Gründerteam der FH Landshut erhält Bundesförderung
Das Thema Existenzgründung gewinnt bei den Studenten/innen der
Fachhochschule Landshut zunehmend an Fahrt. Mit den drei Informatik-Studenten
Matthias Frick, Michael Haltmaier und Jan Veit, erhielt jetzt ein
zweites Gründerteam der Fachhochschule Landshut die begehrte Förderung
aus dem Bundes-Förderprogramm Exist Seed.
Das Team will unter dem Namen ASTASO (Advanced Statistical Solutions) eine Software für die statistische Prozesskontrolle entwickeln und vertreiben. Das Programm soll speziell Unternehmen eine wertvolle Hilfestellung bietetn, bei denen eine aufwändige, in viele Produktionsschritte gegliedert Fertigung nötig ist. Die neue Software wertet Testdaten automatisch aus, informiert selbständig Ingenieure in der Produktion von Abweichungen und hilft so bei der Fehleranalyse. Das Produkt soll z.B. bei Unternehmen der Halbleiterindustrie zum Einsatz kommen.
Dabei verfolgt die neue Software den innovativen Ansatz, das Kunden-Know-how so weit wie möglich in die Software einfließen zu lassen. „Neu an dem Produkt ist der quelloffene Code, der es den Kunden ermöglicht, die Software selbst an ihre Bedürfnisse bzw. die jeweiligen Spezifika des Unternehmens anzupassen“ erklärt Matthias Frick. Der Kunde kann so den Produktionsablauf und das Know-How seines Unternehmens sowie seiner Ingenieure in die neue Software integrieren, um die Produktivität und Effektivität seiner Fertigung zu erhöhen. Natürlich bieten die jungen Existenzgründer auch Support für Installation, Integrierung und Erweiterung der Software an.
Zwar bedeutet die Gründung neben dem Studium eine Doppelbelastung, doch wollte das Team schon früh die Chance ergreifen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. „Ein klarer Vorteil liegt darin, dass wir so auf die Kompetenzen und Ressourcen der Fachhochschule Landshut zurückgreifen können“ erklärt Frick. So unterstützte z.B. Ludwig Griebl, Professor in der Fakultät Informatik, als Mentor und Projektbetreuer das Team. Er machte zusammen mit Harald Wagner vom Existenzgründerbüro an der FH, die Exist-Seed-Förderung erst möglich. Träger des Programms sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der Europäische Sozialfond de EU. Das bundesweite Förderprogramm EXIST-SEED unterstützt technologieorientierte Gründerideen aus Hochschulen bereits in der Frühphase.
Die Antragstellung erforderte einen erheblichen Zeitaufwand, es musste ein Ideenpapier inklusive Projektbeschreibung, Marktanalyse und erstem Businessplan verfasst werden. Doch der Aufwand hat sich gelohnt, das junge Team ist – von Exist-Seed gefördert – an der FH Landshut beschäftigt und erhält Zuschüsse für notwendige Sachmittel. Harald Wagner freut sich besonders über die Förderung, weil es innerhalb kurzer Zeit bereits das zweite geförderte Projekt an der FH Landshut ist, „was keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist“, wie Harald Wagner betont.
Für Prof. Ludwig Griebl ist das Team ein gelungenes Beispiel für den hohen Anwendungsbezug des Studiums an der Fachhochschule Landshut. Die Idee zu dem Produkt entstand während eines Praktikums im Rahmen des Studiums. Er traut den „hoch talentierten Studenten zu, sich mit ihrem innovativen Produkt erfolgreich etablieren zu können, dies wurde zusätzlich durch den positiven Bescheid der Förderung durch Exist-Seed bestätigt“.
Besondere Erfolgsaussichten rechnet sich das Gründerteam auch durch gute Kontakte zu namhaften Herstellern von Fertigungsanlagen aus, die der neuen Software positiv gegenüber stehen. Trotz der Doppelbelastung Studium und eigene Existenz hat das rege Team bereits einen Prototypen der Software entwickelt, der demnächst vor internationalen Experten präsentiert wird. Weitere Infos bietet die eben fertig gestellte Homepage www.astaso.com EXT();.
