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Forschungsprojekt soll Zugfahren komfortabler machen

Nach der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r): Thomas Sabisch (links) der Geschäftsführer der Kontron Modular Computers GmbH und Prof. Dr. Erich Blum, der Präsident der FH Landshut freuen sich über den erfolgreichen Start der Projektes.Ein Forschungsprojekt in Kooperation zwischen der Kontron Modular Computers GmbH (Kaufbeuren) und der Hochschule Landshut soll Züge in Zukunft komfortabler, zuverlässiger und billiger machen. Ziel des „ZugKOM“ genannten Projektes ist es, eine neue Kommunikationsplattform für Züge zu entwickeln. Beim offiziellen Kick-Off Meeting bei Kontron wurde unter Beisein von Staatssekretär Franz Pschierer (Bay. Finanzministerium) die entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, das Projekt ist beim Freistaat Bayern zur Förderung eingereicht.

Zwar werden Endverbraucher diese Entwicklungen nur begrenzt zu sehen bekommen, die Auswirkungen aber z.B. durch neue Komfort- und Servicedienste in Zügen spüren. So soll die neue Technologie nicht nur die aktuellen, für die Zugsteuerung genutzten Kommunikationsprotokolle ablösen, sondern zusätzlich auch Dienste wie Fahrgastinformation, Radio und TV und Internet im Zug ermöglichen. Solche Dienste sind zwar in aktuellen TOP-Zügen wie dem ICE 3 zum Teil schon verfügbar, aber häufig nur von Passagieren der ersten Klasse nutzbar. Sie basieren bisher immer auf zusätzlich installierte Kommunikationswege.

Die neue Technologie soll nun die unterschiedlichen Kommunikationswege und Protokolle, die aktuell innerhalb eines Zuges eingesetzt werden, zu einer einheitlichen Kommunikationsplattform zusammenführen. Den Nutzen in Form der genannten Komfortdienste hat nicht nur der Fahrgast, die Zughersteller und Zugbetreiber erwarten durch verringerte Anschaffungs- und Wartungskosten ein erhebliches Kostensenkungspotential.

„Eine Kommunikationsplattform für Züge, mit der Fahrzeuge kostengünstiger, betriebssicherer und energieeffizienter gesteuert werden können - damit könnten öffentliche Verkehrsmittel attraktiver und konkurrenzfähiger gemacht werden. Was die Firma Kontron in Kaufbeuren und die Hochschule Landshut mit ZugKOM anstreben, könnte vielleicht weltweit eine zukunftsweisende Technologie werden“, stellte Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer fest. Weiter lobte er die regionsübergreifende Zusammenarbeit der beiden Partner: „Hier haben sich zwei Technologiepartner gefunden, die sich sehr gut ergänzen und hervorragend harmonieren.“

Im Rahmen der Kooperation entwickelt eine Arbeitsgruppe an der Hochschule Landshut unter Projektleitung von Prof. Dr. Peter Hartlmüller (Fakultät Informatik) eine Testumgebung für die Komponenten der neuen Kommunikationsplattform.  Die Kontron Modular Computers GmbH entwickelt parallel die neuen Hard- und Softwarekomponenten, die dann direkt in den Aufbau der Testumgebung mit eingebunden und entsprechend getestet werden.


Teilnehmer der Kick-Off Meetings (v.l.n.r): Prof. Dr. Helmuth Gesch (Vize Präsident der FH Landshut), Rudolf Böffgen (Projektmanager Kontron), Prof. Dr. Erich Blum (Präsident der FH Landshut), Thomas Sabisch (Geschäftsführer Kontron), Franz Pschierer (Staatssekretär im Bay. Finanzministerium), Prof. Dr. Peter Hartlmüller (Projektleiter der FH Landshut), Thomas Wiedemann (Entwicklungsleiter Kontron), Dr. Stephan Rupp (Geschäftsentwicklung Kontron).

 

 

 


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Updated: 19.04.2010
 
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