Netzwerke fördert: Politiker versprechen Hilfe für die beiden Cluster an der Fachhochschule
Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss hat sich in der Fachhochschule
mit den beiden regionalen Clustern Leichtbau und Mikrosystemtechnik
beschäftigt. Die bayerische Staatsregierung plant, 19 landesweite
Cluster für Hightech, Produktion und Querschnittstechnologien
auszubauen. Noch ist das Zusammenspiel von regionalen mit landesweiten
Clustern nicht geklärt.
"Wir verfolgen mit großer Sorge, wie die Abstimmung unserer regionalen Cluster mit landesweiten Clustern gehen wird", sagte der Präsident der Fachhochschule, Prof. Dr. Erwin Blum. Zusammen mit Prof. Dr. Helmuth Gesch, Marc Bicker und Prof. Dr. Otto Huber stellte er den Stadträten die beiden Netzwerke an der Fachhochschule ausführlich vor.
Die CSU-Stadträtin Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner sah eine Gefahr darin, "dass die bayerische Clusterpolitik sehr münchenzentriert sein wird". Kämmerer Rupert Aigner erklärte: "Die beiden Cluster sind ein Standortfaktor, mit denen Landshut werben kann." Auf Antrag der CSU-Stadträtin und Landtagsabgeordneten Ingeborg Pongratz suchte der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nach Möglichkeiten, die hiesigen Cluster zu unterstützen. Gesch bat beispielsweise um Hilfe bei der Analsyse von Bedürfnissen der ansässigen Firmen. Oberbürgermeister Hans Rampf schlug vor, Diplomarbeiten zu diesem Thema zu fördern.
Kürzlich hatte Pongratz Bayerns Wirtschatsminister Erwin Huber um Unterstützung dabei gebeten, Landshut in die bayerische Cluster-Strategie einzubeziehen. "Ich kann versichern, dass Landshut im Rahmen der Cluster-Offensive angemessene Berücksichtigung finden wird", teilte der Staatsminister mit. Pongratz wies Huber darauf hin, dass es auch in Landshut zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen gebe, die keine eigene Forschungsabteilungen hätten. Diese sollten durch Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen Vorteile bekommen. Auch für die Fachhochschule sei eine engere Einbeziehung in landesweite Cluster eine Chance.
Pongratz zufolge zeigte sich Huber für ihr Anliegen
sehr offen. Huber: "Im Rahmen der Vorbereitungen der Cluster-Offensive
wurden die vorhandenen Potenziale in Landshut eruiert. Sie sind in die
Konzepte zu den einzlnen Clustern eingeflossen. "Landshut besitze
zahrlreiche Kompetenzen unter anderem im Leichtbau und bei
Finanzdienstleistungen. Die Stadt werde in die entsprechenden Cluster
umfassend eingebunden.
Pongratz zufolge sagte Huber weiterhin, dass im Cluster Automotive die Arbeiten der Fachhochschule Landshut und des Leichtbau-Clusters Niederbayern einen bedeutenden Kristallisationskern bildeten. Außerdem werde sich die Fachhochschule in das Cluster Finanzdienstleistungen mt eigenen Forschungsarbeiten einbringen.
Text: Landshuter Zeitung, 25. März 2003
