FH-Profs kommen beim HSG-Neujahrsempfang ins Gespräch
Die
Hochschulgemeinde (HSG) lud die Professoren der Fachhochschule Landshut
und ihre Partner/innen zum Neujahrsempfang ein, um
fakultätsübergreifend auch außerhalb des Lehrbetriebs miteinander ins
Gespräch zu kommen. Dr. Odilo Lechner früherer Abt in Andechs, stellte
in seiner humorvollen aber auch besinnlichen Ansprache die Frage, wie
viel Individualität eine Gemeinschaft verträgt.
Als „Wohlwollende Anerkennung“ empfand es Dr. Alfons Hämmerl, der katholische Seelsorger der HSG, dass mehr als 40 Professorinnen und Professoren und auch FH-Präsident Professor Dr. Erwin Blum der Einladung zum erstmals initiierten Neujahrsempfang im Pfarrsaal der Gemeinde Peter und Paul gefolgt waren. „Miteinander ins Gespräch kommen“ sei der Wunsch für erstmals veranstalteten Neujahrsempfang, wie Ulrich Conrad, evangelischer Pfarrer in der HSG, formulierte. Gerade Fakultätsübergreifend hätte man nur selten die Gelegenheit, Kontakte knüpfen zu können. Da das „Drumherum und die Lebensqualität auf dem Campus“ ein Kernanliegen der HSG, habe man mit dem Neujahrsempfang eine Möglichkeit schaffen wollen, soziale Bande zu knüpfen.
Der
Abend im festlich geschmückten Rahmen außerhalb der Hochschule bot
kulturell wie kulinarisch ansprechende Kost. Der HSG-Chor unter der
Leitung von Gabi Fröschl untermalte den Abend musikalisch, Monika
Brunsch und ein Team aus freiwilligen Studenten sorgten für das
leibliche Wohl mit Kürbissuppe, Häppchen und Kuchen.
Dr. Odilo Lechner, Altabt von St. Bonifaz und Andechs, begeisterte in
einer humorvollen und dennoch philosophischen Ausführung zur Frage
„Solidaire-Solitaire?“, Gemeinschaft oder Individualität, mit der sich
schon der Schriftsteller Albert Camus befasst habe.
Aus seiner Erfahrung als Benediktinermönch, kenne er die Vorteile von Stabilität und Beständigkeit in der Gemeinschaft. Allerdings müsse auch die Achtung vor der Würde des Einzelnen neben der Verantwortung für das Ganze berücksichtigt werden. Es sei abzuwägen, was sinnvoller wäre: „für jeden das gleiche oder für jeden das, was er braucht“. Jeder habe seine Eigenarten und bereits in der bayerischen Verfassung seien die Bedürfnisse des Einzelnen berücksichtigt. Hier sei verankert, dass jeder Bürger einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildung nach seinen Fähigkeiten, Neigungen und inneren Berufung habe.
Die
Kunst liege darin, „das Individuelle und das Ganze zusammenzubringen“,
wie Dr. Odilo Lechner ausführte. Besonders im heutigen
"Non-Stop-Zeitalter", solle man von Zeit zu Zeit innezuhalten um zu
prüfen, ob man sich in die richtige Richtung bewege. Dafür sei es
wichtig, dass man den Blick über das eigene Fach hinaus weite „auf der
Suche nach einem gemeinsamen Sinn und Ziel“. Hierfür biete der
Neujahrsempfang eine gute Möglichkeit.
Und an diesem Abend
nahmen sich die Anwesenden viel Zeit, miteinander ins Gespräch zu
kommen, sich zu unterhalten, gemeinsam zu lachen und zu genießen. Die
Professoren waren sich einig, dass man selten die Gelegenheit habe, in
angenehmer und ungezwungener Atmosphäre so viele Kollegen/innen der
anderen Fakultäten kennen zu lernen. „Eine gute Idee, die auf alle
Fälle wieder aufgegriffen werden sollte“, ist beispielsweise Prof. Dr.
Thomas Wolf überzeugt. Das Ziel der HSG, mit der Veranstaltung die
Lebensqualität an der Fachhochschule wieder ein Stück heben, scheint
voll aufgegangen zu sein: denn Glück ist bekanntlich ja der Wunsch nach
Wiederholung.
