Vortrag Raphael Carrión Arias, Magister der Philosophie:
Einstein und Kant - Von der Idealität von Raum und Zeit zu einer Ideologietheorie
| Do., 18. Mai 2006 | 17.15 Uhr | Fachhochschule Landshut, BS 002 |
„Stelle
dir nämlich Menschen vor in einer höhlenartigen Wohnung unter der Erde,
die einen nach dem Lichte zu geöffneten und längs der ganzen Höhle
hingehenden Eingang habe, Menschen, die von Jugend auf an Schenkeln und
Hälsen in Fesseln eingeschmiedet sind, so dass sie dort unbeweglich
sitzen bleiben und nur vorwärts schauen. [...] Haben wohl solche
Gefangene von ihren eigenen Personen und von einander etwas anderes zu
sehen bekommen als die Schatten, die von dem Feuer auf die ihrem
Gesichte gegenüberstehende Wand fallen?“
[Platon: Der Staat, Buch VIII]
Der junge Philosoph Raphael Carrión Arias nimmt uns mit auf eine Zeitreise durch die Naturwissenschaften, die Philosophie und die Kunst von Platon über Kant bis Einstein, von Diego Rodríguez de Silva y Velázquez (1599-1660) zu Johann Heinrich Tischbein der Ältere (Kasseler Tischbein, 1722-1789) und zeigt uns die Einheit der Erkenntnisgewinnung über Zeit und Ort und Gegenstand unserer Betrachtung hinaus.
Nach den beiden voran gegangenen Vorträgen zu den Grenzen der Mathematik (Prof. Griebl) und zur Relativitätstheorie Einsteins (Prof. Gesch) weitet sich der Blick auf die grundsätzlichen Fragen nach den Möglichkeiten unserer Erkenntnisfähigkeit. Was ist Wahrheit bei all dem, fragt der Philosoph Carrión. Sein Vorschlag, schon von einem Psychologen, William James (1842 – 1910), formuliert, wird uns überraschen und sicherlich eine lebhafte Diskussion auslösen.
Veranstalter der Vortragsreihe m Rahmen der Lehrveranstaltung "Einführung in die Wissenschafts- und Erkenntnistheorie" ist Prof. Dr. R.J. Feinbier, Studiendekan, FB Soziale Arbeit
