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CHRONOS - Ein Archivierungssystem für relationale Datenbanken

Allgemein

Immer mehr Unternehmen sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, Massendaten über einen längeren Zeitraum aufbewahren zu müssen. Grund hierfür sind unter anderem Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. GDPdU, GoBS und Basel II) zu Produkthaftung, Gewährleistung und Archivierung steuerlich relevanter Daten. Die Speicherung von relationalen Daten über längere Zeit ergibt folgende Probleme: Computersysteme, Programme und Dateiformate ändern sich, alte Daten sind gar nicht oder nur noch unter Schwierigkeiten lesbar. Dies schafft besonders für Unternehmen Herausforderungen, die u. a. durch die Gesetzgebung zu Produkthaftung, Gewährleistung und Archivierung steuerlich relevanter Daten, verpflichtet sind, Massendaten über einen längeren Zeitraum aufzubewahren. Eine solche Langzeitarchivierung trotz hochfrequenter Innovationszyklen soll CHRONOS ermöglichen.

Das Projektziel

Ziel ist es, ein System zu schaffen, das die direkte Abhängigkeit der Lesbarkeit und Auswertbarkeit digitaler Daten von ihrer ursprünglichen Datenverarbeitungsumgebung aufhebt. Das System ist auf großes Datenvolumen ausgerichtet. Zielsetzung ist hier, die Informationen aus den zahlreichen Datenverarbeitungssystemen so zu archivieren, dass auch ohne Betrieb des Altsystems Recherchen durchgeführt und Auskünfte gegeben werden können. Die Anforderung, archivierte Datenbestände lauffähig bzw. lesbar zu rearchivieren und qualifizierte Abfragen zu erzeugen, verlangt technischen Aufwand. Alle archivierten Daten stehen in einem derartigen Archivsystem für Recherchen unter einem einheitlichem Format und einer Anwenderoberfläche zur Verfügung. Diese Unabhängigkeit von Anwendungsprogrammen und Rechnersystemen wird dadurch erreicht, indem sämtliche Daten in einem standardisierten und nicht proprietären Archivierungsformat abgespeichert werden. So entlastet CHRONOS Archiving die operativen Systeme durch Archivierung nicht mehr benötigter Daten. Es ist in der Lage, archivierte Daten zu markieren oder gegebenenfalls selbstständig zu läschen. Als Sicherheit für die operativen Daten validiert die Software den abgeschlossenen Archivierungsvorgang, damit die Daten für einen späteren Rearchivierungsvorgang im Archiv korrekt und vollständig zur Verfügung stehen. Erst dann kann ein Datensatz aus der Datenbank gelöscht werden. Die folgende Abbildung zeigt die Architektur von CHRONOS Archiving.


Durch die Archivierung werden die Produktivsysteme entlastet, wodurch eine Steigerung der Performanz erreicht wird. Desweiteren wird der Administrationsaufwand für die Produktivsysteme reduziert, da Altdaten in einem nicht proprietären, komprimierten Datenformat in externen Filesystemen gespeichert werden kännen. Diese Vorteile werden in dem folgenden Diagramm dargestellt.


Kooperation

Der Fachbereich für Informatik der Fachhochschule Landshut (Prof. Dr. Peter Scholz) und die im niederbayerischen Großköllnbach bei Dingolfing ansässige Firma CSP GmbH & Co. KG sind zur Entwicklung dieses Systems eine Forschungskooperation eingegangen. In gemeinsamer Arbeit wird seit Juli 2004 die produktfähige Software CHRONOS Archiving entwickelt, um Daten flexibel und Hersteller unabhängig aus beliebigen Datenbanken zu archivieren.

Projektträger für dieses Vorhaben ist die VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH (VDI/VDE-IT). Zuwendungen werden durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (StMWIVT) bereitgestellt.

Partner

Ansprechparnter Hochschule:
Prof. Dr. Peter Scholz
Simone Sänftl

Ansprechparnter CSP GmbH & Co. KG:
Stefan Brandl
Mario Täuber
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