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KinderUni: mit Ameisen zeigen, was Informatik ist

Prof. Siebert zeigte was Algorithmen mit Ameisen und Informatik zu tun haben.Was soll dieses schwierige Wort Algorithmus denn überhaupt bedeuten und was hat das mit Ameisen und Fußball Spezl zu tun? Das fragen sich rund 80 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, die an der jüngsten Veranstaltung der KinderUni an der Hochschule Landshut teilnahmen. Unter dem Titel „Ameisenalgorithmen – wie Ameisen ihre Fußball-Spezl abholen würden“ lieferte Prof. Dr. Siebert (Fakultät Informatik) Antworten auf diese Fragen und was das ganze mit Informatik zu tun hat. 

Erst fragten sich die KinderUni-Studenten/innen, warum redet der Informatikprofessor denn plötzlich über Kuchen backen und Möbelmontage? Wer schon einmal einen Schoko-, Birnen- oder Rotweinkuchen gebacken oder zu Hause beim Aufbau von Bank, Tisch oder Regal mitgeholfen hat, weiß, was diese Tätigkeiten vereint - es bedarf einer genauen Anleitung. Und ein Algorithmus ist eigentlich nichts anderes als ein Rezept für den Computer, wie Prof. Siebert erklärt. Die Daten seien dabei die Zutaten und auch dem Computer müsse genauestens mitgeteilt werden, welche Daten wann, wie und wo verarbeitet werden.

Jetzt wollen wir aber wissen, wie Ameisen ihre Fußball-Spezl abholen würden. Als erstes muss geklärt werden, wie man zu dem Fußballspiel kommt: mit dem Bus, der etwa 40 Leute mitnehmen kann. Wenn alle von zu Hause abgeholt werden müssen, stellt sich die Frage, wen hole ich zuerst ab und wie finde ich die kürzeste Route. Anhand von zwölf Punkten auf einem Blatt Papier und einem Stift probierten die wissbegierigen Kinder das gleich mal aus. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, viele haben die richtige Lösung gefunden, die kreisförmig verläuft.

Die Kinder versuchten den kürzesten Weg zwischen Punkten auf einem Blatt Papier zu finden.Ameisen haben dieses Problem des kürzesten Wegs auch gelöst, denn sie suchen und nehmen dann immer den kürzesten Weg zwischen Futter und Ameisenhaufen. Aber, wie machen die Ameisen das? Es wird heißt diskutiert, ob Geruch, Gespür oder gar Kommunikation im Spiel ist. Tatsächlich hinterlassen die kleinen Lebewesen eine Duftspur, sobald sie eine Futterstätte gefunden haben. Dieser können die restlichen Ameisenkollegen folgen. Das macht Sinn, doch ist der erste Weg nicht gleich dem kürzesten. So wuseln Millionen der Sechsfüßler zwischen Futter und Haufen herum, immer auf der Suche nach dem kürzesten Weg wobei alle ihre Duftspuren hinterlassen. Die Kumpanen, die die schnellste Strecke entdeckt haben, laufen am meisten hin und her und hinterlassen somit die stärkste Geruchsspur. Die anderen Ameisen können dann dieser folgen.

Ähnlich läuft es in der Informatik. Prof. Dr. Sieber kommt zu dem Schluss: Informatik ist kreatives Nachdenken und Entwickeln einer Anleitung, wie schnellstmöglich ein Problem gelöst wird.

Text und Fotos: Sabrina Retzer / 3. Semester Wirtschaftsingenieurwesen

 

 


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Updated: 20.10.2011
 
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