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Wissenschaftsminister weiht neues Technologiezentrum Energie ein

Erste Forschungsaußenstelle der Hochschule - ein Leuchtturmprojekt für die Energiewende

Bei der Schlüsselübergabe des neuen Technologiezentrums Energie der Hochschule Landshut (v.l.n.r.): Prof. Dr. Helmuth Gesch (Hochschule Landshut), Christiona Hatz (Motorenfabrik Hatz GmbH & Co.KG), MdL Walter Taubeneder, Franz Meyer (Landrat Landkreis Passau), Präsident Prof. Dr. Karl Stoffel (Hochschule Landshut), Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, Erich Hallhuber (1. Bürgermeister Markt Ruhstorf a.d. Rott), MdL Bernd Sibler, Josef Huber (Technologiezentrum Energie, Hochschule Landshut).Niederbayern erhält ein neues Forschungszentrum: Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, eröffnete soeben das neue "Technologiezentrum Energie" in der Marktgemeinde Ruhstorf an der Rott. Vor mehr als 100 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft betonte er: „Eine leistungsstarke Energieforschung ist unabdingbar für eine zukunftsfähige Energieversorgung. Mit dem neuen Technologie-Zentrum in Ruhstorf wird das Potential Bayerns in diesem Bereich deutlich erhöht. Damit steigern wir auch die Attraktivität der Region für Wissenschaft und Wirtschaft – und vor allem für die Menschen, die hier leben und arbeiten.“

Technologiezentrum als Idealfall für Energieforschung und Regionalförderung

Konzipiert wurde das neue Technologiezentrum Energie als Forschungs- und Entwicklungseinrichtung. Umgesetzt werden soll darin die Idee des Projekts INSEL, ein innovatives skalierbares Energiekonzept, das die Hochschule Landshut gemeinsam mit der Wirtschaft in Ruhstorf entwickeln will. Der Aufbau der Laboreinrichtung und die Finanzierung des Forschungspersonals werden aus Mitteln des Programms "Aufbruch Bayern" des Freistaates für fünf Jahre mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützt. Wissenschaftsminister Heubisch: „Dieses Projekt kommt genau zur rechten Zeit. Denn es passt zum Energie-Umstieg, den wir zügig und konsequent verwirklichen wollen. Damit steht das Technologiezentrum Energie beispielhaft für Aufbruch Bayern – die Zukunfts-Initiative der Bayerischen Staatsregierung.“

Bayerns Wissenschaftsminister, Dr. Wolfgang Heubisch, bezeichnete den neuen Forschungsstandort als Leuchtturmprojekt beim Thema Energiewende.„Eine vernetzte Hochschullandschaft und ein lebendiger, projektbezogener Austausch von Hochschulen und Unternehmen sind für die Zukunftsfähigkeit der Region und des gesamten ländlichen Raums von entscheidender Bedeutung“, ist MdL Walter Taubeneder überzeugt. Für Landrat Franz Meyer (Landkreis Passau) stellt das Technologie-Zentrum den Idealfall einer nachhaltigen Regionalentwicklung dar. MdL Bernd Sibler, Vorsitzender des Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur im Bayerischen Landtag, sieht darin ein „Signal für die Vitalität der ländlichen Regionen“.

Die Marktgemeide Ruhstorf an der Rott stellt mit Unterstützung des Landkreises Passau für fünf Jahre das hochmoderne Gebäude mietfrei zur Verfügung. Für den Markt Ruhstorf und auch den Landkreis Passau bedeute die Einrichtung des Technologiezentrums Energie eine Chance, an zukunftsweisenden Entwicklungen teil zu haben, wie Ruhstorfs 1. Bürgermeister Erich Hallhuber betonte. Für Christian Hatz, Geschäftsführer der in Ruhstorf ansässigen Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG und Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer für Niederbayern in Passau, bietet das Technologiezentrum in Ruhstorf vor dem Hintergrund der beschlossenen Energiewende für die regionale Wirtschaft und besonders für den Mittelstand eine einmalige Chance und hervorragende Perspektiven.

Erste Forschungsaußenstelle ein Meilenstein für die Hochschule Landshut

Für Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel stellt die Eröffnung des Technologiezentrums Energie in Ruhstorf a.d. Rott einen Meilenstein in der Hochschulgeschichte dar.

„Das Technologiezentrum Energie stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Hochschule Landshut dar“, wie Hochschulpräsident Prof. Dr. Stoffel erklärte. Dies, weil mit dem Technologiezentrum die erste Forschungsstelle der Hochschule außerhalb des Campus eingeweiht werde, zusätzlich aber auch, weil damit die Hochschule Landshut das wichtige Thema Energie- und Umwelttechnik verstärkt als Schwerpunkt ihrer Forschungsaktivitäten aufnehme.

Das im Technologiezentrum verfolgte Projekt INSEL beschäftigt sich mit Konzepten einer autarken, dezentralen Energieversorgung bei verstärktem Einsatz von regenerativen Energien. Dabei soll nicht nur eine energietechnische, sondern auch eine regionale Insellösung entwickelt werden: eine autarke, regenerative, dezentrale sowie hybride Strom- und Wärmeversorgung steht im Mittelpunkt.

Bei einer begleitenden Ausstellung zeigten Abieter aus Unternehmen und Forschung das in der Region vorhandene Know-how. Das Vorhaben zielt auf Anlagen- und Steuerungstechnologien, die die knapper werdenden Ressourcen z. B. durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe schonen und Energie thermisch, chemisch oder elektrisch speichern. In der Anfangsphase wird ein Einfamilienhaus bzw. kleiner Gewerbebetrieb) als Zielobjekt betrachtet. Dabei würden am Technologiezentrum Energie neben den Themen Energiesysteme, Energiespeicher und Netzintegration auch die Bereiche Existenzgründung sowie Kommunikation & Qualifizierung aufgegriffen, wie der Initiator, Prof. Dr. Helmuth Gesch, Vizepräsident der Hochschule Landshut, erklärte.

Die in der neuen Forschungseinrichtung entwickelten Ergebnisse werden der Wirtschaft, der Fachwelt und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das Technologiezentrum Energie ist als langfristig wirtschaftlich tragfähige Institution ausgerichtet, die in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Einrichtungen der Region die Zukunftsthemen in der Energietechnik gestalten soll.


 

 


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Updated: 10.10.2011
 
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