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Hochschulgemeinde - seit 25 Jahren der Mensch im Mittelpunkt

Die Feier zum 25-jährigen Jubiläum der HSG begann mit einem Gottesdienst in St. Jodok.Die katholische und evangelische Hochschulgemeinde (HSG) an der Hochschule Landshut bereichert seit 25 Jahren das Leben auf dem Campus. Dabei ist die Geschichte der Hochschulgemeinde untrennbar verbunden mit dem Gründer der HSG, dem katholischen Hochschulseelsorger, Dr. Alfons Hämmerl, der mit viel Engagement wertvolle Impulse setzte. In einer Feierstunde, die standesgemäß mit einem Gottesdienst in der Krypta von St. Jodok (Landshut) begann und im Pfarrsaal fortgesetzt wurde, berichteten frühere und aktuelle Wegbegleiter von ihren Erlebnissen mit der HSG, die Beistand in vielen Lebenslagen leiste, einlade zum Innehalten und Eindrücke weit über das fachlich geprägte Studium hinaus zulasse.

In Anlehnung an die Lesung im Rahmen des Gottesdienstes - dem Auszug Abrahams in die Fremde – betonten Dr. Hämmerl und der evangelische Vertreter in der HSG, Pfarrer Hartmut Grosch, auch an der Hochschule seien viele Wandernde, die in Unbekanntes aufgebrochen seien und die eine Herberge benötigen würden. Und als eine solche verstehe sich die HSG, sie wolle ein Hafen sein, ein Obdach für die Seele bieten und den ganzen Menschen ins Spiel bringen - über seine Rolle an der Hochschule hinaus.

Mit einem Geburtstagskuchen überraschten Monika Brusch und Tutorinnen Alfons Hämmerl.Dass dieses Selbstverständnis auch tatsächlich gelebt wird, bezeugten in der Festveranstaltung viele Weggefährten der HSG. Kenntnisreich und sympathisch moderiert von Pfarrer Christoph Seidl, früherer Studentenpfarrer in Regensburg – schilderten sie ihre vielfältigen Erlebnisse, von HSG-Chor, Neujahrsempfang, langer Nacht der Kultur, über Reisen und interessante Vorträge bis zu Gottesdiensten, Seelsorge und Beratung in vielfältigen Lebenslagen.

HSG ein geistiger Big Bang

Prof. Fischer, Gründungspräsident der Hochschule Landshut, betonte, das Auftauchen Hämmerls und der HSG sei ein geistiger „Big Bang“ gewesen und "habe die Hochschule positiv verändert“. Hämmerl habe wie ein Student gewirkt, aber schnell klar gemacht, was er wollte: „Er verfolgt seine Ziele engagiert, selbstbewusst und so penetrant, dass jeder Widerstand erlahmt,“ wie Prof. Fischer sich schmunzelnd erinnerte. Dass Wissenschaft und Religion allgemein und auch bei der HSG zusammenpassen, zeigte Nikolai Glies, Pressesprecher BMW Werk Dingolfing in seiner Erinnerung an die Anfänge der Reihe Wissenswerk Landshut, der sehr erfolgreichen Vortrags- und Diskussionsreihe in Kooperation zwischen BMW, HSG und Hochschule. Besonders bewegt habe ihn, als sich der 90-jährige Schirmherr des Wissenswerks, Prof. Dr. Carl Friedrich von Weizsäcker, der 2002 auf eigenen Wunsch an der Diskussion zur Auftaktveranstaltung zum Thema „Auf dem Weg zu einer neuen Einheit des Wissens“ teilnahm, sich zu Wort meldete und das Publikum an einer seiner größten Erkenntnisse teilnehmen ließ: Er zitierte aus der Bergpredigt.

Der HSG-Chor sorgte für die musikalische Umrahmung der Feier.An die Reisen mit der HSG erinnerte sich z.B. Bernhard Högl (Elektrotechnik-Absolvent) noch heute gerne. In ihnen könne man außergewöhnliche Erfahrungen mache, wie beispielsweise eine Fahrt mit einem Greenpeace-Boot durch den Hamburger Hafen; allerdings müsse man bei den HSG-Reisen damit rechnen, dass der Schrittzähler mittags schon bei 25.000 stehe. Für Wirtschaftsingenieurstudent Vlad Cracianescu, bildet die HSG einen Gegenpol zu den alltäglichen studentischen Sorgen, man könne Distanz gewinnen und erhalte wertvolle Anregungen.

Ein Mehrwert, der auch Querdenken ermöglicht

Für die Hochschule Landshut bedankte sich Vizepräsident Prof. Dr. Helmuth Gesch bei Dr. Hämmerl und Grosch – stellvertretend für die evangelischen Konterparts - für ihr Engagement. Die HSG sei immer modern und innovativ und spreche alle als Mensch an. Ein gutes Beispiel sei z.B. die Lange Nacht, in der Studierende mit Angestellten und Dozenten zusammen musizieren. Auch Prof. Dr. Maurer (Fakultät Maschinenbau) sprach die integrierende Wirkung der HSG an, die Menschen außerhalb des fachlichen Alltages zur Ruhe und zueinander brächte. Dass die HSG Werte und einen Mehrwert an der Hochschule schaffe, attestierte Controlling-Spezialist Prof. Dr. Stoffel der HSG, in der man Kirche einmal anders erleben könne. Wie wichtig Querdenken und interkultureller Dialog für die Hochschule und die Gesellschaft seien, für beides stehe die HSG, betonte Prof. Dr. Fedke (Fakultät Soziale Arbeit). Alle drei Professoren sind Mitglied im Beirat der HSG.

Zahlreiche Wegbegleiter erinnerten sich an schöne Stunden mit der HSG.Von kirchlicher Seite erläuterte Robert Lappy, zuständig für Hochschulpastoral in der Erzdiözese München, dass eine Hochschulgemeinde stets offen bleiben müsse, kein geschlossener Club sein dürfe. Und das setze die HSG Landshut vorbildlich um. Der Dekan des evangelischen Dekanats Landshut, Siegfried Stelzner, fügt hinzu, dass auch von Seiten der evangelischen Kirche die Aktivitäten der HSG höchst positiv betrachtet werden und dem evangelischen Seelsorger mehr Zeit für das Engagement an der Hochschule zur Verfügung stellte.

Dr. Hämmerl bedankte sich bei allen, die die HSG in den 25 Jahren ihres Bestehens unterstützt hätten. Dies gelte für die Hochschulleitung, die der HSG selbst eine Herberge biete und den nötigen Freiraum lasse, für die evangelischen Kollegen, die ihn im Laufe der Zeit unterstützt hätten und für Monika Brunsch, die erste Ansprechpartnerin der HSG sei und ihm mittlerweile nicht nur seit 15 Jahren den Rücken stärke, sondern oft auch vorangehe. Als „leidenschaftlicher Theologe“ wünschte sich Dr. Hämmerl abschließend, dass die hier vorbildlich gelebte Ökomene weitergehe, und die HSG mit ihren vielen Unterstützern mit Zuversicht und vielen neuen Plänen in die Zukunft blicken könne.

Weitere Fotos der 25-Jahrfeier auf der Homepage der Hochschulegemeinde ^Ext();

 


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Updated: 19.04.2010
 
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