Fachtagung
„Es kann sein, was nicht sein darf…“ - Jungen als Opfer sexualisierter Gewalt
Kontext
Aufgerüttelt durch eine Serie aufsehenerregender Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung kam es in den vergangenen Jahren zu einer spürbaren Sensibilisierung der bundesdeutschen Öffentlichkeit gegenüber Belangen des Kinderschutzes. Diese fand ihren Ausdruck u. a. in politischen Initiativen (z.B. „Aktionsplan der Bundesregierung zum Schutz vor sexueller Ausbeutung von Mädchen und Jungen“) und gesetzlichen Änderungen (z.B. §8a SGB VIII). Defizite in der Umsetzung dieser Initiativen werden allerdings dort deutlich, wo es um die nachhaltige Ausgestaltung zielgruppengerechter Hilfen geht. Kindesmisshandlung findet zumeist im Verborgenen statt. Dies gilt insbesondere für sexuellen Missbrauch. Wirksame Prävention und Intervention machen Konzepte erforderlich, die den spezifischen Bedürfnissen der betroffenen Kinder gerecht werden. Die Realisierung eines explizit genderorientierten Ansatzes erscheint unter diesen Umständen als grundlegende Strategie, um Zugang zu gefährdeten und betroffenen Mädchen und Jungen zu finden.
Seit 10 Jahren bietet die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt (kibs) in München ein erfolgreiches Modell für zielgruppengenaue Hilfen. Die präventive und interventionsorientierte Kinderschutzarbeit von kibs zum sexuellen Missbrauch an Jungen unterstreicht die notwendige Weiterentwicklung bestehender Ansätze. Die schwerpunktmäßig sozialpädagogisch ausgerichtete Beratungsstelle verdankt ihre Effizienz vor allem auch vielfältigen Formen der Kooperation. Die Zusammenarbeit zwischen kibs, der Hochschule Landshut und des Deutschen Jugendinstituts hat hierbei Modellcharakter: Sie steht für die oft geforderte Verzahnung von Theorie und Praxis, die im Rahmen dieser Tagung weiterentwickelt wird.
Ziele der Tagung
- Vorstellung von Good-Practice-Beispielen aus der
Arbeit mit männlichen Opfern sexualisierter Gewalt, - interdisziplinäre Vernetzung und Erfahrungsaus-
tausch für Fachkräfte, - Theorie-Praxis-Transfer.
Der Verlag Donna Vita wird mit einem Büchertisch
während der gesamten Tagung präsent sein.
Zielgruppe
Fachkräfte aus
- Beratungsstellen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Diensten und Behörden,
- der offenen Kinder- und Jugendarbeit,
- der Kindertagesbetreuung und Schulen,
- dem Justiz- und Gesundheitswesen,
- Forschung, Lehre und Politik sowie
- Studierende und alle Personen, die mit Kindern
und Jugendlichen bzw. deren Eltern arbeiten.
Veranstaltungsinformationen
Termin:
19. – 20. November 2009
Ort:
Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern
Infanteriestrasse 1
80797 München
(barrierefreier Zugang)
Unkostenbeitrag
Regulär: 130,00 €, Frühbucher (bis 26.6.): 120,00 €
Student/innen: 95,00 €
Teilnahme am Fest „10 Jahre kibs“: zzgl. 15,00 €
Anmeldeschluss
Bitte melden Sie sich bis spätestens 30.10.2009 postalisch oder per Fax bei der folgenden Adresse an:
Anmeldeadresse
Kinderschutz e.V.
Frühlingsstraße 16
85221 Dachau
Fax: 08131 – 33 206 33
Tel.: 08131 – 33 206 31
Download
Die verbindliche Anmeldung und das ausführliche Programm zur Fachtagung „Es kann sein, was nicht sein darf…“ - Jungen als Opfer sexualisierter Gewalt finden Sie in unserem
Flyer
Veranstalter

kibs - Kontakt-, Informations- und
Beratungsstelle für männliche Opfer
sexueller Gewalt

Kinderschutz e.V.
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Deutsches Jugendinstitut

Hochschule Landshut
Mit Unterstützung von:

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit,
Sozialordnung, Familien und Frauen
