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Hochschule Landshut erhält einen eigenen "Forschungsschwerpunkt Leichtbau"

Der Leiter des neuen Forschungsschwerpunktes Prof. Dr. Huber im Leichtbau-Labor.Um der steigenden Bedeutung der Leichtbautechnologien Rechnung zu tragen, setzt sich die Hochschule Landshut seit Jahren intensiv mit Leichtbautechnologien auseinander. Neben der ursprünglich von BMW gestifteten Professur für Leichtbau, einer Proflilierungsrichtung Leichtbau im Bachelorstudiengang Maschinenbau, den Master-Studiengängen Leichtbau und Simulation sowie Applied Computational Mechanics, einem Kompetenzzentrum Leichtbau (LLK) und natürlich dem Kompetenznetzwerk Leichtbau-Cluster an der Hochschule, gibt es nun auch einen eigenen „Forschungsschwerpunkt Leichtbau“. Dieser wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst genehmigt. Die bereits bisher rege Forschungstätigkeit im LLK soll weiter gestärkt und ausgebaut werden, dafür erhält die Hochschule in den nächsten drei Jahren insgesamt 600.000 Euro für Personal- und Sachmittel zur Verfügung gestellt.

Die inhaltliche Zielsetzung liegt im Ausbau der Kompetenzen im Bereich der Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F&E) für neue Leichtbaustrukturen. Dies betrifft die Gebiete Verbundwerkstoffe und Verbundbauweisen sowie deren Charakterisierung, Modellierung und Herstellung und die Erprobung von Leichtbaustrukturen unter statischen und zyklischen Beanspruchungen. "Die Bewilligung des Forschungsschwerpunktes ermöglicht es, drei wissenschaftliche Mitarbeiter befristet einzustellen, die nach Ablauf der Anschubförderung über Drittmittelaufträge weiter finanziert werden sollen," wie Prof. Dr. Otto Huber, Leiter des neuen Schwerpunkts, erklärt.

Die Aufgaben der wissenschaftlichen Mitarbeiter sind die Erweiterung und Instandhaltung der Labore im LLK, die Bearbeitung von Forschungsprojekten sowie die Mitwirkung bei der Akquisition und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungs-Aufträgen. Ziel hierbei ist auch die gezielte Förderung von hervorragenden Absolventen der Hochschule: "Diese können durch kooperative Promotionsverfahren mit Bayerischen Universitäten in Forschungsprojekten an der Hochschule Landshut den Doktortitel anstreben - eine sehr erfolgreiche Promotion eines LLK-Mitarbeiters konnte in Zusammenarbeit mit der Universität Erlangen-Nürnberg bereits abgeschlossen werden -", wie Prof. Dr. Huber weiter erklärt.

Mit dieser Kapazitätserweiterung und einem zusätzlichen Labor für die Herstellung von Prototypen (Bauteilen und Baugruppen) aus Verbundwerkstoffen sowie die Entwicklung neuer Fertigungsmethoden durch Prof. Dr. Karl Reiling, werden zusätzliche Forschungsprojekte in Kooperation mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen möglich.

Terminhinweis: Am 26./27 Februar findet das 4. Landshuter Leichtbau-Colloquium statt! 

Updated: 14.04.2009
 
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