Minister Huber attestiert FH Vorreiterrolle beim Thema Cluster
Das Kuratorium der Fachhochschule Landshut mit seinem Vorsitzenden
Staatsminsister Erwin Huber befasste sich mit den - vor allem durch das
neue Hochschulgesetz - angestoßenen Entwicklungen an der FH Landshut.
Huber stellt dabei die Sonderstellung der FH vor allem bei der
Cluster-Bildung heraus. Studierende der FH Landshut müssen ab dem
Sommersemester 2007 mit Studienbeiträgen in Höhe von 400 Euro rechnen.
Profilbildung in Landshut kein neues Thema
Das seit dem 1. Juni 2006 geltende neue bayerischen Hochschulgesetz verpflichten sich die Hochschulen u.a. zu mehr Profilbildung als dies bisher der Fall war. Für die FH Landshut sei dies nichts Neues, sie habe bei ihren Angeboten schon bisher auf eine starke Profilierung geachtet. Hierfür nennt FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum Beispiele wie die beiden an der FH beheimateten Cluster für Leichtbau und Mikrosystemtechnik sowie das Existenzgründungbüro oder die Sonderstellung der FHLA, die als einzige Hochschulen zwei Verbünden, dem Greater Munich Area und dem Lenkungskreis Südostbayerischer Hochschulen angehört.
Die Vorreiterrolle der Fachhochschule Landshut im Bereich der Cluster-Bildung attestiert auch Staatsminister Erwin Huber. Man habe bei der neuen Cluster-Initiative der Staatsregierung auf die positiven Erfahrungen besonders des seit 2002 als Kompetenznetzwerk etablierten Leichtbau-Clusters geblickt und einiges als Beispiel für die Gründung der 19 landesweiten Cluster genommen.
Hochschulen im Wandel
Spätestens seit der neuen gesetzlichen Grundlage befindet sich die
Hochschullandschaft im Wandel. Von der Einführung der Studienbeiträgen
und den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen, die das Diplom ablösen,
der Umbenennung der Fachbereiche in Fakultäten, der neuen Besoldung für
Professoren/innen, die erweiterte Selbständigkeit der Hochschulen
im Bereich der Verwaltung und die Einführung von Kosten und
Leistungsrechnung sowie die Umstrukturierung der Führungsgremien, es
gäbe eine Fülle von Neuerungen. Zusätzlich verpflichteten sich alle bayerischen Hochschulen, bestimmt, mit dem Ministerium
vereinbarte Ziele, bis ins Jahr 2008 umzusetzen. Im Gegenzug dazu wurde den
Hochschulen im Rahmen des Innovationspaktes ein gleich bleibender
Finanzrahmen bis in das selbe Jahr zugesichert. All diese Neuerungen gelte es jetzt
umzusetzen.
Staatsminister Erwin Huber betonte die Bedeutung der steigenden
Autonomie der Hochschulen, die Grundlage für eine erfolgreiche
Profilbildung der einzelnen Hochschulen seien. Eine wichtige Rolle
spielten hier auch die Studienbeiträge, „die aber niemanden vom Studium
abhalten sollen“, wie er erklärt. Deshalb habe die bayerische Staatsregierung hier auf
eine soziale Abfederung geachtet, dies durch Ausnahmeregelungen (keine
Beiträge zahlen Studenten im Urlaubs-, Auslands- oder Praxissemester,
auf Antrag können z.B. Studenten mit Kindern befreit werden) und durch
den vom Elterneinkommen unabhängigen Sudienkredit.
Studienbeiträge in Höhe von 400 Euro geplant
In der anschließenden Diskussion über die Höhe der Beiträge gab
Prof. Dr. Blum zu bedenken, dass man hier Neuland betrete und man nicht
voraussagen könne, wie preisreagibel die Studenten/innen auf
unterschiedliche Studienbeiträge an den einzelnen Hochschulen reagieren
würden. In diesem Zusammenhang weist er noch einmal auf die personelle
Unterbesetzung der FH Landshut hin. Dies solle jetzt durch die
Studienbeiträge vor allem im Lehrbereich gelindert werden. Laut
Gutachten der Mittelstraß-Kommission, einer vom Ministerium
eingesetzten Expertenkommission, wurde der FH LA noch einmal bestätigt,
dass sie ein Soll von 110 Professoren aufweise, der aber ein Ist von 68
Professoren/innen gegenüberstehen würde.
Fachhochschulen können die Höhe der Studienbeiträge im Rahmen von 100 bis 500 Euro selbst festlegen. Wie es im Augenblick aussähe, würden sich die meisten Hochschulen aber zwischen 400-500 Euro bewegen, so Prof. Dr. Blum. An der Fachhochschule Landshut sei im Moment ein Beitrag von 400 Euro im Gespräch, eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Dabei wird der Beitrag in Landshut für alle Studiengänge gleich hoch sein.
Das Kuratorium der FH Landshut, ein Kreis von renommierten Persönlichkeiten aus der Region und darüber hinaus, hat es sich zum Ziel gemacht, die Hochschule durch ihr Wissen und ihre Erfahrungen ideell zu unterstützen. Besonders der weitere Auf- und Ausbau der Fachhochschulen liegt den Mitgliedern am Herzen. Dem Kreis gehörten Vertreter der Politik, der Wirtschaft und Institutionen an, so dass Erfahrungen aus den verschiedenen Gesellschaftsbereichen mit einfließen. Aus ihrer Mitte haben die Kuratoriumsmitglieder Staatsminister Erwin Huber zum Vorsitzenden bestellt.
An der Sitzung nahmen neben der Hochschulleitung auch Alt-Oberbürgermeister Josef Deimer, Dr. Wolfram Tietscher (Geschäftsführer der Texas Instruments Deutschland GmbH, Vicepresident TI European HR Direktor) Eduard Wanzke Geschäftsführer der Deutronic Elektronik GmbH, DGB-Regionsvorsitzender Klaus Pauli und MR Beate Krauß vom Bay. Wissenschaftsministerium, teil.
