Erweiterung des Forschungs-Verbundprojektes IMVAL soll neue Einsatzmöglichkeiten erschließen
Das am
Kompetenzzentrum Leichtbau der Fachhochschule Landshut koordinierte
Verbundprojekt IMVAL (Innovative Mineralschaum Verbund Applikationen
für den Leichtbau) konnte um zwei kompetente Partner erweitert werden: Dennert Poraver GmbH (Schlüsselfeld) und ZoE – Zentrum of
Exellance GmbH & Co.KG in Regen. Die Genehmigung eines
entsprechenden Antrages beim Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie gab der Leiter des Kompetenzzentrums Leichtbau an
der FH, Prof. Dr. Otto Huber, beim Treffen der Partner bei der
Dennert Poraver GmbH bekannt.
Das seit August 2003 laufende Forschungsprojekt IMVAL hat die Herstellung, Charakterisierung und Anwendung eines neuen Verbundwerkstoffs „Zellulare Mineralschaumgranulate in Kunststoff- oder Metallmatrix“ zum Ziel. Konkrete Anfragen aus dem Automobil- und Schienenfahrzeugbau zeigen, dass auch die Industrie Potenzial in dem Mineralschaumverbundwerkstoff sieht, dies besonders für energieabsorbierenden Bauteile (sog. Crash-Absorbern), wie z.B. der Crashbox im Frontbereich und weitere Crash-Elemene in der Tür-Seitenwand von Autos.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms InnoNet zur Förderung innovativer Netzwerke mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Höhe von 800.000,- Euro unterstützt. Das Gesamtbudget des Forschungsprojektes ist etwa doppelt so hoch und wird durch finanzielle Beteiligungen und eigenen Entwicklungsleistung der Unternehmenspartner gedeckt.
Das Konsortium ist nach dieser zweiten Erweiterung auf 13 Mitglieder angewachsen, so dass nun vier Forschungspartner und neun Industriepartner unter der Leitung von Prof. Dr. Otto Huber bis April 2007 gemeinsam an innovativen und marktreifen Applikationen dieses neuen Werkstoffes arbeiten. Dabei stellt die neu aufgenommene Dennert Poraver GmbH die Versorgung der Industriepartner mit Mineralschaumgranulat sicher und betreibt zusammen mit den Forschungspartnern die anwendungsspezifische Optimierung der Granulate. Das Unternehmen produziert seit 1984 jährlich mehrere tausend Tonnen Mineralschaumgranulat aus Basis von Altglas. Der Partner ZoE – Zentrum of Exellance GmbH & Co.KG, ein junges Untenehmen, das Formteile und Platten aus Polymerbeton herstellt, bereichert das Projekt durch das fundierte KnowHow auf dem Gebiet der mineralischen Verbundwerkstoffe mit organischen Matrizes. Beide neu aufgenommenen Partner wollen in der Zusammenarbeit neue Produktideen erschließen und umsetzen.
Mit der Erweiterung der Kooperationspartner wurde das Projekt um sechs Monate verlängert. Es sollen zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten des Materials für Leichtbauprodukte geprüft werden. Durch die neuen Partner werden neben den bisher untersuchten Verbundwerkstoffen auf Metall- und Polyamidbasis nun zusätzlich auch Polyurethanacrylat-Gießharze auf Ihre Eignung sowohl für den Automotive-Bereich als auch für die Möbelproduktion untersucht.
Da
dem Konsortium mit der BMW AG ein Automobilhersteller und mit der DST
Dräxlmaier Systemtechnik GmbH ein wichtiger Systemlieferanten der
Automobilindustrie angehören, bietet das Projekt die besten
Voraussetzungen, diesen neuen Verbundwerkstoff in innovativen
Leichtbauprodukten im automobilen Umfeld zu positionieren.
