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FH Landshut weiterhin einzige EMAS-Hochschule Bayerns

Freude über das EMAS-Zertifikat: Prof. Dr. Blum, Hansgeorg Falterer, Dieter NIßlBereits seit Anfang 2003 unterwirft sich die FH Landshut als einzige Hochschule Bayerns der Öko-Zertifizierung nach EMAS. Nach erneuter Überprüfung durch einen unabhängigen Gutachter darf die Hochschule jetzt für weitere drei Jahre das EMAS-Logo führen.

EMAS steht für das europäische Umwelt-Audit-Systems „Eco-Management and Audit Scheme“ und stellt höhere Anforderungen als die bekannte ISO-Norm 14001, die somit auch erfüllt wird. Die Fachhochschule Landshut verpflichtet sich im Rahmen der EMAS-Zertifizierung zur Einhaltung aller relevanten Umweltgesetze und -vorschriften, zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes und zum Aufbau eines wirksamen Umweltmanagementsystems. Diese Ziele sollen durch die gezielte Information und Motivation von Mitarbeitern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit gefördert werden.

„Das Umweltmanagement war mit einem recht hohen Arbeitsaufwand verbunden, zeigt aber Wirkung,“ freut sich FH-Kanzler Hansgeorg Falterer, der das Projekt vorangetrieben hat. So konnte z.B. der Gas- und Stromverbrauch auf dem gleichen Niveau wie 2003 gehalten werden, obwohl neue Räumlichkeiten wie z.B. das Kompetenzzentrum in Gebrauch genommen wurden. Auch wurde das Restmüllaufkommen um ca. 10 Prozent gesenkt. 

Jedes Jahr erfolgt eine Standortbegutachtung durch einen unabhängigen Umweltgutachter, nach drei Jahren wird eine Revalidierung des gesamten Umweltmanagementsystems gefordert, in der das ganze System auf Verbesserungsmöglichkeiten abgeklopft werden soll. .

Am 9. Februar 2006 fand die erfolgreiche Standortbegutachtung durch den Umweltgutachter Dr. Georg Sulzer statt.  Eben traf die neue, wieder drei Jahre gültige Urkunde ein, in dieser Zeit kann sich die FH Landshut weiter als EMAS-zertifizierte Hochschule betrachten.

Den Startschuss für die Zertifizierung bildete das Pilotprojekt „Umweltschutz an Hochschulen“, in dessen Rahmen an der FH Landshut im Jahr 2001 begonnen wurde, ein Umweltmanagementsystem aufzubauen. „Dazu wurde ein Umweltteam geschaffen, das die Ermittlung, Erfassung und Bewertung von Daten – vom Papier- Wasser- und Energieverbrauch bis hin zu vorhandenen Gefahrenstoffen – in Angriff nahm. Die Einhaltung von umweltrechtlichen Anforderungen in den Bereichen Luft, Lärm, Gase, Staub, Abfall usw. wurde in allen Bereichen der Hochschule, vom Labor bis zum Rasenmäher durchgeführt“ erläutert der Umweltmanagementbeauftragte Dieter Nißl.

Der Ressourcen- und Energieverbrauch wurde erfasst, Emissionen ermittelt und Möglichkeiten gesucht, Verbrauchsstoffe und Abfälle zu reduzieren. Checklisten wurden ausgearbeitet und eine Bestandsaufnahme vor allem von Gefahrenstoffen durchgeführt. Alle erfassten Gefahrstoffe wurden bewertet und nach weniger gefährlichen Ersatzstoffen gesucht. Bei der großen Bandbreite an Fachlaboren und Werkstätten mit modernster Ausstattung kommen die unterschiedlichsten technischen Regeln und Vorschriften bezüglich Arbeits- und Umweltschutz zum Tragen.

In diesem Bereich wurden Verfahrensanweisungen erstellt, in denen Abläufe mit Verantwortlichkeiten und Arbeitsmittel geregelt sind. Arbeitsanweisungen geben klare Informationen und Hilfsmittel zur Ausführung der Tätigkeiten an die Hand.

Durch Schulungen wurde das Bewusstsein bei den FH-Mitarbeitern/innen geschärft, denn jeder kann in seinem Bereich helfen, Ressourcen zu sparen:

  • Oft kann Abfall grundsätzlich vermieden werden, Restmüll kann von Wertstoffen getrennt,
  • Heizkosten durch Stoßlüften und Abschalten der Thermostatventile gespart werden.
  • Durch das Abschalten nicht mehr benötigter Beleuchtung (z.B. in Büros oder leeren Hörsälen sowie beim Verlassen des WCs) oder das Ausstecken der Steckernetzteile nach Verwendung kann man Strom sparen.
  • Durch einfache Maßnahmen, wie das Zudrehen des Wasserhahns beim Einseifen der Hände oder die Verwendung des Wasser-Stopps der WC-Spülung, kann der Wasserverbrauch reduziert werden,
  • Papier kann gespart werden, indem man nur druckt, was wirklich nötig ist, möglichst beidseitig, und die Rückseite von Fehldrucken beispielsweise für Notizen verwendet.

Den unabhängige Umweltgutachter Dr. Sulzer nahm schließlich erstmals am 12. November 2002 eine Standortbegutachtung vor. Und das Umwelt-Management der FH bestand auf Anhieb die Prüfung der Gutachter unterzeichnete die Umwelterklärung der FH Landshut. Mit der damit für gültig erklärten Umwelterklärung konnte bei der IHK München die Registrierung im EMAS-Register beantragt werden.

Im Beisein von Umweltminister Dr. Werner Schnappauf und des niederbayerischen Regierungspräsidenten Dr. Walter Zitzelsberger erfolgte am 14.2.2003 schließlich die feierliche Übergabe der Registrierungsurkunde von IHK-Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart an FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum.
Die aktuelle Umwelterklärung und weitere Informationen dazu sind auf der Homepage der FH Landshut http://www.fh-landshut.de/wir/emas zu finden.


Updated: 13.08.2007
 
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