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„…und keiner hat´s gemerkt?!“ 
Kindeswohlgefährdung früh erkennen - gemeinsam handeln

Die., 11. März 2008 9.00 Uhr Fachhochschule Landshut

Angesichts schockierender Todesfälle, wie beispielsweise von Kevin in Bremen und Lea-Sophie in Schwerin, wird offenkundig, dass es trotz neuer rechtlicher Regelungen und methodischer Bemühungen der Helfersysteme einen dringenden Bedarf gibt, den Schutz von Kindern zu verbessern. Vor diesem Hintergrund führt die Hochschule Landshut/Fakultät Soziale Arbeit am 11. März 2008 eine Fachtagung zum Thema: „…und keiner hat´s gemerkt?!“ – Kindeswohlgefährdung früh erkennen und gemeinsam handeln“ in Kooperation mit dem Landshuter Institut con-Sens durch.

Ziel der Tagung ist es, neue interdisziplinäre Kooperationsmodelle aus anderen Regionen Deutschlands vorzustellen, methodische Impulse für die präventive und interventionsorientierte Arbeit mit Familien und Kindern zu vermitteln sowie Raum für den regionalen Austausch und die Verbesserung von Vernetzungsstrukturen in den Helfersystemen zu geben. Den beiden Initiatorinnen der Tagung, Prof. Dr. Mechthild Wolff (Dekanin Fakultät Soziale Arbeit) und Elfriede Held (Landshuter Institut conSens), ist es ein besonderes Anliegen, gemeinsam zu diskutieren, wie die Verantwortung des Gemeinwesens angesichts der Problemstellungen gefördert werden kann.

Angesichts von vielen tragischen Vorkommnissen mit Kindern als Opfern, ist die Öffentlichkeit und Fachwelt aufgefordert, verstärkt an der Früherkennung und an früher Hilfe für Familien in hohen Belastungs- und Überforderungssituationen zu arbeiten. Vielerorts wurde erkannt, dass ein besserer Schutz von Kindern nur durch eine verstärkte fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe, den Schulen, Kindertagesbetreuungseinrichtungen und den Behörden gewährleistet werden kann.

Bei der Fachtagung wird Dr. Susanne Nothhafft vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München am Vormittag rechtliche Herausforderungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (§ 8 a KJHG) diskutieren. Dr. Alexandra Sann, ebenfalls vom DJI, wird Erfahrungen mit verschiedenen Frühwarnsystemen zur Erkennung von Risiken bei Kindeswohlgefährungen vorstellen und dabei Erfahrungen mit verschiedenen Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Helfersystemen auswerten.

Am Nachmittag werden Interessenten/innen die Möglichkeit haben, an zwei von insgesamt fünf verschiedenen Workshops teilzunehmen und systemisch orientierte Methoden kennen zu lernen, die der Qualifizierung der Arbeit mit Familien und Kindern dienen. Die Arbeitsgruppen werden von Mitarbeiterinnen des Landshuter Instituts con-Sens und einer Mitarbeiterin der Fakultät Soziale Arbeit durchgeführt.

Anmeldeschluss ist der 29. Februar. Die Tagungsgebühr für die ganztägige Veranstaltung beträgt inklusive Verpflegung 65,00 €, für Studenten/innen 20,00 €. Interessenten/innen wenden sich an das Kompetenzzentrum der Hochschule, Tel. 0871-506-135, die  Anmeldung und weitere Infos auch auf der Homepage.


Updated: 16.04.2008
 
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