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Mehr berufliche Chancen für Jugendliche im Abseits - Fachtagung zur beruflichen Integration Jugendlicher

Ingrid, Schmidt, Prof. Dr. Mechthild Wolff und Maria Amtmann bei der Vorbereitung der VeranstaltungDie Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt hat sich gut erholt. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 % im April zählt der Bezirk der Agentur für Arbeit Landshut zu einer der begünstigten Regionen in der Bundesrepublik. Wie wirkt sich dies für junge Menschen an der Schwelle in die Berufswelt aus? Wird die Suche nach der Ausbildungsstelle in Anbetracht des bevorstehenden demographischen Wandels bald kein Problem mehr sein?

Die Zahl der Schulabgänger ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Dieser Trend setzt sich auch heuer noch fort. Die Wirtschaft hat – unter anderem im Rahmen des Ausbildungspaktes - darauf reagiert und mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt als in den vergangenen Jahren. Jugendliche mit guten Noten und den geforderten Schlüsselqualifikationen scheinen also künftig bessere Chancen zu haben, auf dem Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen.

Aber was geschieht mit den Jugendlichen, die eine Ausbildung nicht absolvieren können oder wollen? Einer Ausbildung kommt gerade auch in der heutigen Zeit eine hohe Bedeutung zu, da sie oftmals Voraussetzung für eine existenzsichernde  Erwerbstätigkeit und auch für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist.
Trotz boomender Wirtschaft ist die Situation für benachteiligte Jugendliche schwierig. Be-sonders für schulisch schwache Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien, mit Migrationshintergrund oder Behinderungen ist diese Hürde oftmals kaum zu überwinden.

Aber auch diese Jugendlichen sind Teil der Gesellschaft und bilden die Gesellschaft von morgen. Diskussionen zum Umgang mit diesen Jugendlichen sind meist geprägt von gegenseiti-gen Schuldzuweisungen an die Jugendlichen selbst, an das Elternhaus, an die Schule und an Ausbildungsbetriebe. Diese Vorwürfe tragen jedoch nicht zur Lösung des Problems bei.

Es bedarf eines Konsenses zwischen allen Beteiligten des örtlichen Marktes, die Jugendlichen unterstützen und auf den richtigen Weg bringen zu wollen.   
Patentrezepte gibt es nicht – aber viele Ansätze und Ideen, die bereits praktiziert und ausprobiert werden. Diese Ansätze lohnt es sich zusammenzutragen und zu besprechen.

Hierzu soll eine Fachtagung dienen, die das Berufliche Fortbildungszentrum Landshut (bfz), die Fakultät Soziale Arbeit der Fachhochschule Landshut und die Agentur für Arbeit Landshut gemeinsam durchführen werden, am 26. September 2007 von 9:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr in der Fachhochschule Landshut.

„Ziel der Tagung ist es, Ideen zu bündeln, Praxisbeispiele vorzustellen und gemeinsam weiterzuentwickeln sowie Vernetzungen herzustellen. Wir möchten den Austausch der Verantwortlichen untereinander unterstützen und Initiativen anstoßen“ so Ingrid Schmidt (bfz), Prof. Dr. Mechthild Wolff (FH Landshut) und Maria Amtmann (Agentur für Arbeit).

Die Veranstaltung wird eingeleitet durch Referate  sowie eine Podiumsdiskussion. Breiten Raum bei der Tagung soll jedoch das Vorstellen von innovativen Projekten einnehmen, die zum Nachahmen einladen. Dabei handelt es sich unter anderem um eine Elterninitiative, Aktivitäten von Kommunalpolitikern sowie ein Patenschaftsprojekt eines Unternehmens.

Ansprechen möchten die Veranstalter vor allem  Personen, die Jugendliche und junge Volljährige betreuen, die Jugendliche bei ihrer beruflichen Eingliederung begleiten und alle Personen in Politik und Gesellschaft, die sich für die Belange von Jugendlichen ver-antwortlich fühlen.

Interessenten wenden sich bitte an die Veranstalter. Nähere Informationen gibt es beim bfz  Landshut,  Tel. 0871/ 9 62 26 21, bei der Agentur für Arbeit Landshut,  Tel. 0871/ 69 73 19 oder bei der FH Landshut, Fakultät Soziale Arbeit, Tel. 0871/ 50 64 39.

Updated: 16.04.2008
 
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