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Weltweit 2. Platz für "FishFarm" bei Java-Award

Der erfolgreiche Informatik-Student Michael Bien, der mit FishFarm Rang zwei beim Java-Award belegte.In einem Studienprojekt entwickelte Michael Bien, Landshuter Informatikstudent im 5. Semester, die Software FishFarm. Im weltweit von Sun Microsystems, Inc. (NASDAQ: JAVA) ausgeschriebenen „GlassFish Community Innovation Award“ belegte er damit den mit 10.000 Dollar dotierten 2. Platz. Die Gewinner wurden bei den „Sun Tech Days Sao Paulo“ bekannt gegeben. Prämiert wurden Innovationen in der Java Open Source Technologie, die insgesamt 102 Gewinner teilen sich ein Preisgeld von 175.000 Dollar.

Im vierten Semester steht ein Studienprojekt auf dem Curriculum der Informatikstudenten an der Hochschule Landshut. Betreut von Prof. Ludwig Griebl entwickelte Michael Bien ein in der Programmiersprache Java geschriebenes Programm namens „FishFarm“. Es handelt sich um eine Bibliothek, die es ermöglicht, rechenintensive Aufgaben in einem Netzwerk auf mehrere Server zu verteilen. Diese vernetzten Server mit großer Rechenleistung werden oft Server-Farms genannt. Auf der sog. GlassFish-community, einer Plattform für Java-Entwickler speziell im Bereich von Server- und Unternehmensanwendungen, werden freie und qualitativ hochwertige Open-Source-Lösungen zur Verfügung gestellt. Aus diesen beiden Begriffen entstand der Projektname "FishFarm".

Die Erweiterung des Landshuter Studenten fand bei Java Entwicklern so großen Anklang, dass die sich gerade in Entwicklung befindende Java SE 7 Version so angepasst wurde, dass es möglich ist, die von Bien entwickelte Software anzuwenden. Java SE 7 hat u. a. das Ziel, lokales Parallelisieren von Anwendungen auf mehreren CPUs besonders einfach zu machen. Kombiniert mit FishFarm, wird es möglich sein „nur durch das Dazustellen weiterer Computer die Rechenleistung deutlich zu erhöhen - ohne die Anwendung zuvor dafür ausgelegt zu haben, über das Netzwerk verteilt zu werden“ wie Bien erklärt. Dies sei sogar „Betriebssystem unabhängig und mit nur geringem Konfigurationsaufwand möglich“.

Eine kleine Kuriosität am Rande: Michael Bien hätte die Benachrichtigung über den erreichten 2. Platz beinahe nicht erhalten, „das Mail mit der Benachrichtigung, dass ich 10.000 Dollar gewonnen habe, wurde vom Spamfilter konsequent aussortiert. Ich kann nur jedem Studenten empfehlen, seine Spamordner regelmäßig durchzusehen“ wie Bien schmunzelnd berichtet.

Zu finden ist das Projekt unter https://fishfarm.dev.java.net.

Updated: 14.04.2009
 
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