FH-Absolventin Eva-Maria Dornisch erhält Staatspreis
Mit dem Preis für hervorragende Diplom- und Pomotionsarbeiten an Studentinnen der Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen will Wissenschaftsminister Thomas Goppel Frauen ehren, die den Weg in technische Studienrichtungen besonders erfolgreich eingeschlagen haben. Diesen Preis bekam Eva-Maria Dornisch, Elektrotechnik-Absolventin der Fachhochschule Landshut jetzt überreicht.
Wissenschaftsminister Thomas Goppel will junge Frauen gezielt für die Ingenieurwissenschaften gewinnen. Die Erhöhung des Frauenanteils bei den Ingenieurwissenschaften sei „wichtige gemeinsame Zukunftsaufgabe von Politik und Hochschulen“, sagte der Minister am Donnerstag in München bei der Verleihung der Preise. Goppel: „Kein Land kann es sich leisten, auf die Kreativität von Frauen in einem Berufsfeld zu verzichten. Wir brauchen das Potential an technisch begabten und interessierten jungen Frauen!“
Nahezu die Hälfte aller Studierenden in Bayern sind Frauen. Der Anteil an Studentinnen in den Ingenieurwissenschaften an Bayerns Hochschulen ist nach wie vor recht gering, beläuft er sich bei der Elektrotechnik nur auf rund 8 Prozent. Ihr Elektrotechnik-Studium an der Fachhochschule Landshut hat Eva-Maria Dornisch:mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen. Und nicht nur das. Sie hat bei BMW die Möglichkeit eines Verbundstudiums genutzt und zusätzlich zum Diplomabschluss eine Lehre als Energieelektroniker abgeschossen - ebenfalls mit der Note 1.
Schon vor dem Studium absolvierte Dornisch rund ein Jahr lang den ersten Teil der Ausbildung zum Energieelektroniker mit Fachrichtung Betriebstechnik im Ausbildungszentrum des BMW Werks Dingolfing. Den Abschluss sollte Eva-Maria Dornisch im ersten Praxissemester des Elektrotechnik-Studiums machen. Weil dieses Praxissemester aber auf die vorlesungsfreie Zeit verlegt wurde, um die Studiendauer noch weiter senken zu können, musste sie ihre Ausbildung parallel zum Studium abschließen. „Das war schon ein wenig stressig“, gibt sie sich bescheiden, „doch ohne Fleiß wäre das Verbundstudium mit einer guten Note auch nicht zu meistern gewesen.“ Aber gerade die Berufsausbildung habe geholfen, sie zu motivieren: „Man weiß, für was die im Studium theoretisch behandelten Themen eingesetzt werden. Auch hilft es, wenn man die Sachen schon mal in der Praxis selbst in der Hand gehabt hat“, erklärt sie weiter.
Während ihres Studiums, das durch ein Stipendium des bayerischen Staates für besonders Begabte unterstützt wurde, absolvierte sie Praktika im Karosseriebau des Werks Dingolfing und in München im Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) im Bereich Interieur und Fahrerarbeitsplatz. Ihre Diplomarbeit schrieb Dornisch bei BMW in München zum Thema elektromagnetische Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen. Die begabte Absolventin war nicht nur Jahrgangsbeste, „ich kann mich nicht erinnern, ein derartiges Elektrotechnik-Diplom gesehen zu haben“, ist Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, Betreuer der Diplomarbeit, beeindruckt.
Nach ihren hervorragenden Leistungen ist die berufliche Zukunft der sympathischen Absolventin gesichert: Als Qualitätsspezialistin bei BMW im Werk Dingolfing hat sie eine Anstellung im Bereich der Qualitätssicherung gefunden. In der Abteilung „Absicherung Antriebs- und Fahrwerkselektronik“ überwacht sie die Kundenfunktionalität von Fahrzeugen und prüft die Vorgänge der Bordelektrik. „Hier kann ich sowohl die praktischen Fähigkeiten aus meiner Ausbildung als auch die Kenntnisse des Studiums vielfältig anwenden.“
