Leichtbau-Cluster zu Gast im BMW Werk Landshut
Der an der Hochschule Landshut ansässige Leichtbau-Cluster lud seine Parntner zu einem Besuch das BMW Werk Landshut ein. Unter dem Motto „selbstverständlich nachhaltig“ ließen sich die rund 40 anwesenden Vertreter von Partnerunternehmen und -forschungsinstitutionen das Konzept der BMW Group für die weltweit erste emissionsfreie Gießerei vorstellen. Beim anschließenden Rundgang überzeugten sich die Cluster-Mitglieder selbst von der neuen „Geruchsfreiheit“ in der Leichtmetallgießerei.
„Als Netzwerk zur Unterstützung und Förderung der branchenübergreifenden Zusammenarbeit in den Leichtbautechnologien hat sich der Leichtbau-Cluster dem Ziel verschrieben, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der mehr als 100 angeschlossenen Partner – technologie- und branchenübergreifender Herkunft – zu stärken“, so Marc Bicker, Manager des Kompetenznetzwerkes. Ein Mittel dazu sind regelmäßige Firmenbesuche, im Rahmen deren die Mitglieder des Clusters innovative und zukunftsweisende Technologien kennen und verstehen lernen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den technisch-wissenschaftlichen Leiter des Leicht-bau-Clusters, Prof. Dr. Otto Huber, stellte der Leiter der BMW Leichtmetallgießerei, Dr. Wolfgang Blümlhuber, den BMW Standort Landshut vor. Hier würden zwar keine kompletten Fahrzeuge montiert, dennoch gäbe es keinen BMW, im dem nicht ein Teil aus dem Komponentenwerk verbaut sei. Rund 3.100 Mitarbeiter produzieren in Landshut Motorenkomponenten aus Leichtmetallguss, Kunststoffkomponenten für das Interieur und Exterieur sowie Gelenkwellen und Austauschmotoren. Die in Landshut gefertigten Komponenten werden weltweit an die Automobil- und Motorenwerke der BMW Group geliefert.
Blümlhuber betonte, dass das Werk mit seinem Landshuter Innovations- und Technologiezentrum (LITZ) frühzeitig in die Entwicklungsprozesse neuer Fahrzeuge eingebunden sei. „Das LITZ besteht seit nunmehr zehn Jahren und bildet die Verbindung zwischen der Fahrzeugentwicklung und der Komponentenfertigung“, so der Gießereileiter. Es sei direkt in die Produktionsbereiche vor Ort integriert. Im LITZ arbeiten Spezialisten für Leichtbautechnologien an der Entwicklung und dem Einsatz innovativer Werkstoffe und Fertigungsverfahren im Bereich Leichtmetallguss und Kunststoff.
Im Anschluss stellte Dr. Emmerich Weissenbeck, Projektleiter Dieselmotoren, den Mitgliedern des Leichtbau-Clusters die neueste Innovation aus dem Hause BMW vor: Ab 2010 wird im BMW Werk Landshut die weltweit erste geruchsfreie Gießerei mit formgebenden Sandkernen produzieren. Möglich macht dies eine Umstellung in der Sandkernfertigung. Für die Sandkerne – die beim Gießen die Negativform des späteren Gussstücks darstellen – kommen künftig besonders umweltschonende, anorganische Bindemittel zum Einsatz, die nahezu keine umweltbelastenden Emissionen mehr abgäben: „Hierdurch reduzieren wir die Emissionen beim Gießen um 98 Prozent“ erklärte Weissenbek. Die bislang zur Reinigung der Abluft notwendigen Anlagen wird das BMW Werk bis 2010 vollständig abschalten.
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