Gründerteam „Ringbach“ erhält Bundesförderung
Gleich nach dem Studium sein eigener Chef sein, eigene Ideen und Vorstellungen verwirklichen und eine Existenz gründen? Diesen Weg wollen die beiden langjährigen Freunde und Studenten der Hochschule Landshut Benedikt Häring und Niki Timo Haybach beschreiten, und dies mit ersten Erfolgen. Das Gründerteam erhielt soeben nach strenger Auslese eine Förderung durch das EXIST-Gründungsstipendium des Bundes.
Unter dem Namen „Ringbach“ wollen Dipl.-Wirtschaftsingenieur Benedikt Häring und der Maschinenbaustudent Niki Haybach ein eigenes Unternehmen gründen.
Dabei wollen sie ihr erstes Produkt, genannt „Spiegelbild“, das Videokonferenzen und Selbstaufnahmen auch mit herkömmlichen Handys erlaubt, entwickeln, produzieren und verkaufen. Bisher waren diese Optionen nur bei Geräten im gehobenen Preissegment möglich, die über zwei Kameras – je eine auf der Vorder- und Rücksete - oder eine drehbare Optik verfügten. Diese Lösung ist besonders auch für aktuelle Smartphones wie die Apple iPhones oder Blackberrys geeignet.
Produkt sowie Montage- und Verpackungsvorrichtung geplant
Die grundlegende Idee einer aufsteckbaren Prismenoptik, die per Zubehör erworben werden kann, wurde von Christian Wolf, einem langjährigen Kollegen von Benedikt Häring, im Jahre 2004 patentiert. Der freiberufliche Unternehmensberater und Software-Spezialist wird die Idee exklusiv für das Gründerteam lizenzieren.
Doch die Entwicklung des „Spiegelbildes“ ist nur ein erstes Ziel. Im Augenblick konstruiert das Team eine automatisierte Montage- und Verpackungsvorrichtung, die es erlaubt, den „Spiegelbild“ selbst in Serie produzieren und vermarkten zu können. „Das gewonnene Wissen aus diesem Entwicklungsprozess soll aber auch langfristig für weitere Ziele genutzt werden. Dies einmal, um weitere Produkte automatisiert herzustellen aber auch, um mit diesem Know-How für andere Unternehmen die Produktion zu übernehmen oder Produktionsanlagen selbst entwickeln zu können,“ wie Häring erklärt.
Volle Punktzahl bei Fachjury erreicht
Mit ihrem Konzept überzeugten die beiden Jungunternehmer die strenge Fachjury des Projektträgers des EXIST-Gründungsstipendiums, das Forschungszentrum Jülich. Hierbei konnte das Team bei der Bewertung ihrer Bewerbung die volle Punktzahl erreichen. Unterstützt wurden die beiden dabei durch den Gründerberater der Hochschule Landshut, Harald Wagner. Als Hochschulmentoren wurden Prof. Dr. Fritz Pörnbacher (Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen) und Prof. Dr. Reimann (von der Fakultät Maschinenbau) hinzugezogen, die mit Rat und Tat zur Seite standen. „Ich beschäftige mich gerne mit neuen Sachen und eine Unternehmensgründung von Studenten begleiten zu dürfen, stellt eine interessante Herausforderung dar“, beschreibt Prof. Dr. Pörnbacher seine Beweggründe.
Das EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie fördert Ausgründungen aus der Hochschule mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF). Im Rahmen der Förderung werden den Gründern von der Hochschule Landshut ein Büro überlassen, die notwendige Infrastruktur zur Verfügung gestellt, aber auch der Zugriff auf Labore und Werkstätten ermöglicht. Darüber hinaus wird, neben dem Stipendium zur Sicherung des persönlichen Lebensunterhalts, die Anschubfinanzierung in Form eines Sach- und Beratungsbudgets komplettiert. „Eine ideale Basis für eine erfolgreiche Existenzgründung“ wie Niki Haybach findet.
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