IHK-Mittelstandsforum: Erfolgsfaktor Wissensmanagement
Wäre es nicht schön, wenn wir das gesammelte Wissen in den Unternehmen und Hochschulen so bündeln könnten, dass daran alle Mitarbeiter uneingeschränkt teilhaben und optimalen Nutzen daraus ziehen könnten? Den Weg dorthin zeigten die Referenten des Mittelstandsforums „Wissensmanagement“, zu dem rund 50 Unternehmensvertreter in die Hochschule Landshut kamen.
Die von der IHK Niederbayern in Zusammenarbeit mit der Hochschule sowie dem IT-Forum Niederbayern e.V. organisierte Veranstaltung eröffneten der Hausherr und Präsident der Hochschule Landshut, Professor Dr. Karl Stoffel, der betonte, dass ein Thema wie das Wissensmanagement natürlich für eine akademische Bildungseinrichtung eine besondere Bedeutung habe. Der Vizepräsident der IHK Niederbayern, Hans Graf machte in seinem Grußwort deutlich, dass Wissen eine Ressource von unschätzbarem und gleichzeitig unterschätztem Wert sei.
Dem stimmte Professor Dr. Peter Scholz (Hochschule Landshut, Fakultät Informatik zu, eigentlich müsste der vierte Produktionsfaktor neben Arbeit, Boden und Kapital nicht Information sondern Wissen heißen. Er stellte in seiner Keynote unter dem Schlagwort „survival of the smartest“ heraus, dass nicht die Größe eines Unternehmens ausschlaggebend für den Erfolg sei, sondern seine Intelligenz und das für alle verfügbare Wissen. Wissensmanagement zählt zu den zentralen Faktoren, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. In den meisten Unternehmen wird viel Zeit aufgewendet, Fachwissen zu generieren, es fehlt jedoch oft die Möglichkeit, dieses Wissen sinnvoll und effizient zu dokumentieren und für die Mitarbeiter/innen nutzbar zu machen. Konzepte, das Wissen in Unternehmen zu bündeln, seien der Aufbau von Wissensgemeinschaften (Netzwerke), Wissenslandkarten („Gelbe Seiten“) und Wissensbasen.
Siegbert Müller von der Agentur EnEm aus Rotthalmünster ging auf die Nutzung neuer Werkzeuge ein. Sein Thema: Die Chancen des Wissensmanagements durch Wikis, Blogs und Social Internet. Er zeigte, wie Unternehmen diese Tools nutzen können und gab konkrete Tipps für die praktische Umsetzung. Stefan Bauer von der Conactive GmbH aus Deggendorf ging im Anschluss näher auf den Einsatz von Dokument-Management-Systemen ein. Sein Fazit: „Dokument-Management-Systeme bringen nicht nur mehr Ordnung in den Arbeitsalltag, sondern sie führen auch zu höherer Geschwin-digkeit der Abläufe und bieten die Möglichkeit Informationen im Unternehmen schneller zu finden.“
Florian Auer, der bei der ADITO GmbH den Service für die dort entwickelten CMS-Systeme leitet, rundete die Veranstaltung mit einem Blick auf die Praxis ab. Seine Erfahrungen bei der Einführung von Wissensmanagement im Unternehmen lautet: „Das Ziel von Wissensmanagement ist es, nicht nur Wissen zu sammeln, sondern vor allem auch das gebündelte Wissen in Können und sinnvolles Handeln weiter zu entwi-ckeln.“
Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Internetseite www.ihk-niederbayern.de oder direkt von Dieter Hilgärtner, Innovationsberater in der IHK Nieder-bayern (Telefon 0851 507-347 oder hilgaertner@passau.ihk.de).
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