Beim priME-Cup unternehmerische Qualitäten bewiesen
Unternehmerisches
Fingerspitzengefühl war bei den etwa 40 Studierenden gefragt, die am
priME-Cup Bayern an der Fachhochschule Landshut teilnahmen. In diesem
Management-Planspiel gründeten acht Teams auf der fiktiven Insel „Santa
Beach“ - per PC-Simulation - ein Unternehmen, um dort Surf Boards zu
produzieren und zu verkaufen. Die beiden Siegerteams mussten dabei auch
unerwartete Herausforderungen wie z.B. einen Wirbelsturm oder
schwankende Rohstoffpreise bewältigen.
Der PriME-Cup biete „Studenten eine hervorragende Gelegenheit, unter realistischen Bedingungen ihr Wissen anzuwenden und unternehmerisches Denken zu schärfen“ erklärt Prof. Dr. Fritz Pörnbacher diesen „Management-Entrepreneurship-Wettbewerb. Pörnbacher agierte zusammen mit Prof. Dr. Josef Duttle (Projektleiter PriME-Cup Bayern, FH Regensburg) als Spielleiter. Von den wirklichkeitsgetreuen Bedingungen der Simulation ist auch Teilnehmer Devendra Varma überzeugt: „Ich habe früher oft Wirtschaftsstrategiespiele am PC gespielt, nach dem priME-Cup erscheinen die aber völlig unrealistisch“.
Die Simulationssoftware ist von Anfang an das wichtigste Handwerkszeug der Spieler. Darin erstellen sie zuerst einen Businessplan, der die Kapitalgeber – in der Spielsituation die Spielleiter – überzeugen muss, damit das benötigte Darlehen zur Unternehmensgründung gewährt wird. Dann geht es in die eigentliche Gründungsphase. In sechs Perioden, die jeweils ein halbes Jahr darstellen, müssen die Teams unternehmerische Entscheidungen Treffen: Vom Aufbau der Produktion, der Investitionen in Mitarbeiter und Maschinen, über die Forschung und Entwicklung bis hin zum Marketing und dem Vertrieb.
Neben der ständigen Analyse der Konkurrenzsituation müssen die Teilnehmer vor allem auf aktuelle Problemstellungen, die jeweils zu Periodenanfang vorgegeben werden, schnell und effektiv reagieren: Was ist zu tun, wenn ein Sturm einen großen Teil der Insel verwüstet und die Touristen vertrieben hat oder wie können die Produktionskosten gesenkt werden, wenn ein Großhändler nur bei einem sehr niedrigem Preis neuer Abnehmer werden will.
Nach Ablauf von „drei Jahren“ mussten die studentischen Unternehmer den Verlauf der Geschäfte erneut vor den „Kapitalgebern“ und den Mitstreitern präsentieren. Qualität und Struktur der Präsentation, bei der jedes Teammitglied zu Wort kommen muss, werden dabei ebenso bewertet, wie die Inhalte und die Entwicklung des Unternehmens. „In die Wertung gehen jeweils zu einem Viertel der Businessplan und die Abschlusspräsentation, zur Hälfte der Unternehmenserfolg während der Spielperioden ein“ erklärt Prof. Pörnbacher die Entscheidungskriterien.
Dabei zeigten besonders die Wirtschaftsingenier-Studenten im dritten Semester unternehmerische Fähigkeiten: sie stellten alle Teilnehmer der beiden Siegerteams. Mit dem Gewinn des Campus-Cup an der Fachhochschule Landshut, haben sie die nächste Runde des priME-Cup Bayern erreicht, den „Master-Cup“. Diesen richten kooperierende Unternehmen aus. Die beiden Landshuter Siegerteams werden bei BMW Regensburg bzw. Dachser (Kempten) gegen die Gewinner anderer Hochschulen antreten.
In
dieser Runde wartet eine komplexere Aufgabenstellung auf die
talentierten Jungunternehmer: Sie müssen sich bei der strategischen
Unternehmensführung von mittleren und großen Industrieunternehmen
bewähren und die Ergebnisse vor Führungspersonen der Unternehmen
präsentieren. Die Sieger dieser zweiten Runde haben dann die
Gelegenheit, ihr Können beim bayernweiten Champions-Cup zu beweisen.
