes Tool zur Planungsunterstützung braucht.“ erzählt Edmund Kempf.
Mit ihren hervorragenden Geschäftszahlen hatte sich Team Landshut 1 gute Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Doch für den besten Aktienkurs brachte nur der Abstand zum Zweitplatzierten im eigenen Markt Punkte für die Gesamtwertung. Eine Zusatzaufgabe lautete, das eigene Unternehmen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit in einer Pressekonferenz vorzustellen. Präsentiert wurde für jeden Markt einzeln vor einer hochkarätig besetzten Jury, bestehend aus Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer/innen Tipps von Seiten der Juroren. Die Beurteilungen der Jury ging mit 25 Prozent in die Gesamtwertung ein.
Hier sammelten andere Teams mehr Punkte, die Landshuter Studenten/innen mussten sich schlussendlich mit der Bronzemedaille zufrieden geben und konnten sich über ein Preisgeld von 750 Euro freuen. Für die 15 Erstplatzierten gab es zusätzlich ein Fahrsicherheitstraining in Ingolstadt bei Audi. Team Landshut 2 mit Maria Berghammer, Elisabeth Mühlthaler, Stefan Seifert, Stefan Hausinger und Edmund Kempf belegte bundesweit den fünften Rang.
