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Ringvorlesung gender: Frauen nutzen Web 2.0 weniger für Karriere

Karin Boerboom (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Landshut), Hochschulfrauenbeauftragte Prof. Dr. Gudrun Schiedermeier, Prof. Dr.   Barbara Thiessen  (Frauenbeauftragte Fakultät Soziale Arbeit) und Margarete Paintner (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Landshut).In der Vorlesungsreihe gender lectures_interdisziplinär beleuchten Expertinnen aus unterschiedlichen Bereichen die praktische Bedeutung und konkrete Anwendung von Genderwissen. Beim Auftakt der Veranstaltung ging Dr. Karin Windt (Berlin) der Frage nach, ob Frauen ein anderes Nutzungsverhalten im Bereich der Sozialen Medien wie Facebook, Twitter, usw. an den Tag legen - und dies sei tatsächlich der Fall.

Beim Auftakt der Ringvorlesung stellte Prof. Dr. Theissen (Frauenbeauftragte Fakultät Soziale Arbeit) das Programm der Veranstaltungsreihe und deren Veranstalterinnen vor, Prof. Dr. Gudrun Schiedermeier (Frauenbeauftragte Hochschule Landshut) führt in das Thema Social Media ein. Sie betonte dabei die wachsende Bedeutung dieser Netzwerke, dies gerade auch im Bereich des Berufs: immer mehr Personaler würden diese Netzwerke nutzen, um Informationen über Bewerber/innen zu erhalten.

Dies bestätigte auch Dr. Karin Windt In ihrem Vortrag „Twittern Frauen anders? Virtuelle soziale Netzwerke aus Genderperspektive“. An aktuellen Zahlen und Forschungsergebnissen zeigte sie, dass Frauen mittlerweile sogar die Hoheit in den Sozialen Netzwerken hätten, hier aber andere Prioritäten als Männer setzen. Für sie stünden eher private Zwecke im Vordergrund, Themen wie Gesundheit, Live-Style, Aussehen, die eher der Selbstspiegelung dienten, ständen im Mittelpunkt. Für Karriereplanung bzw. um berufliche Netzwerke aufzubauen, nutzen Frauen diese Angebote eher weniger.

Dr. Karin Windt bei ihrem Vortrag über das Nutzerinnenverhalten im Social Web.Wenn doch, hielten sie sich lieber in geschlossenen Netzwerken auf, dies wohl, weil sie vorsichtiger damit seien, sich im Netz preiszugeben oder sich nicht in den Vordergrund stellen wollen. Da gerade Berufs- und Karrierenetzwerke von großer Bedeutung seien, das Recruiting heutzutage häufig über Soziale Netzwerke erfolge, ginge den Frauen hier eine wertvolle Ressource verloren, wie Dr. Windt betonte. Sie empfiehlt den Frauen, sich geeignete Netzwerke zu suchen und diese auch zur strategischen Karriereplanung zu nutzen.

Veranstaltet wird die Ringvorlesung gender lectures_interdeisziplinär von den Frauenbeauftragten der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Gudrun Schiedermeier, und der Fakultät Soziale Arbeit, Prof. Dr. Barbara Thiessen, sowie den Gleichstellungsbeauftragten von Stadt Landshut, Margarete Paintner, und Landkreise Landshut, Karin Boerboom.

Weitere Informationen und Termine auf den Seiten der Frauenbeauftragten.

 

 


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Updated: 17.11.2011
 
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