Forschernachwuchs mit IHK-Preis 2010 ausgezeichnet
Herausragende Abschlussarbeiten von 13 Absolventen/innen der niederbayerischen Hochschulen wurden mit dem IHK-Preis ausgezeichnet. Darunter mit Dipl.-Ing. (FH) Peter Söckler, Dipl.-Ing. (FH) Tobias Meister und B.A. Ramona Renner auch drei frischgebackene Akademiker der Hochschule Landshut.
Die höchsten Auszeichnung der niederbayerischen Betriebe für Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen Deggendorf und Landshut sowie der Uni Passau wird inzwischen seit 25 Jahren verliehen und fand heuer in Deggendorf statt. Sie unterstreicht den engen Schulterschluss zwischen heimischer Wirtschaft und Wissenschaft. Staatsminister Helmut Brunner betonte die Wichtigkeit von Forschung und Innovation für die Region und rief dazu auf, die Netzwerkbildung auch grenzüberschreitend auszubauen.
Geforscht haben die Preisträger in verschiedenen Materien, gemeinsam ist ihnen allen, dass sie den IHK-Preis 2010 aus den Händen von Staatsminister Brunner und IHK-Präsident Dr. Dachs erhalten haben. Vier Absolventinnen und neun Absolventen der niederbayerischen Hochschulen haben nicht nur ihre wissenschaftlichen Arbeiten mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen, sondern nun mit dem IHK-Preis auch eine angesehene Auszeichnung im Lebenslauf vorzuweisen. Die 13 Preisträger haben durch kreative Arbeiten Lösungen aufgezeigt, die für Wirtschaft wie Wissenschaft Mehrwert bedeuten.
Die Preisträger der Hochschule Landshut
Dipl.-Ing. (FH) Peter Söckler, Studiengang Elektrotechnik
Thema: Schwingungsanalysen am Funktionsprüfstand zur Qualitätsbeurteilung von Verbrennungsmotoren unter Serienbedingungen
Betreuer: Prof. Dr. Reinhold Müller (Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.
Peter Söckler hat in seiner Abschlussarbeit ein sehr komplexes Messsystem durch die Umsetzung vieler neuer, innovativer Ideen auf den modernsten Stand gebracht. Mittels wissenschaftlicher Analyse von Geräusch- und Vibrationsmessungen am Motorenprüfstand können geringste Fertigungsfehler der Triebwerke erkannt, klassifiziert und für die Zukunft eliminiert werden. Dabei hat er die Aufgabe gelöst, erstmals eine große Vielzahl von Motortypen der Landshuter BMW Austauschmotorenferigung in die Prüfabläufe zu implementieren und für jede Motorvariante maßgescheiderte Prüfkriterien zu entwickleln. Die Qualität seiner Arbeit wird eindrucksvoll dadurch belegt, dass die von ihm geschaffenen Prüfprozeduren in der betrieblichen Praxis des Landshuter BMW-Werkes derzeit routinemäßig mit großem Erfolg angewandt werden.
- Dipl.-Ing. (FH) Tobias Meister, Studiengang Maschinenbau (beruflich verhindert, nicht persönlich anwesend)
Thema: Evaluierung der Auswirkung von Verbesserungspotenzialen im Entwicklungsbereich auf die Unternehmensbilanz.
Betreuer: Prof. Dr. Joachim Knappe (Fakultät Maschinenbau)
In der Fakultät sind bisher schon viele Diplomarbeiten im Bereich Industriemarketing bzw. Technischer Vertrieb entstanden, die technische und wirtschaftliche Aspekte miteinander verknüpfen. Tobias Meister betrat Neuland, in der er den Bogen von der Produktentwicklung bis hin zur Unternehmensbilanz schlug. Er entwickelte ein Modell zur wirtschaftlichen Bewertung von Verbesserungspotenzialen in der Entwicklung und wie sich diese konkret in der Bilanz des Unternehmens niederschlagen.
Die Diplomarbeit besticht durch ihre stringente Logik, die tiefgehende theoretische Fundierung und den Beleg der Umsetzbarkeit an drei ausgewählten Beispielen.
B.A. Ramona Renner, Studiengang Soziale Arbeit
Thema: "Inklusion autistischer Kinder und Jugendlicher an Regelschulen", Betreuer: Prof. Dr. Clemens Dannenbeck (Fakultät Soziale Arbeit)
In ihrer Bachelorarbeit schließt Ramona Renner an eine Fachdiskussion an, die durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtsonvetion durch die Bundesrepublik Deutschland (2009) besondere aktuelle Brisanz erhält. Eine knappe Darstellung des Spektrums autistischer Binderungen schließt sich die Klärung des Inklusionsbegriffs an, ehe die Konsequenzen der Inklusion für Menschen mit Autismus aufgezeigt werden. Dabei ist die Empathiefähigkeit der Autorin gegenüber den spezifischen Bedürfnissen und Ressourcen von Menschen mit Autismus besonders hervorzuheben. Sie diskutiert kritische Einwände gegenüber Inklusion, behält dabei aber auch das Menschenrecht auf gemeinsame Bildung für alle im Blick und skizziert konkrete Perspektiven der Umsetzung dieses Rechts für Menschen mit Autismus.
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