Studenten stellen im Bausenat neue Isar-Fontäne vor
Viele Landshuter erinnern sich noch an das Wasserspiel auf der Isar,
gelegen auf Höhe der Heilig-Geist-Kirche. 1979 wurde es vom Hochwasser
weggerissen und zerstört. Im Stadtrat gab es immer wieder Vorstöße,
eine neue Wasserfontäne zu installieren, allerdings ohne Erfolg. Nach
erneuter Anregung durch das Frauenplenum setzte OB Hans Rampf seinen
Persönlichen Referenten Thomas Link als Projektleiter ein und es
entstand die Idee in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Landshut ein
neues Konzept zu erstellen. Im Bausenat der Stadt präsentierten
Studenten jetzt ihre ersten Ergebnisse.
Im Rahmen des Praxisprojekts „Konstruktionsarbeit Fontäne für Fließgewässer“ machte sich unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Reimann, Dekan der Fakultät Maschinenbau, eine Gruppe von 13 Studenten ans Werk. „Unsere Studenten sollen nicht nur theoretische Kenntnisse aufbauen, sondern auch die praktische Umsetzung üben“, erklärt Prof. Dr. Reimann. Außerdem stelle die Konstruktion einer Fontäne in fließendem Gewässer eine besondere Herausforderung dar, bestehende Wasserspiele wurden bisher immer in stehenden Gewässern umgesetzt, weil hier das Problem Treibgut nicht bestehe. „Als Hochschule in Landshut nutzen wir besonders gerne die Gelegenheit, mit der Stadt ein solches Praxis-Projekt durchzuführen, zum Nutzen aller Beteiligten“, fügt er hinzu.
Die Konstruktion muss vielfältigen Anforderungen gerecht werden, u.a.
sollte sie natürlich nach den Erfahrungen mit dem ursprünglichen
Wasserspiel „unsinkbar“ sein. Verschiedene Funktionsweisen,
Pumpensysteme, Befestigungsarten und Positionen wurden ins Auge
gefasst, die auch Ansprüchen wie einfache Wartung und niedrige
Betriebskosten erfüllen sollen. Dies alles bei einem möglichst geringen
Kostenaufwand.
Die Maschinenbau-Studenten zogen verschiedene alternative Modelle in Betracht. Als unter den gegebenen Bedingungen am besten geeignet erscheint für die Gruppe, die jetzt im Bausenat der Stadt Landshut ihre Ergebnisse präsentierte, die Variante mit einer sog. Kreiselpumpe. „Diese Pumpe erzielt den höchsten Wirkungsgrad und verursacht dementsprechend den geringsten Kosten- und Energieaufwand“, erklärt Florian Altenwegner, studentischer Projektleiter. Für den Tag schlagen die Studenten eine Kombination eines ca. 15m hohen Hohlstrahls in der Mitte und ringförmig angeordneten Düsen vor, welche einen ca. 5m hohen Sprühnebel erzeugen. In den Nachtstunden kann der Hohlstrahl auf 6m verringert werden, um eine Geräuschminimierung zu erreichen. Die gesamte Konstruktion soll aus einem strömungsoptimierten Schwimmkörper bestehen, der bei Hochwasser oder zur Wartung eingeholt werden kann. Die Farbgebung kann an das Beleuchtungskonzept der Stadt Landshut angepasst werden.
Die
Mitglieder des Bausenats zeigten sich beeindruckt von dem von den
Studenten vorgestellten Planungen.
Dass sich das Team intensive Gedanken gemacht und hervorragende Arbeit
geleistet hat, zeigte sie auch in der Fragerunde, in der sie kompetent
zu Fragen z.B. nach der richtigen Positionierung oder auch den
Umweltauswirkungen der neuen Fontäne die richtigen Antworten parat
hatten.
Die Projektgruppe der FH stellt ihre Ergebnisse und Details im Web unter http://fontaene.wordpress.com/ (ext.) zur Verfügung.
