Mitten im Sommer Diplomarbeit im chilenischen Winter
Vom Deutschen Sommer in den chilenischen Winter wechseln zwei
Diplomanden der FH Landshut. Die BWL-Studenten Christiana Herndl und Andreas Bayer nutzen die neue Verbindung zur
Universität Finis Terrae in Chile, um in Südamerika ihre Diplomarbeit
zu schreiben.
Bei einem Besuch im letzten Jahr hatten FH-Präsident Prof. Dr. Erwin
Blum und Prof. Dr. Peter Preißler eine Zusammenarbeit zwischen der
Fachhochschule Landshut und der chilenischen Universidad Finis Terrae
(Providencia, Santiago) vereinbart. Den Kontakt zur Universität stellte
Prof. Dr. Preißler, im Fachbereich Betriebswirtschaft Beauftragter für
das internationale Hochschulnetzwerk, über seine Bekanntschaft zum
ehemaligen Notenbankpräsidenten von Chile, Prof. Alvaro Bardon her, der
heute an der Universität Finis Terrae lehrt.
Dieser Kontakt trägt jetzt erste Früchte. Mit Christiana Herndl und
Andreas Beyer machen sich jetzt zwei Studenten des Fachbereichs
Betriebswirtschaft auf den Weg, um Ihre Diplomarbeit in Chile zu
schreiben. Beide Arbeiten werden von Prof. Dr. Preißler betreut, der
dem Land aus privaten Reisen und durch persönliche Kontakte sehr
verbunden ist. Den beiden Studenten gab er bei ihrem letzten Treffen
vor dem Abflug noch wertvolle Tipps und Kontaktadressen für den
Aufenthalt in diesem „prosperierenden und faszinierenden Land“, wie
Prof. Preißler es formuliert, mit auf dem Weg.
Die beiden Diplomanden freuen sich auf die neue Herausforderung in
einer anderen, der europäischen aber sehr verwandten, Kultur. Beide
haben sich im Sprachenzentrum der FH Spanisch-Kenntnisse angeeignet.
Christiane Herndl sammelte bei einem Praktikumssemester in Madrid
bereits Auslandserfahrung in einem spanischsprachigen Land und freut
sich auf die Zeit in Südamerika. Sie befasst sich in ihrer Diplomarbeit
mit der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Chiles im 19.
Jahrhundert. Die Verbreitung und Anwendung von Balance Score Card in
chilenischen Unternehmen untersucht Andreas Beyer. Ihn hat es schon
immer „in die Ferne gezogen“, es ist aber für ihn der erste längere
Studienaufenthalt im Ausland.
Die erste Herausforderung für die beiden wird sein, mit dem
Temperatursturz zurecht zu kommen: Sie reisen in den chilenischen
Winter mit Schnee und Eis. Ihre Rückreise im Januar werden sie unter
umgekehrten Vorzeichen mitten im chilenischen Sommer antreten.
