Absolventen/innen sollen Mut haben, eigenen Weg zu gehen
Mit einer feierlichen Verabschiedung ehrte die Fakultät Soziale
Arbeit der Fachhochschule Landshut ihre Absovlenten/innen. Die Dekanin
der Fakultät, Prof. Dr. Mechthild Wolff begrüßte die etwa 50
erschienenen Absolventen/innen sowie die sie begleitenden Eltern und
Lebensgefährten. Wolf betonte, dass der Abschluss eines Studiums „keine
Selbstverständlichkeit, sondern mit viel Engagement und Aufwand
verbunden ist“. Diese Anstrengungen hätten sich gelohnt, die meisten
der Anwesenden hielten ihr Diplom bereits in Händen.
FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum gratulierte ebenfalls zum bestandenen akademischen Abschluss. Er ging auf die sich im Wandel befindliche Hochschullandschaft ein und versicherte den Absolventen/innen, „das Diplom wird auch weiterhin seinen Stellenwert behalten“; dies auch wenn die Fakultät Soziale Arbeit zum Wintersemester auf die internationalen Bachelor und Master-Abschlüsse umgestellt habe.
Diese Umstellung sei
für die Absolventen im Gegenteil ein glücklicher Umstand, es ermögliche
einigen von ihnen, den erstmals im Sommersemester in Kooperation mit
den Fachhochschulen München und Kempten angebotene Masterstudiengang
„Angewandte Forschung in der Sozialen Arbeit“ zu studieren und so ihre
Qualifikation noch zu erhöhen. Allen, die den Weg direkt in die
Arbeitswelt gehen, wünsche er unter den mittlerweile positiver
werdenden Zeichen auf dem Arbeitsmarkt viel Glück bei der Suche nach
einer Anstellung, die den jeweiligen Kompetenzen und Vorlieben
entspräche.
In seiner Festansprache rief Prof. Dr. Robert Feinbier die Absolventen/innen dazu auf, auch nach dem Eintritt in die Arbeitswelt weiter zu lernen und das während des Studiums entwickelte „kritische Denken“ beizubehalten „Zweifeln sie weiter an denen, die behaupten, die Wahrheit gefunden zu haben, bleiben Sie Suchende,“ forderte er die Absolventen/innen auf.
In diesem Sinne
hoffe er, das Studium habe den Mut vermittelt, auch im Berufsleben
„einen eigenen Weg zu suchen und diesen auch zu beschreiten.
Die Namen der Absolventen/innen und ihre Diplomarbeitsthemen wurden verlesen, die anwesenden Dozenten gratulierten zum akademischen Abschluss und überreichten eine Rose sowie als kleines Andenken ein Gruppenbild des Lehrkörpers der Fakultät Soziale Arbeit. Drei Absolventen/innen, Marina Braun, Regina Urban und Florian Obendorfer, die ihr Diplom mit der Note 1 abgeschlossen haben, wurde als weitere Anerkennung ihrer Leistung ein Buchgeschenk überreicht.
Stellvertretend präsentierte Franziska Egert ihre Diplomarbeit, die „einen sehr interessanten Ansatz“ beinhalte, wie Prof. Dr. Wolff die Studentin ankündigte. Egert hatte in einer Gemeinde im Landkreis Dachau sowohl eine Analyse der Lebenswelt von Jugendlichen als auch der dort ansässigen Jugendeinrichtung durchgeführt. Aus den Ergebnissen wurden sozialräumlich zugeschnittene Konzeptschwerpunkte für die pädagogische Arbeit mit den Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde erarbeitet. Das Konzept der Sozialräumlichkeit orientiere sich an den Lebenswelten der Adressaten. Ein wachsendes Verständnis für die Chancen und Barrieren der Kinder und Jugendlichen im ländlichen Raum seien die Basis für ihre Arbeit gewesen, die „Maßanzug anstatt Konfektionsgröße“ böte, wie Egert erklärte.
Eine besondere Ehrung erfuhr Jürgen Hilld, Leiter
der des Zentrums Bayern Famile und Soziales, Region Niederbayern, der
seit 25 Jahren als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Landshut
tätig ist. Prof. Dr. Marianne Breithaupt betonte in ihrer Laudatio, für
Hild sei die Rechtsausbildung „ein Anliegen und eine Leidenschaft“, was
viele Generationen an Absolventen/innen der Sozialen Arbeit bestätigen
könnten. Die Studenten/innen hätten - ebenso wie sie selbst in ihrer
Anfangszeit - von seinen täglichen Erfahrungen im Bereich des
Sozialrechts profitiert und könnten von diesem Wissen auch nach ihrem
akademischen Abschluss in der täglichen Arbeit profitieren.
