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Neues Know-how-Paket für den Berechnungsingenieur:
Master of Engineering in Applied Computational Mechanics

In einer Public Private Partnership bringen die beiden Fachhochschulen Ingolstadt und Landshut gemeinsam mit der CADFEM GmbH (Grafing b. München) ab September 2005 einen Masterstudiengang auf den Markt, der gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland betritt. Die beiden Hochschulen haben den berufsbegleitenden „Master of Engineering in Applied Computational Mechanics“ zusammen mit dem Unternehmen entwickelt und es mit der Vermarktung und der Studienorganisation beauftragt. Die dazu eigens etablierte European School of Computer Aided Engineering Technology (ESoCAET) befand man bei der Europäischen Union als so innovativ, dass sie mit beträchtlichen Mitteln aus dem Leonardo-da-Vinci-Programm unterstützt wird.

 
Anstatt ein Auto beim Crashversuch zu zerstören, erfolgt die Aufprallsimulation eines Fahrzeug-Aufpralls hier mit der Software LS-DYNA am Computer.

Für Simulation am PC hoch spezialisierte Ingenieure nötig

Anhand von Software, die auf numerischen Methoden basiert, werden Produkte – schon bevor sie physikalisch existieren – am Computer auf ihr Verhalten unter Belastung untersucht und optimiert. Auch Prozesse, etwa Umformvorgänge, können so analysiert und verbessert werden. Das Ergebnis sind nicht nur sicherere Produkte, sondern erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen bei ihrer Entwicklung. Angesprochen werden davon alle Branchen von der Automobilindustrie bis zur Biomechanik – wobei der Crashtest in der Fahrzeugindustrie wohl das markanteste Beispiel ist. Gewöhnlich müssen heute nur noch wenige Autos gegen die Wand gefahren werden, um die vorangegangene Berechnung zu überprüfen – und in den meisten Fällen zu bestätigen.

Die Anwendung der numerischen Simulation erfordert im Arbeitsprozess hoch spezialisierte Ingenieure, die nicht nur ihre Methoden und die marktüblichen Software-Programme beherrschen, sondern auch ein tiefgehendes Verständnis für Prozesse mitbringen müssen. Dieses entwickeln sie häufig erst nach einigen Jahren Berufserfahrung, wenn das im Studium erworbene Hochschul-Wissen eigentlich schon wieder eines Updates bedürfte.

Berufsbegleitender Master schafft beste Berufsaussichten

Um die einmal gestartete Karriere nicht unterbrechen zu müssen, haben die Fachhochschulen Landshut und Ingolstadt sowie CADFEM einen berufsbegleitenden, anwendungs- und an den Bedürfnissen der Industrie orientierten Master of Engineering in Applied Computational Mechanics aufgelegt, der am 19. September 2005 den Studienbetrieb aufnimmt. Zugangsvoraussetzung für den viersemestrigen Studiengang (drei Semester Studium, eines für die Master Abschlussarbeit) ist ein entsprechender akademischer Abschluss und mehrjährige Berufserfahrung.

Der sehr praxisorientierte Master, neben Hochschulprofessoren zählen auch Spezialisten aus der Industrie zu den Dozenten, vermittelt Kernkompetenzen auf dem Gebiet der numerischen Simulation. Einige Schlagwörter des englischsprachigen Bildungsangebotes lauten Structural Mechanics, Numerical Methods of Engineering, Multiphysics oder Application of Crashworthiness & Occupant Safety, Metal Forming Simulation.

Für Hansgeorg Falterer, Kanzler der Fachhochschule Landshut, „erfüllt das Projekt in hohem Maße den Wunsch nach anwendungsbezogener Lehre und engerer Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschule.“ Nicht nur bei führenden europäischen Industrieunternehmen stößt der Master auf großes Interesse, ein EU-Gutachter bewertete den Studiengang als „innovative, originelle und mutige Themenstellung am Puls der Zeit“, der der technologischen Wissensexplosion ein internationales, hoch qualifizierendes Bildungsangebot. Die EU nahm das Vorhaben in ihr Leonardo-da-Vinci-Programm auf und fördert es bis 2006 in beträchtlichem Umfang. CADFEM-Geschäftsführer Günter Müller sieht den Studiengang als ersten Schritt zur Entwicklung einer Reihe von ähnlich gelagerten Ausbildungsangeboten in verschiedenen europäischen Ländern.

Weitere Informationen: FH Landshut, Dipl.-Kfm. Josef Huber, im Internet oder per Mail: kompetenzzentrum@fh-landshut.de, Tel. 0871-506-132
oder bei ESoCAET/CADFEM Dipl.-Ing. Anja Vogel im Internet, Mail: avogel@cadfem.de, Tel. 08092/7005 52.

Updated: 13.08.2007
 
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