„Campus real“ – wie Studieren wirklich ist
Hochschule beteiligt sich an Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung
| ab 3. November 2008 |
10.00 Uhr | Hochschule Landshut |
Der bereits jetzt herrschende Mangel an Fachkräften wird sich mit der demografischen Entwicklung noch verstärken. "Lust auf Bildung" zu schaffen lautet deshalb das Ziel einer Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung, an der sich die Hochschule Landshut in Zusammenarbeit mit der
Agentur für Arbeit beteiligt.
Im europäischen Vergleich ist die Neigung junger Deutscher zu einem Studium nicht sonderlich hoch. "Ein Grund hierfür sind sicher die hervorragenden Möglichkeiten zu einer nichtakademischen Berufsausbildung, die Jugendlichen in anderen Ländern oft nicht geboten werden. Diese Ausbildungsform soll nicht abgewertet werden; schließlich ist sie seit Jahrhunderten - in steter Anpassung an die aktuellen Erfordernisse - das Standbein der beruflichen Qualifikation," erläutert Judith Maier, Studienberaterin an der der Hochschule Landshut.
"Aber in heutigen Zeiten sollte auch das Spielbein gestärkt werden, ohne das Standbein zu vernachlässigen, und als dieses fungiert die akademische Berufsqualifikation an einer Hochschule," erklärt Maier. Der Rohstoff Bildung ist in einem physikalisch rohstoffarmen Land besonders wichtig. Lust auf Bildung zu schaffen oder zu verstärken ist die Idee der Qualifizierungsoffensive, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Motto „Aufstieg durch Bildung“ ins Leben gerufen hat.
In Orientierungswoche Studium erleben
Vom 3. bis 7.11.2008 bildet eine bundesweite „Woche der Orientierung“ den Auftakt der Kampagne. An der Hochschule Landshut wird in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Landshut ein realitätsnahes Schnupperprogramm geboten. Am Montag Vormittag wird von Vertretern der Hochschule und der Agentur für Arbeit über Techniken der Berufswahl informiert. Dazu bietet die Agentur für Arbeit einigen Interessenten die Möglichkeit, an einem Test teilzunehmen.
Von besonderer Bedeutung ist aber die Einladung, ein breites Angebot von Lehrveranstaltungen zu besuchen: nicht als ausdrücklich deklariertes Schnupperstudium, sondern als reales Leben mit allen Freuden und Sorgen, die die Studierenden dort erleben. Zudem stellt sich die Hochschule selbst in einigen Einzelveranstaltungen vor; so gibt es täglich eine offene Studienberatung, Informationen im Sprachenzentrum und einen regelmäßig besetzten Info-Stand.
Dass diese Aktionswoche in die bayerischen Herbstferien fällt, wird als Chance gesehen, so können sich gerade Schülerinnen und Schüler selbständig ein Bild verschaffen.
Über Details gibt das Programm zur Orientierungswoche Aufschluss.
