Hochschulseminar: seit 28 Jahren deutsch-französische Freundschaft
Das „deutsch-französischem Hochschulseminar“, eine Kooperation der Hochschule Landshut mit dem Technikinstitut IUT Robert Schumann der Universität Strasbourg gilt als eine der ältesten Kooperationen im Bildungsbereich zur Festigung der Freundschaft der beiden Länder. Sie findet seit 28 Jahren jährlich wechselnd in Passau und im Raum Strasbourg statt. Je fünfzehn deutsche bzw. französische Studierende trafen sich in der Woche vom 16. bis 21. Oktober auf der Veste Oberhaus in Passau. Geleitet wurde das Seminar auf deutsche Seite von den Professoren Dr. Dieter Greipl und Dr. Peter Winkelmann mit Unterstützung durch ihre französi-schen Kollegen Laurent Knepfler und Martial Libera.
Das diesjährige Seminar stand überwiegend im Zeichen der geschichtlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Aspekte Niederbayerns und speziell des Salzhandels. Demzufolge umfasste das vielfältige Programm u.a. einen Besuch der „Glanz und Elend“-Ausstellung des Passauer Oberhaus Museums und ein Vortrag über die goldenen Salzsteige nach Böhmen durch den Passauer Diözesanarchivar Dr. Herbert Wurster. Veronika Perschl aus der Geschäftsführung des ostbayerischen Tourismusverbandes führte die Teilnehmer in die Schönheit des Qualitätsweges Goldsteig ein. Dr. Lars Reime von der Südsalz GmbH in Reichenhall schlug die Brücke zur Gegenwart, indem er über die Salzproduktion und Salzvermarktung in heutiger Zeit referierte.
Geschäftsführer Peter Sonnleitner sowie Gundhild Heigl und Thomas Genosko von der IHK Niederbayern setzten den Gegenwartsbezug fort. Sie informierten die Studierenden über die Aufgaben der IHK, die Wirtschaftskraft der hiesigen Region und über die Internationalisierung Niederbayerns. Ein weiteres Highlight für die französischen Gäste stellte dann zum Abschluss der Seminarwoche eine Besichtigung der Fertigung der BMW-Werke in Dingolfing dar.
Bei ihrem Treffen mit dem neuen Präsidenten der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Karl Stoffel, konnten die deutschen und französischen Professoren über den für das Wintersemester 2012 geplanten Doppel-Bachelor-Studiengang sprechen, der der Kooperation der beiden Hochschulen sicher weitere Impulse verleihen wird. „Wir freuen uns schon auf das nächste Seminar im Herbst 2012 in Strasbourg“, so der Ausblick der französischen Professoren beim Ab-schlusstreffen. Und die Studierenden ergänzten: „Bei keiner anderen Gele-genheit kann man Gemeinsamkeiten und Gegensätze verschiedener Kulturen so gut erleben und ein gegenseitiges Verständnis entwickeln, als wenn man eine Woche unter einem Dach zusammenlebt.“
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