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Traumnote für E-Technik-Absolventin in Verbundstudium

FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum gratuliert Eva-Maria Dornisch zu ihrem 1,0 Diplom.Frauen und Technik? Dass dies keinen Widerspruch darstellt, beweist Eva-Maria Dornisch: Sie hat ihr Elektrotechnik-Studium an der Fachhochschule Landshut mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen. Und nicht nur das. Sie hat bei BMW die Möglichkeit eines Verbundstudiums genutzt und zusätzlich zum Diplomabschluss eine Lehre als Energieelektroniker abgeschossen - ebenfalls mit der Note eins.

FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum überreichte das Diplomzeugnis und beglückwünschte sie zu ihrer außerordentlichen Leistung. Die begabte Absolventin ist damit nicht nur Jahrgangsbeste, „ich kann mich nicht erinnern, ein derartiges Elektrotechnik-Diplom gesehen zu haben“, ist Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, Betreuer der Diplomarbeit, beeindruckt. Besonders bemerkenswert sei die Leistung, weil Eva-Maria Dornisch parallel zum Studium eine Ausbildung absolviert habe.

BMW bietet im sog. Nachwuchsförderungsprogramm (NFP) besonders guten Abiturienten die Möglichkeit, Berufsausbildung und Studium effizient in einem Verbundstudium zu kombinieren. Die Dingolfingerin entschied sich für ein Fachhochschul-Studium, weil dies schneller und praxisorientierter ablaufe als an einer Universität.

Sie entschloss sich, in Landshut zu studieren, weil sie sich von der überschaubaren Hochschule eine besonders intensive Betreuung und einen engen Kontakt zu den Dozenten versprochen hat. Bereits im Vorfeld hatte sie sich „einfach mal in Vorlesungen reingesetzt“, wie sie erzählt; der schöne Campus, die hervorragende PC- und Software-Ausstattung sowie die 24-Stunden-Bibliothek waren für sie ausschlaggebende Punkte für die Wahl des Studienortes. Und sie wurde nicht enttäuscht: „Ich hatte während meines Elektrotechnik-Studiums wirklich eine hervorragende Betreuung", ist sie auch im Nachhinein von ihrer Wahl überzeugt.

Schon vor dem Studium absolvierte Dornisch rund ein Jahr lang den ersten Teil der Ausbildung zum Energieelektroniker mit Fachrichtung Betriebstechnik im Ausbildungszentrum des BMW Werks Dingolfing. Den Abschluss sollte Eva-Maria Dornisch im ersten Praxissemester des Elektrotechnik-Studiums machen. Weil dieses Praxissemester aber auf die vorlesungsfreie Zeit verlegt wurde, um die Studiendauer noch weiter senken zu können, musste sie ihre Ausbildung parallel zum Studium abschließen. „Das war schon ein wenig stressig“, gibt sie sich bescheiden, „doch ohne Fleiß wäre das Verbundstudium mit einer guten Note auch nicht zu meistern gewesen.“ Aber gerade die Berufsausbildung habe geholfen, sie zu motivieren: „Man weiß, für was die im Studium theoretisch behandelten Themen eingesetzt werden. Auch hilft es, wenn man die Sachen schon mal in der Praxis selbst in der Hand gehabt hat", erklärt sie weiter.

Während ihres Studiums, das durch ein Stipendium des bayerischen Staates für besonders Begabte unterstützt wurde, absolvierte sie Praktika im Karosseriebau des Werks Dingolfing und in München im Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) im Bereich Interieur und Fahrerarbeitsplatz. Ihre Diplomarbeit schrieb Dornisch bei BMW in München zum Thema elektromagnetische Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen.

„Da heutige Fahrzeuge mit immer mehr sensiblen elektronischen Bauteilen ausgestattet sind, gewinnt das Thema Störanfälligkeit durch elektromagnetische Strahlung ständig an Bedeutung“, erklärt sie. In ihrer Abschlussarbeit hat die Einserabsolventin per Computer-Simulation und empirischen Versuchen in der Absorberhalle gemessen, in welchen Teilen des Fahrzeugs besonders viel Strahlung auftritt. Um die Störfestigkeit zu erhöhen, sollen an solchen Stellen entweder keine Elektrobauteile installiert werden oder die Abschirmung muss erhöht werden.

Prof. Dr. Fritz Pörnbacher betreute die Arbeit und zeigt sich von dem Ergebnis beeindruckt: „Die Thematik der Diplomarbeit war höchst komplex und schwierig.“ Dornisch habe sich souverän in die Thematik inklusive der hochfrequenztechnischen Formeln eingearbeitet und eine tolle Arbeit abgeliefert.

Nach ihren hervorragenden Leistungen ist die berufliche Zukunft der sympathischen Absolventin gesichert: Als Qualitätsspezialistin bei BMW im Werk Dingolfing hat sie eine Anstellung im Bereich der Qualitätssicherung gefunden. In der Abteilung „Absicherung Antriebs- und Fahrwerkselektronik“ überwacht sie die Kundenfunktionalität von Fahrzeugen und prüft die Vorgänge der Bordelektrik. „Hier kann ich sowohl die praktischen Fähigkeiten aus meiner Ausbildung als auch die Kenntnisse des Studiums vielfältig anwenden.“

Updated: 13.08.2007
 
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