Wissenschaftsminister weiht neues Technologiezentrum Energie ein
Erste Forschungsaußenstelle der Hochschule - ein Leuchtturmprojekt für die
Energiewende
Niederbayern erhält ein neues Forschungszentrum: Dr. Wolfgang
Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und
Kunst, eröffnete soeben das neue "Technologiezentrum Energie" in der
Marktgemeinde Ruhstorf an der Rott. Vor mehr als 100 Persönlichkeiten
aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft betonte er: „Eine
leistungsstarke Energieforschung ist unabdingbar für eine
zukunftsfähige Energieversorgung. Mit dem neuen Technologie-Zentrum in
Ruhstorf wird das Potential Bayerns in diesem Bereich deutlich erhöht.
Damit steigern wir auch die Attraktivität der Region für Wissenschaft
und Wirtschaft – und vor allem für die Menschen, die hier leben und
arbeiten.“
Technologiezentrum als Idealfall für Energieforschung und Regionalförderung
Konzipiert wurde das neue Technologiezentrum Energie als Forschungs- und Entwicklungseinrichtung. Umgesetzt werden soll darin die Idee des Projekts INSEL, ein innovatives skalierbares Energiekonzept, das die Hochschule Landshut gemeinsam mit der Wirtschaft in Ruhstorf entwickeln will. Der Aufbau der Laboreinrichtung und die Finanzierung des Forschungspersonals werden aus Mitteln des Programms "Aufbruch Bayern" des Freistaates für fünf Jahre mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützt. Wissenschaftsminister Heubisch: „Dieses Projekt kommt genau zur rechten Zeit. Denn es passt zum Energie-Umstieg, den wir zügig und konsequent verwirklichen wollen. Damit steht das Technologiezentrum Energie beispielhaft für Aufbruch Bayern – die Zukunfts-Initiative der Bayerischen Staatsregierung.“
„Eine vernetzte Hochschullandschaft und ein lebendiger,
projektbezogener Austausch von Hochschulen und Unternehmen sind für die
Zukunftsfähigkeit der Region und des gesamten ländlichen Raums von
entscheidender Bedeutung“, ist MdL Walter Taubeneder überzeugt. Für
Landrat Franz Meyer (Landkreis Passau) stellt das Technologie-Zentrum
den Idealfall einer nachhaltigen Regionalentwicklung dar. MdL Bernd
Sibler, Vorsitzender des Ausschusses für Hochschule, Forschung und
Kultur im Bayerischen Landtag, sieht darin ein „Signal für die
Vitalität der ländlichen Regionen“.
Die Marktgemeide Ruhstorf an der Rott stellt mit Unterstützung des Landkreises Passau für fünf Jahre das hochmoderne Gebäude mietfrei zur Verfügung. Für den Markt Ruhstorf und auch den Landkreis Passau bedeute die Einrichtung des Technologiezentrums Energie eine Chance, an zukunftsweisenden Entwicklungen teil zu haben, wie Ruhstorfs 1. Bürgermeister Erich Hallhuber betonte. Für Christian Hatz, Geschäftsführer der in Ruhstorf ansässigen Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG und Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer für Niederbayern in Passau, bietet das Technologiezentrum in Ruhstorf vor dem Hintergrund der beschlossenen Energiewende für die regionale Wirtschaft und besonders für den Mittelstand eine einmalige Chance und hervorragende Perspektiven.
Erste Forschungsaußenstelle ein Meilenstein für die Hochschule Landshut
„Das Technologiezentrum Energie stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Hochschule Landshut dar“, wie Hochschulpräsident Prof. Dr. Stoffel erklärte. Dies, weil mit dem Technologiezentrum die erste Forschungsstelle der Hochschule außerhalb des Campus eingeweiht werde, zusätzlich aber auch, weil damit die Hochschule Landshut das wichtige Thema Energie- und Umwelttechnik verstärkt als Schwerpunkt ihrer Forschungsaktivitäten aufnehme.
Das im Technologiezentrum verfolgte Projekt INSEL beschäftigt sich mit Konzepten einer autarken, dezentralen Energieversorgung bei verstärktem Einsatz von regenerativen Energien. Dabei soll nicht nur eine energietechnische, sondern auch eine regionale Insellösung entwickelt werden: eine autarke, regenerative, dezentrale sowie hybride Strom- und Wärmeversorgung steht im Mittelpunkt.
Das Vorhaben zielt auf
Anlagen- und Steuerungstechnologien, die die knapper werdenden
Ressourcen z. B. durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe schonen und
Energie thermisch, chemisch oder elektrisch speichern. In der
Anfangsphase wird ein Einfamilienhaus bzw. kleiner Gewerbebetrieb) als
Zielobjekt betrachtet. Dabei würden am Technologiezentrum Energie neben
den Themen Energiesysteme, Energiespeicher und Netzintegration auch die
Bereiche Existenzgründung sowie Kommunikation & Qualifizierung
aufgegriffen, wie der Initiator, Prof. Dr. Helmuth Gesch, Vizepräsident
der Hochschule Landshut, erklärte.
Die in der neuen Forschungseinrichtung entwickelten Ergebnisse werden der Wirtschaft, der Fachwelt und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das Technologiezentrum Energie ist als langfristig wirtschaftlich tragfähige Institution ausgerichtet, die in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Einrichtungen der Region die Zukunftsthemen in der Energietechnik gestalten soll.
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