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Neue Kooperation mit Thailändischer Hochschule

FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum und Vizepräsident Prof. Dr. Helmuth Gesch mit der Delegation vom KMIT NB.Die Fachhochschule Landshut legt großen Wert auf die internationale Ausrichtung in der Lehre sowie in Forschung und Entwicklung. Mit einer neuen Kooperation mit dem King Mongkut's Institute of Technology North Bangkok (KMIT NB) bietet sie Studenten/innen und Dozenten/innen eine weitere Möglichkeit für den internationalen Austausch im Raum Süd-Ost-Asien.

Bedingt durch die günstige geografische Lage Thailands entwickelte sich schon früh, zu Zeiten der Seidenstraße, ein lebhafter Handel mit Indien, China und auch Japan. 2004 wurden die Zollbarrieren mit der Volksrepublik China gelockert, um den bilateralen Handel zu stärken. Aufgrund des rasanten wirtschaftlich-industriellen Aufschwungs, natürlich auch bedingt durch den Tourismus, seit Ende der siebziger Jahre wird das Land zu den vier führenden Pantherstaaten gezählt, die in ihrer Entwicklung den klassischen Tigerstaaten nachfolgten. Thailand hat eine traditionell starke Bindung an Deutschland. Der sehr beliebte thailändische König Bhomibol spricht fließend deutsch.

Bangkok ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Königreichs mit Universitäten, Hochschulen, Palästen und über 400 buddhistische Tempelanlagen und Klöstern sowie wichtigster Verkehrsknotenpunkt des Landes. In der Region leben ca. zwölf Millionen Einwohner. Das King Mongkut's Institute of Technology North Bangkok (KMIT NB) ist eine deutsche Gründung aus dem Jahre 1959. Sie wurde ursprünglich als Thai-German Technical School konzipiert, entwickelte sich 1964 zum Technical College. Seit 1971 trägt die Hochschule nach der Zusammenlegung mit Thonburi Technical College and Telecommunication College Nonthaburi die Bezeichnung KMIT NB.

Das KMIT NB in Nord-Bangkok bietet in fünf Fakultäten, drei Instituten und einem College derzeit 22.000 Studierende hervorragende Studienmöglichkeiten. Die Maxime der Universität lautet: "Development of People to Create Innovation in Science and Technology". Seit 2005 unterhält auf dem Campus des KMIT NB die RWTH Aachen die größte deutsche Universitätseinrichtung in Asien. Die sog. Thai-German-Graduate School (TGGS) ist eine postgraduierten Universität, die nach dem Aachener Model konzipiert ist.

Der Vizepräsident der Fachhochschule Landshut, Prof. Helmuth Gesch, in dieser Funktion zuständig für den Wissens- und Technologietransfer, pflegt seit geraumer Zeit Kontakte zum KMIT NB. In einer feierliche Zeremonie unterzeichnete er am 14. September eine Kooperationsvereinbarung mit der Fakultät für Angewandte Wissenschaften des KMIT NB in Bangkok. In den Festreden des Präsidenten des KMIT NB Prof. Preecha Ongaree und Prof. Dr. Gesch wurde als oberstes Ziel die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zum Nutzen der Studierenden beider Seiten und des akademischen Personals herausgestellt. Es sollen in Zukunft Plätze für praktische Tätigkeiten für Studierende in beiden Ländern zur Verfügung gestellt werden, um Auslandserfahrung sammeln zu können. Darüber hinaus sollen auch gegenseitig Lehrveranstaltungen angeboten werden. Beide Seiten heben den hohen Stellenwert von gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit der jeweils regionalen Industrie hervor.

Soeben hat eine fünfzehnköpfige Delegation des KMIT NB, Departement of Information and Computer Science angeführt vom Dekan Prof. Thavatchai Ngamsanvitong, die Fachhochschule Landshut besucht. Im Zentrum des Besuches standen das gegenseitige Kennenlernen und die Information über Studien- und Projektaktivitäten an der Landshuter Hochschule. FH-Präsident Prof. Dr. Blum betonte in seiner Begrüßung, die Bedeutung des internationalen Austausches gerade mit der Region Südostasien. Es fand ein intensiver Meinungsaustausch mit den Fachkollegen der Fakultät Informatik und ihrem neuen Dekan Prof. Dr. Armin Brinkmann statt.

Ein weiterer wesentlicher Programmpunkt für die Gäste aus Thailand war  ein Besuch beim weltweit agierenden Technologieunternehmen Texas Instruments in Freising, bei dem die Delegation ein Mikrokontroller-Entwicklungssystem zum Einsatz in der Lehre überreicht bekam. "Aus diesem ersten Kontakt sind bereits praktische Planungen entstanden, der Austausch der ersten Studenten ist in die Wege geleitet, weitere Kooperationen sollen folgen", zieht Prof. Dr. Helmuth Gesch  ein erstes positives Resümee. 

Updated: 16.04.2008
 
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