Mit Forschungsprojekt an der FH Landshut zur Promotion
Einen nicht alltäglichen Grund zum Feiern gab es an der Fachhochschule Landshut: Der Landshuter Maschinenbau-Absolvent und wissenschaftliche Mitarbeiter Hubert Klaus hat seine Promotion an der Uni Erlangen-Nürnberg mit der Note sehr gut abgeschlossen und hat soeben seine Doktor-Urkunde erhalten.
In einer Feierstunde an der Fachhochschule Landshut gratulierten ihm die Hochschulleitung, die Fakultät Maschinenbau sowie Mitarbeiter und ehemalige Kommilitonen zu seinem Erfolg. Für FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum ist diese Promotion besonders erfreulich, weil sie „durch einen Absolventen unserer Hochschule in einem Forschungsprojekt an unserer Hochschule erfolgte und die hohe Qualität an der FH Landshut sowohl in der Lehre als auch in der Forschung belegt“. Zusätzlich zeige es, dass auch über ein Fachhochschulstudium der Weg zu höheren akademischen Weihen offen stehe. Prof. Dr. Wolfgang Reimann, Dekan der Fakultät Maschinenbau hofft "auf eine Signalwirkung für andere Studenten der FH".
Allerdings habe Dr. Hubert Klaus, wie Prof. Dr. Otto Huber betonte, schon als Student mit hervorragenden Leistungen überzeugt. Er studierte im ersten Jahr des von Prof. Huber geleiteten Schwerpunkts Leichtbau, schloss als Bester (nicht nur dieses Semesters) ab und erhielt für seine Abschlussarbeit 2003 den E.ON-Kulturpreis Ostbayern.
Seit Oktober 2002 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter maßgeblich am Aufbau des von Prof. Huber geleiteten Labors für Leichtbaukonstruktion und des Kompetenzzentrums Leichtbau beteiligt . Dr. Klaus führte im Labor zahlreiche Forschungs- und Entwicklungs-Projekte durch. Seinen Schwerpunkt bildete dabei das Forschungsprojekt IMVAL, Innovative Mineralschaumverbund-Applikationen für den Leichtbau (2003-2007), aus dem auch seine Dissertation entstand.
An diesem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten und von der Fachhochschule Landshut koordinierten Verbundprojekt waren neun Industrie- und vier Forschungspartner beteiligt. Das Ziel lautete, zellulare Verbundwerkstoffe grundlegend zu charakterisieren, deren reproduzierbare Herstellbarkeit und das Leichtbaupotenzial nachzuweisen sowie Möglichkeiten der Anwendung aufzuzeigen. Ein Vorteil zellularer Werkstoffe besteht in der Fähigkeit große Energiemengen bei geringen Kräften aufzunehmen. Dies ist besonders bei Verkehrsunfällen von großem Nutzen, da das Material die Aufprallenergie aufnehmen kann, ohne dass größere Kräfte auf die Insassen wirken. Dies reduziert die Verletzungsgefahr der Fahrzeuginsassen erheblich.
Mit den im Rahmen des Projekts erarbeiteten Werkstoffmodellen sowie experimentellen Werkstoff- und Bauteiluntersuchungen konnte ein großes Leichtbaupotenzial der untersuchten Werkstoffe aufgezeigt werden. In seiner Dissertation am Lehrstuhl für Technische Mechanik des renommierten Prof. Dr. Günther Kuhn an der Uni Erlangen beschäftigte sich Dr. Klaus mit der Charakterisierung, Modellierung und Anwendung zellularer Verbundwerkstoffe im elasto-plastischen Bereich. Und auch hier zeigte er Klasse, er schloss seine Promotion mit der Note Sehr gut ab. Der frisch gebackene Doktor gab die Komplimente zurück: „Nur wenn das Umfeld stimmt, sind gute Leistungen möglich, und an der Fachhochschule Landshut habe er stets Unterstützung erfahren und hervorragende Bedingungen für seine erfolgreiche Promotion gehabt.“
